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Berlioz Sinfonie Fantastique Boulez
Deutsche G (Universal)
1997-06-03 Audio CD Asin: B000001GYM

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Simply fantastic
    
Berlioz' 'Symphonie Fantastique' is a very important piece of music. In his own commentary on the piece, he comments on his use of a repeating melody, an idée fixe (fixed idea). This symphony is in many ways a symphonic poem, a new sort of idea - even the structure of the symphony, being in five movements, is an innovation. This is a symphony that tells a story - one in which a gifted artist succumbs to drugs in despair over love; many saw Berlioz' own life being presented here, and he eventually dropped the narrative designations, allowing the movement headings to stand as sufficient enlightenment to the listener. 1. Rêveries - Passions (Passions) 2. Un bal (A Ball) 3. Scène aux champs (Scene in the Country) 4. Marche au supplice (March to the Scaffold) 5. Songe d'une nuit du Sabbat (Dream of a Sabbath Night) The first movement opens with a light piece that quickly becomes the idée fixe, the recurring melody. The second movement takes a simple waltz theme that goes up and down in many ways - this is perhaps meant to symbolise the isolation of a lovestruck person at the ball. The third movement has melodies drawn in horn and oboe, with rustic and romantic influences evident here. The fourth movement is much more dramatic, with horns and rushes that are anything but pastoral, and fifth movement draws on a piece from traditional requiems, the Dies Irae, together with ideas reminiscent of church bells and a graveyard. The second major piece here, Tristia, which is a trio of pieces written at different times, later collected as a group for chorus and orchestra. The first, the Méditation religieuse was composed in Rome during 1831. It is a setting for six-part chorus and small orchestra based on a poem by Thomas Moore. It uses horn and strings at the end to good effect. The second and third pieces come from Berlioz' work with Hamlet; La mort d'Ophélie and the Marche funèbre for the final scene of Hamlet both have interesting development and intonations. The performances by the Cleveland Orchestra and Chorus, under the direction of Pierre Boulez, with chorus master Gareth Morrell, are absolutely flawless. There is a perfect energy and perfect clarity of pieces here. The tempo is grand and appropriate for each piece, and the power particularly in the end of the Symphonie Fantasique reminded me of the similar power at the end of Berlioz' 'Te Deum'. This is a disc every music lover should have. (Autor/in)
Boulez am Zenit
    
Hector Berlioz schrieb vornehmlich Vokalkompositionen. Unter seinen frühen, rein instrumentalen Orchesterkompositionen sticht die Symphonie fantastique (1830) stark hervor, mehr noch, sie zählt zu den besten und bekanntesten Sinfonien überhaupt. Sie zählt zu den wichtigsten Werken der Programmmusik.
Berlioz verarbeitet in diesem Werk seine unerfüllte Liebe. In seiner fünfsätzigen Anlage stellt dieses Werk einen der Höhepunkte der Frühromantik dar, ist seiner Zeit weit voraus und weist damit bereits auf die Hoch- und sogar die Spätromantik hin. Der erste Satz, der zunächst mit einer sehr langsamen Einleitung beginnt, setzt "Träume und Leidenschaften" in Musik um. Das Allegro ist stark verschnörkelt und schwer zugänglich, dafür aber umso aparter. Kurz nach Beendigung der langsamen Einleitung etabliert Berlioz die "idée fixe", quasi das Hauptthema der Sinfonie, welches sich durch alle Sätze ziehen wird. Zu Lebzeiten war das ein gewaltiger Fortschritt und ein markantes Novum, dessen sich viele nachfolgende Komponisten bedienen würden.
Mit "Ein Ball" ist der Walzer des zweiten Satzes umschrieben. Auch wenn der Walzer sehr gelungen ist, so empfinde ich die leidenschaftlichen Ausbrüche, die illuminieren sollen, dass Berlioz' Liebe nicht erhört wird, innerhalb des Satzgefüges als ziemlich dezent. Die "idée fixe" stellt Berlioz plump ans Satzende.
Die "Szene auf dem Land" ist freilich Beethovens "Pastoraler" nachempfunden und hier speziell der "Szene am Bach". Dieser Satz ist tief empfunden und in sich gekehrt. Mit vielen melodiösen Verzierungen ist er der ruhende Kern des Werkes. Der gepeinigte Komponist findet hier Ruhe in der Andacht der Natur.
Der geniale "Marsch zum Schaffott" beschreibt Berlioz' eigene Selbtmordgedanken. Düstere Anfangsakkorde münden in einen wundervollen, nicht ganz so düsteren Totenmarsch.
Das Finale über einen "Traum von einer Sabbatnacht" hinterlässt zwiespältige Gefühle. Die lautmalerische Darstellung des Hexengelächters und das Läuten der Totenglocke könnten den Hörer zu der Behauptung hinreisen, Berlioz sei ein Vorbote des Impressionismus. Das recht fröhliche Allegro allerdings lässt die Vermutung aufkommen, dass derselbe sich selbst und sein leidenschaftliches Sinnen etwas auf die Schippe nimmt. Im Laufe der Komposition scheint Berlioz über sein Leid hinweg gekommen zu sein.
Als Zugabe finden sich die Tristia auf dieser CD. Hierbei handelt es sich um eine Todesfantasie bzw. Selbstmordfantasie, die ins Antike/ Mythologische gerückt wird. Es ist mehr eine Sammelkomposition, in der Berlioz einige Sätze, die bei anderen Werken übrig waren, zu einem homogenen Ganzen zusammenfügte. Auch das ist ein fast impressionistisches Meisterwerk.
The Cleveland Orchestra unter Pierre Boulez schafft hier eine kraftvolle, appassionierte, aber nie überladene Einspielung dieser Meisterwerke. Sie schaffen es sogar, die bisherige Referenz des London Symphony Orchestras unter Sir Colin Davis zu überbieten. Es handelt sich hierbei ganz klar - schon allein wegen der Transparenz und des glasklaren Klanges - um eine der besten Klassik CDs der vergangenen Jahre. (Autor/in)
Energiegeladen!
    
Boulez präsentiert mit dem Cleveland Orchestra eine texttreue Umsetzung des Meisterwerks seines Landsmanns Berlioz, dabei ist Hochspannung garantiert. Jedes Detail wird fein herausgearbeitet. Das Orchester präsentiert sich in Bestform, die Aufnahmetechnik lässt nichts zu wünschen übrig. Unter den jüngeren Aufnahmen wird die von Boulez nur durch Minkowski übertroffen, der auf ebenso hohem Niveau, dabei aber mit deutlich mehr Tempo die Fantastique bewältigt. (Autor/in)
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