Die wahre Inflation

Es gibt offizielle Inflationszahlen, aber die sind falsch berechnet. Auf diese falsche Berechnung mit der Warenkorbmethode gehe ich weiter unten im Artikel näher ein. Dass sie falsch sind, das merkt man im Alltag relativ schnell wenn man einfach die heutigen Preise mit den Preisen von vor einem Jahr vergleicht. Nun muss man sich zuallererst einmal fragen, warum uns die wahre Inflation eigentlich verschwiegen wird, und das ist aber einfach zu sehen, weil man will nicht dass wir erkennen wie schlecht dieses Geldsystem mit dem Euro für uns als Benutzer eigentlich ist. Wenn wir erkennen würden, dass wir alleine durch den Besitz von Euros ständig ganz viel Geld verlieren würden, dann wäre schnell der Ruf da nach einem besseren Geldsystem wie zum Beispiel Bitcoin. Jahrzehntelang wurde behauptet die Inflation beim Euro betrage so etwa 2%. Das heißt, wenn du am Anfang des Jahres 100 Euro besitzt, dann sind diese am Ende des Jahres nur noch 98 Euro wert. Du bist also von denen die für die Geldpolitik des Euros (EZB) verantwortlich sind um 2 Euro bestohlen worden. Diesen Betrag geben sie durch die offizielle Inflationsrate zu. Was aber wenn diese Inflationsrate gar nicht stimmt ? Was wenn wir stattdessen zb 5% haben oder vielleicht sogar 10% oder noch höhere Inflationsraten haben ? Dann würden dir innerhalb einem Jahr 5 Euro oder sogar mehr als 10 Euros von 100 Euro weggenommen worden sein. Das würde dir schon weniger gefallen, nicht wahr ?
Ich werde nun im nachfolgenden darstellen wie man die wahre Inflation berechnet.

Die Geldmenge

Geld selber ist nix wert, es ist allerhöchstens nur Papier, also eigentlich eine Fiktion. Der Wert von Geld besteht einzig darin, dass wir mit Geld Dinge kaufen können. Das heißt der Wert, den das Geld hat hängt nicht vom Geld sondern von den Dingen ab, die wir für das Geld kaufen können. Was ich damit deutlich machen will ist folgendes, nehmen wir den Euro als Beispiel: Wenn man mehr Euros druckt (Geldmenge erhöht) und diese Euros dann an alle Europäer verteilt, dadurch wird kein einziger Europäer reicher. Ganz einfach deshalb weil ja der Gegenwert, der Besitz und all die Dinge die man für die Euros kaufen kann sich dadurch überhaupt nicht vermehrt haben. Das heißt, man kann so viel Geld drucken wie man will, reicher wird man dadurch nicht, sondern nur der Wert der einzelnen Euros selber wird geringer. Was aber übrigens auch noch kein Problem darstellen würde, wenn das neugedruckte Geld tatsächlich gleichmäßig auf alle Europäer verteilt würde. Dann wäre der einzelne Euro zwar weniger Wert, aber jeder hätte ja dafür mehr Euros, so dass der Wertverlust des Euro ausgeglichen würde. In der Praxis der EZB wird bei einer Geldmengenerhöhung jedoch dieses neue Geld überhaupt nicht an die EU Bürger verteilt, und genau dies ist der Punkt an dem der Gelddiebstahl, bzw der Geldwertdiebstahl stattfindet. Dadurch wird nämlich die Erhöhung der Geldmenge zu einem Betrug an den Bürgern.

Die Berechnung der Inflation

Die Inflation zu berechnen ist an sich ziemlich einfach. Man braucht nur schauen um wieviel Prozent die Geldmenge erhöht wurde und logischerweise beträgt die Geldentwertung genau dieselbe Prozentrate, weil durch das Drucken von Geld bleibt ja die Menge an vorhandenen Güterwerten trotzdem dieselbe.

Es ist wichtig dieses Prinzip zu verstehen damit man nicht mehr von Geldpolitikern verarscht werden kann, darum mal ein kleines stark vereinfachtes Beispiel um es ganz deutlich zu machen:

Nehmen wir mal einen Miniwirtschaftskreislauf an der nur aus 100 Euros und aus einer Bäckerei mit 100 Broten bestünde. Wenn nun ein Banker auf die Idee kommt und 100 zusätzliche Euros druckt, dann hat sich an der Wirtschaftssituation der Güter rein überhaupt nichts geändert. Es gibt trotzdem immer noch nur 100 Brote. Lediglich dass zuvor 1 Brot den Gegenwert von 1 Euro hatte, ist nun verändert, plötzlich sind es 2 Euros als Gegenwert von einem Brot. Der Wert des Geldes ist also gefallen. Diejenigen die zuvor ein Geld besessen haben sind um den Wert ihrer Euros betrogen worden durch das was der Bänker gemacht hat, also durch die Erhöhung der Geldmenge. Hätte der Bänker das neu gedruckte Geld an die Bürger verschenkt, dann könnten die sich hinterher immer noch 100 Brote kaufen, müssten aber halt insgesamt die 200 Euros ausgeben. Aber insgesamt ist niemand reicher geworden durch das Gelddrucken. Es sind nach wie vor nur 100 Brote vorhanden. Wollte man nun aber wirklich etwas für den Gesamtreichtum tun, dann müsste man einfach mehr Brote backen. Und dazu braucht man den Banker aber überhaupt nicht, außer er würde die Ärmel hochkrempeln und in der Backstube mithelfen Brote zu backen. Nur dadurch dass etwas produziert wird, nur dadurch wird eine Volkswirtschaft reicher. Die Bänker und Politiker belügen und betrügen lediglich durch ihre Geldpolitik indem wie gesagt durch deren Geldmengenerhöhungen der Wert der verdienten Euros weniger wert wird.

Wie hoch war also nun der Wertverlust des Euros in den letzten Jahren ?
Nehmen wir mal die Werte der letzten 5 Jahre:

Geldmenge M3 Anfang 2020: 13,004 Bio Euro
Geldmenge M3 Anfang 2015: 9,695 Bio Euro

Das sind mehr als 25% Wertverlust durch Inflationierung des Geldes innerhalb der letzten fünf Jahre. Aus 100 Euros sind nach nur 5 Jahren 74 Euros und 23 Cent an Wert geworden. Um daraus den jährlichen Wertverlust des Euros und damit die jährliche Inflation zu berechnen genügt eine einfache Wurzelrechnung:

Wir sehen, dass wir eine durchschnittliche jährliche Inflation von etwa 6% Inflation haben. Auf der Wikipedia wurde alles was mehr als 5% Inflation ist als Hyperinflation bezeichnet beziehungsweise neuerdings hat man nun den Begriff "schwere Inflation" dafür eingeführt. Weil, natürlich will man eine Panik vermeiden und dass dem Bürger bewusst wird dass sein 100 Euro Schein bereits nach nur einem Jahr nur noch 94 Euros wert ist. Damit der Bürger als Geldbenutzer sich nicht mehr so einfach die Inflation ausrechnen kann hat man in den USA sogar den Trick eingeführt dass man einfach die Geldmenge M3 gar nicht mehr offiziell veröffentlicht.

Die Warenkorb Berechnungsmethode

Ein weiterer Trick um falsche Inflationszahlen zu berechnen besteht darin dass man fiktive Warenkörbe zusammenstellt, die dann die gewünschten Teuerungsraten zeigen sollen. Ich möchte hier darum auf diese Warenkorb Berechnungen eingehen und aufzuzeigen welche Bedingungen erfüllt sein müssten um die korrekte Inflation mit der Warenkorb Berechnungsmethode zu berechnen:

Bedingung: Es müssen Warenpreise verglichen werden, deren Herstellung unter den selben Bedingungen wie früher stattfindet. Man darf bei dieser Methode nicht Waren vergleichen die früher von Hand und heute maschinell hergestellt werden. Weil logischerweise ist ein Brötchen aus einem Backvollautomat wesentlich billiger als ein wie vor 50 Jahren von Hand gebackenes Brötchen, da hat der Preisunterschied überhaupt nichts mit Inflation zu tun, sondern mit der Erhöhung der Produktivität, womit wir beim nächsten Thema wären:

Die Produktivität

Die Produktivität hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Preis eines Produktes, weil desto effektiver man es herstellen kann, desto billiger kann man es auch verkaufen. Es ist ein ganz natürlicher Vorgang dass der Mensch Maschinen erfindet und Maschinen baut um Dinge günstiger produzieren zu können. Dies hat zur Folge dass es normal ist, dass viele Güter immer billiger werden. Wenn aber Güter billiger werden und gleichzeitig die Geldmenge gleich bleibt, dann bedeutet dies dass das Geld also normalerweise sogar mehr wert werden würde, und zwar prozentual um die Rate der Produktivitätserhöhung die eine Wirtschaft erlebt.

Der Vermögenszuwachs

Da dem Wert des Geldes immer die Besitztümer, Güter und Waren gegenüberstehen, wird das Geld auch darum auf eine ganz natürliche Art und Weise immer wertvoller, weil ja der Besitz, die Güter, Waren, Häuser usw immer mehr wird. Es gehen zwar auch Besitztümer verloren durch Abnutzung und Verschleiß oder Häuser werden abgerissen, aber gesamtwirtschaftlich betrachtet werden Menschen grundsätzlich immer reicher, wenn dieser Reichtumszuwachs nicht durch Naturkatastrophen, Kriege oder zb durch künstliche Methoden wie Abwrackprämien vernichtet wird. Reichtum entsteht nicht durch Geldpolitik, sondern Reichtum entsteht logischerweise dadurch dass Menschen viel arbeiten. So wäre es also normal dass ein Geld mehr Wert wird durch diesen Arbeiten-Effekt.

Das heißt um mit der Warenkorbmethode die Inflation korrekt zu berechnen, müsste die Rate der Produktivitätserhöhung und des Vermögenszuwachses miteinberechnet werden:

Inflation = Teuerungsrate + Produktivitätserhöhungsrate + Vermögenszuwachs

Beträgt also der Produktivitätszuwachs in einem Jahr 2% und die Vermehrung des Reichtums 1% und die nach der herkömmlichen Warenkorbmethode ermittelte Teuerungsrate 3% dann wäre die wahre Inflation ohne Erhöhung der Produktivität und ohne den Wertzuwachs die Summe dieser Werte und wir kämen dann wieder auf den schon oben berechneten wahren Wert von etwa 6% Inflation.

Ein ehrliches System

Es ist völlig natürlich dass Menschen ständig an der Verbesserung ihrer Lebensumstände arbeiten. Das heißt sie erschaffen ständig mehr Werte, die sie besitzen, sie bauen Häuser, sie verbessern und veredeln ihren vorhandenen Besitz, sie mehren ihren Besitz, das ist ein ganz und gar natürliches Verhalten. Ein ehrliches Geldsystem würde diesen ständigen Mehrwert spiegeln, den sich die Bürger erarbeiten. Darum ist es normal dass in einem ehrlichen Geldsystem das Geld immer mehr Wert wird, weil das Geld bildet ja den Gegenwert der Güter und Werte die die Menschen sich geschaffen haben und die sich ja ständig vermehren (außer es gibt Katastrophen oder Kriege oder Abwrackprämien). Beim Euro hingegen haben wir den gegenteiligen Effekt, er wird jedes Jahr weniger wert. Wir sollten aufhören den Euro zu benutzen, sondern stattdessen Wert-oder Geldsysteme benutzen die nicht durch Politik oder Banken manipuliert werden können. Das ist der Grund warum ich für Bitcoin bin als die zukünftige Weltwährung.
Bitcoin ist ein System welches nach mathematischen Regeln funktioniert. Banken haben da nicht nur keinen Einfluss, Banken werden bei Bitcoin noch nicht einmal mehr benötigt.

Leider denken die meisten Menschen nie über Geldsysteme nach und erkennen darum auch nie wie ungünstig die Benutzung dieser Gelder für sie ist. Das betrifft ja nicht nur den Euro oder den Dollar, welcher ständig an Wert verliert, das betrifft jede Fiat Währung, von denen es ja wahrlich viele in den letzten Jahrhunderten gab. Im Durchschnitt hatten diese Währungen jeweils nur 29 Jahre lang bestanden. Jede dieser vergangenen Währungen hat ihrem Benutzern einen enormen Wertverlust beschert. Aber eben auch diejenigen welche noch existieren. Die älteste noch im Gebrauch befindliche Währung ist das britische Pfund, aber auch dieses hat seit seiner Einführung vor über dreihundert Jahren bereits das 200 fache seines Wertes verloren. Sollte einem das nicht einmal zu denken geben ? Wer sind die Nutznießer solcher Währungen ? Es gibt einen bekannten Zentralbänker der hat einmal gesagt: Gebt mir die Kontrolle über die Währung eines Landes, und es ist mir egal was die Politik macht..  darum ist es so wichtig dass wir ein Geldsystem wie zb Bitcoin verwenden, welches nicht unter der Kontrolle von Zentralbankern steht !

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Kommentare

 
1. Andreas schrieb am 21.2.2020:

Nachtrag:
In den USA wurde es ja verboten die Geldmenge M3 zu veröffentlichen, deshalb stattdessen die Berechnung der Inflation beim US Dollar basierend auf der Geldmenge M2:
USD Geldmenge M2 Anfang 2020: 15,3 Bio Dollar
USD Geldmenge M2 Anfang 2015: 11,6 Bio Dollar

Dies ergibt eine durschnittliche jährliche Inflation beim US Dollar von 5,6%


lg
 


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