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Das Hotel New Hampshire. SZ-Bibliothek Band 10
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Das Hotel New Hampshire. SZ-Bibliothek Band 10
von John Irving und Hans Hermann Süddeutsche Zeitung / Bibliothek 2004-05-22 Gebundene Ausgabe 572 Seiten ISBN: 3937793097


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Sehr empfehlenswert!
    
Hotel New Hampshire ist eines der witzigsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Wobei ich zugebe, daß man einen etwas, nun ja, trockenen Humor braucht, um über die einzelnen Schicksale der Charaktere lachen zu können. Wenn man ihn hat, lacht man dafür um so mehr! Denn wenn ein Mädchen beim Einlegen eines Pessars im Badezimmer in Ohnmacht fällt, weil sie den ausgestopften Familienhund in der Badewanne sieht, der bei Föhnversuchen des kleinen Egg, der ihn aus der Mülltonne gezogen hat, Feuer gefangen hat... von dem ständig in den Motoradbeiwagen kotzenden Bären Earl (der nur so heißt, weil es das einzige Wort ist, das er sagen kann) mal abgesehen. Jede einzelne Person (und auch jedes Tier) hat eine ganz eigene Art (um nicht zu sagen Eigenart), und man fragt sich, wie es möglich ist, daß sie alle zusammen eine Familie sind! Ich habe das Buch mehrmals verschenkt, verliehen, empfohlen und bisher waren alle begeistert. Hotel New Hampshire ist immer die richtige Wahl. Doch sollte man etwas Zeit mitbringen, denn einmal zur Hand genommen, kann man es eigentlich nicht mehr weglegen. Viel Spaß!
John Irvings bestes Buch!
    
"Das Hotel New Hamshire" ist eines der besten, wenn nicht sogar DAS beste John-Irving-Buch. Wie immer gibt es eine Vielzahl bizarrer und au§ergew?hnlicher Gestalten: Prostituierte, die mit ihren get?rkten Lustschreien ganze Hotels des Nachts aufwecken, Radikale mit seltsam anmutenden Decknamen (Fr?ulein Fehlgeburt), nat?rlich wieder einmal B?ren und eine alles andere als normale Familie mit einem furzenden Haushund. Diese Familie Berry mit ihren f?nf Kindern steht im Mittelpunkt der Geschichte, die teils in den Staaten, teils in Wien spielt. Sie sind es, die ihren Traum von einem eigenen Hotel verwirklichen und dabei in allerlei skurille Situationen geraten. Dies alles wird von John - einem der Kinder - erz?hlt. Liebevoll und mit viel Humor beschreibt er seine Geschwister und ihre Sorgen. Da sind sein schwuler Bruder Frank, der eine Schw?che f?r Uniformen hat und sich regelm?§ig mit seiner Schwester Franny, die schon lange wei§, da§ John sie heimlich liebt, zofft. Und da ist die kleinw?chsige Lily, die Schriftstellerin werden m?chte und schlie§lich ist da Egg, der Kleinste. "Das Hotel New Hampshire" ist keine pure Kom?die, vielmehr erwecken die verr?cken Geschichten gerade durch die tragischen Schicksalsschl?ge, welche die Figuren erleiden, die Symphatie des Lesers. Ohne erhobenen Zeigefinger ist dieses Buch ein liebenswertes Pl?doyer f?r Toleranz und das "Sich-immer-wieder-Aufrappeln". F?r jeden Anh?nger eigenwilliger Geschichten ein absolutes Mu§!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Ein wahnwitziges Panoptikum
   
Ein hervorragendes Panoptikum an Absurditäten. Irving hat den Bogen raus, fast jeden Absatz mit neuen Verrücktheiten zu spicken. Da der Leser oft unvermittelt mit Unglücksfällen, Brutalitäten oder Schicksalsschlägen konfrontiert wird, bleibt einem oft das Lachen im Halse stecken. Das Buch hat mir sehr gefallen, aber an die Erzählkunst von T.C.Boyle, der in derselben literarischen Ecke wütet, kommt es nicht heran. Dennoch ist es sehr zu empfehlen. Einziger Nachteil: Es ist viel zu lang und die Geschichte kommt durch die unzähligen Schnörkel zu oft ins Stocken.
Irrwitzige Geschichte mit skurrilen Gestalten
    
Ein Muß für alle Fans von skurrilem Humor. Irving gelingt hier ein Meisterstück: Nie zuvor machte es soviel Spaß über Geschwisterliebe, Freud und kreischende Huren zu lesen. Irvings kleiner Kosmos lebt von seinen schillernden Charakteren, die alle mit ihre kleinen (und großen) Macken zu kämpfen haben. Besitzer von Labrador-Hunden kommen an diesem Buch nicht vorbei!!!
Ein Meisterwerk zwischen Komik und Tragik
    
Dieses Buch ist wirklich großartig. Es besitzt eine großartige, nicht vorhersehbare Geschichte, einen interessanten Sprachstil, in dem mitten im Plot Rückblenden verpackt werden, die nichts mit dem aktuell Erzählten zu tun haben, ohne das es störend wirkt und wunderbar differenzierte Charaktere. Für mich ist es zusammen mit dem Auster und vielleicht Umberto Eco der stärkste Roman in der SZ Bibliothek bislang und sicher nicht mein letztes Buch von Irving, was ich lese. Der zugehörige Film ist übrigends eine Katastrophe, insbesondere dann, wenn man das Buch vorher gelesen hat. (Autor/in)
Irving - Eindeutig ein Irving...
   
Eine Familiengeschichte die durch Unterhaltung, Humor und Skurrilitäten nicht zu übertreffen ist. Einmal mehr zeigt Irving eine klare Linie. Themen wie New England, Bären und Wien werden erneut aufgegriffen. Auch seine Art zu schreiben lässt einem nicht langweilig werden. Gespickt mit latenten Witzen durch ständig wiederkehrende running gags aber auch tragischen Momenten, indem der Erzähler in einer Rückerzählung einschneidende traurige Ereignisse fast beiläufig erwähnt, ohne groß drauf einzugehen und dadurch fast an Teilnahmslosigkeit grenzt, lassen diese genannten Momente für den Leser umso schlimmer erscheinen. Man mag kaum glauben was man liest. Im ersten Moment lacht man, im nächsten Satz bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Aber doch fängt man sich durch Irvings Art zu schreiben ziemlich schnell und ist gespannt auf die weiteren Ereignisse.
Ein typischer Irving. Unterhaltsam und lesenswert. Für mich dieses mal an einigen Stellen eine Spur zu abgedreht und skurril. Deswegen "nur" 4 Sterne. Aber dennoch empfehlenswert! (Autor/in)
Must read!
    
Zwischen "Garp" und "Gottes Werk und teufels Beitrag" musste ja was Gutes liegen. Auch wenn die Geschichte nicht an "Owen Meany" rankommt, ist sie trotzdem einzigartig und typisch Irving. Wer also noch nicht genug von Bären, Wien und eigenartigen Gestalten mit eigenartigen sexuellen Bedürfnissen hat, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Wer fertig ist, kommt nicht daran vorbei über die Konsistenz der Charaktere nachzudenken, um das Buch letztlich noch mehr zu schätzen. (Autor/in)
Familie Berry und der Bär in der Familie
  
Die Geschichte wird von John Berry erzählt. Er ist der mittlere von fünf Kinder,die in einer eher ungewöhnlichen Familie aufwachsen. Sie leben in dem Hotel "New Hampshire", das eher schlecht besucht und zum Scheitern verurteilt ist. Danach gehen sie für sieben Jahre nach Europa, um dort ihr Glück mit einem neuen Hotel zu versuchen. Doch dies endet in einer Katastrophe mit einigen Schicksalschläge.
Anfangs war es etwas mühselig zu lesen, doch dann wurde man immer mehr in die skurrile Familiengeschichte hineingezogen.
Es hat etwas märchenhaftes und viele verschiedene Charaktere werden beschrieben. Doch finde ich, der Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" hat mich weit mehr gefesselt. (Autor/in)
Starker Familienroman - aber nur bis zum Abflug
 
John Irvings 'Das Hotel New Hampshire', das mir in deutscher Übersetzung vorliegt, ist zugleich eine - jedenfalls zu Anfang sprachlich begeisternde - Geschichte einer Familie und ein coming-of-age-Roman.
Mit feiner Ironie beschreibt Irving die Entwicklung seiner liebevoll gezeichneten Figuren über drei Generationen aus Sicht des mittleren Sohnes und lässt sie von einer skurrilen Situation in die andere stolpern. Das alles ist, schlicht gesagt, ganz wunderbar geschrieben, und ich konnte mir in der ersten Hälfte des Buches durchaus noch vorstellen, es 'ewig' weiterzulesen.
Dann aber geht es ab nach Wien, und ab diesem einschneidenden Ereignis verändert sich nicht nur der Plot ganz erheblich, das ganze Buch scheint zu mutieren - leider zum Negativen. Die weitere Entwicklung wird nicht nur stetig düsterer und bedrückender (ohne lichte Momente), sondern auch vorhersehbar, uninteressant, lieblos, überzeichnet & größtenteils unglaubwürdig, ja teilweise abstoßend, und oft stagniert der 'Plot' über endlose Seiten hinweg. Ein sprachlicher Abfall ist klar zu verspüren, insbesondere die ständigen Wiederholungen nerven ganz erheblich (nur zwei Beispiele - die Sätze "Kummer schwimmt obenauf." und "Bleib weg von offenen Fenstern!" verursachen mir mittlerweile Brechreiz, so oft habe ich sie lesen MÜSSEN).
Dies als kurzes Statement unmittelbar nach Beendigung des Buches. Alles in allem trotz des starken Anfangs und der guten ersten Hälfte - und auch nur dafür gibt es die zwei Sterne - aus meiner Sicht nicht zu empfehlen. (Autor/in)
Geschichte einer nicht ganz normalen Familie.
    
Sicherlich eines der besten Bücher von John Irving. Skurile Charaktere, eine Geschichte, die mitreißt und endlich mal ein nicht ganz so schlechtes Ende eines Irving-Buches. Doch vor allem: Der Stil, mit dem Irving schreibt, sucht seinesgleichen: Das buch ließt sich locker, flüssig und man fliegt nur so an den Seiten vorbei. Doch man merkt, daß es schwer sein muß, so humorvolle Bücher zu schreiben.
Eine tragikomisch skurille Welt zum Totlachen!
    
Nach "Garp..." war dies mein zweites Treffen mit John Irving's skuriller, von Bären, Ringern und äußerst unkonventionellen Menschen bevölkerten Welt. An und für sich ist dieser Roman voll von tragischen und schmerzhaften Schicksälen, aber man kann nicht anders und lacht sich teilweise die Seele aus dem Leib! Vielleicht auch wegen einer kleinen Schadenfreude: man ist nur Beobachter, solche Sachen passieren doch nur den Anderen. Aber zum Schluß ist das garnicht so sicher - eine kleine Unruhe bleibt und das ist eine der Stärken dieses Romans. Ein absolutes Muß für alle Liebhaber John Irving's!
Der beste Irving !
    
Von allen Büchern von John Irving, die ich bisher gelesen habe (dabei fehlt allerdings noch "Owen Meany"), ist "Hotel New Hampshire" das beste; und das will schon einiges heißen. Im typischen Stil von John Irving vereinigt "Hotel New Hampshire" interessante Charaktere, spannende Geschichten, schwarzen Humor, bizarre sexuelle Spielarten und tragische Ereignisse. Dabei schafft es Irving wie immer, auch eine Häufung seltsamer Charaktere und scheinbar unwahrscheinlicher Ereignisse und Wendungen dem Leser als durchaus angemessen zu vermitteln. Da außerdem der eigentümliche Sprachwitz von Irving in jedem Satz durchscheint (dem der englischen Sprache mächtigen Leser sei daher eindrücklichst die englische Originalausgabe ans Herz gelegt), ist die Lektüre von "Hotel New Hampshire" von der ersten bis zur letzten (etwa 600.) Seite anregend und unterhaltsam; man möchte das Buch eigentlich nicht zur Seite legen. Wie bei Irving üblich, stellt man am Ende entsetzt fest, daß das Buch doch relativ lang war, obwohl es einem von der Freude und Geschwindigkeit beim Lesen nur etwa hundert Seiten kurz vorkam. Insgesamt sei dieses Buch jedem empfohlen, der mit Irvings skurillem und teilweise etwas derbem Humor keine Probleme hat; dann ist "Hotel New Hampshire" eins der unterhaltsamsten und witzigsten Bücher, das ich je gelesen habe. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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