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Der Name der Rose. SZ-Bibliothek Band 2

Der Name der Rose. SZ-Bibliothek Band 2
von Umberto Eco und Burkhart Kroeber
Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
2004-03-27

Gebundene Ausgabe
676 Seiten
ISBN: 3937793011




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Ein meisterhafter, mittelalterlicher Krimi
Das Buch wurde 1980 von Umberto Eco geschrieben. Die Geschichte beschreibt den gelehrten Franziskanermönch William von Baskerville, der in ein italienisches Kloster kommt und dort gebeten wird eine Reihe von seltsamen Morden aufzudecken. Das Klosterleben dort wird von der riesigen und geheimnisvollen Bibliothek beherrscht, deren Geheimnisse durch die Mönche und durch ein riesiges Labyrinth geschützt werden. In dieser Bibliothek gibt es anscheinend Bücher deren Inhalte so sehr beschützt werden müssen, daß einige Personen auch vor Mord nicht zurückschrecken. Das Buch ist sehr anspruchsvoll geschrieben, da sich Umberto Eco leicht in seitenlangen Sätzen und stundenlangen Beschreibungen von Kirchenfronten verlieren kann. Auch die Leser, die der Lateinischen Sprache nicht mächtig sind, werden einigen Probleme haben das Buch flüssig durchzulesen, da sehr viele Lateinische Zitate und Wörter verwendet werden, die man dann erst im Anhang nachlesen muß. Doch wenn man sich einmal an das komplizierte Schreiben gewöhnt hat, ist das Buch sehr spannend und interessant geschrieben. Die Geschichte wurde auch 1986 von Jean Jacque Annaud mit gleichem Namen verfilmt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Rosa nuda tenemus
"Der Name der Rose" ist mein absolutes Lieblingsbuch. Bisher habe ich es schon dreimal gelesen und jedesmal eine grössere Zahl versteckter Details entdeckt, den Sinn tiefer durchschaut und mehr Spass gehabt. Ecos Werk ist eine wahre Interpretationsvervielfältigungsmaschine. Allein die Bedeutung der Namen der Mönche ist so mannigfaltig, dass darüber ganze Bibliotheken geschrieben werden könnten. Aber "Der Name der Rose" ist dermassen brillant, dass man auch ohne grosse Vorbildung in mediävistischer Literaturgeschichte, postmoderner Semiotik oder was auch immer ein erbauliches Lesevergnügen am "Namen der Rose" hat.

Was ich dem geneigten Leser noch empfehle, ist das "Nachwort zum Name der Rose" von Umberto Eco, das (falls nicht schon im Orginalbuch gedruckt) als eigenständiges Werk erhältlich ist.


Philosophischer Krimi
Philosophischer Kriminalroman mit zahlreichen Querverweisen auf den geschichtlichen Background. Wenn Geschichtsunterricht nur immer so spannend wär... Auch bekommt man Einblick in das klösterliche Leben. Spannung vom Anfang bis zum Ende. Allerdigs manchmal nicht enden wollende Beschreibungen von irgendwelchen architektonischen oder künstlerischen Details! Aber alles in allem mein Lieblingsbuch!


Der Leser als Prüfling
Eines der wenigen Bücher, dessen Verfilmung sich nicht nur relativ nah am Buch orientiert, sondern auch noch recht gelungen ist. Der "Perfektionist" Eco läßt in seinem vielleicht bekanntesten Werk eine ganze Abtei wieder auferstehen. Er behandelt dabei nicht nur die gesellschaftliche Situation der Zeit sondern auch die Kirchenpolitik anschaulich und lebendig. Der Rahmen der kriminalistischen Grundhandlung - der Aufklärung der Morde - sorgt dafür, daß der Leser stets gespannt auf den weiteren Verlauf ist und dabei noch "beiläufig" etwas aus der Geschichte lernen kann. Es ist jedoch zu bemerken, daß es Eco zu Beginn seinen Lesern wahrlich nicht leicht macht. Seine Beschreibungen der Abtei sind sehr detailliert, ausführlich und mitunter auch etwas langatmig. Die ersten 60 - 100 Seiten erscheinen einem wie eine Art Prüfung. Nur wer diese Seiten "hinter sich bringt" ist bereit für den eigentlich großartigen Teil des Werkes. Schwer zu lesenist es mitunter auch für Leute, die des Latein und anderer Sprachen nicht ganz so mächtig sind und deshalb die Bedeutung der Sätze erst einmal im Anhang nachsehen müssen und der Lesefluß dadurch unterbrochen wird. Insgesamt hält sich dies allerdings in Grenzen und diese Punkte fallen gegenüber den Vorzügen von Spannung, Information und "Lehre" nicht so sehr ins Gewicht. Wer die "Prüfung" besteht darf sich demnach auf ein großartiges Buch freuen, das immer wieder interessant ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Viele Stimmen - ein Sprecher
Ecos "Name der Rose" ist eine Hommage an die "descriptio" des Mittelalters. Stil- und themensicher verzaubert der italienische Semiotiker den Leser mit der bemerkenswerten Vielstimmigkeit seines Werkes. Allenthalben begegnet einem der scholastische Disput, die monastische Mentalität, ja die Zeichenhaftigkeit einer spannenden Epoche zwischen Universalienstreit und Inquisition. Dem Umstand, dass mittelalterliche Literatur, zumindest die volkssprachliche, vornehmlich Vortragsdichtung war, also dem geneigten Hörer präsentiert wurde, wird nun diese exzellente Lesung gerecht. Gert Heidenreich vermag es, den vielen Stimmen und Stimmungen aufs Vortrefflichste Gehör zu verschaffen. Er versteht es, die scharfsinnig-schelmische Gelehrsamkeit eines William von Baskerville stimmlich genauso überzeugend zu profilieren wie den dogmatisch-verschlagenen Geist Jorges oder den jugendlichen Alten Adson von Melk. Ein kongenialer Sprecher! (Autor/in)


Einfach Geil !!!
>> In omnibus requiem quaesivi, et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.<< In allem habe ich Ruhe gesucht und habe sie nirgends gefunden, außer in einer Ecke mit einem Buch.
Whow, klingt super, macht Lust auf mehr, doch dann, ...ich brauche ein zweites Lesezeichen um diese ewig wiederkehrenden, lateinischen Monologe am Buchende übersetzen zu können, frustrierend. Andere Leser kommen sicherlich besser mit Latein zurande als ich. Ich ließ mich nicht entmutigen, das dritte Lesezeichen für die bildliche Darstellung der Räumlichkeiten zwischen den Lettern und den Film im Hinterkopf hinein ins Vergnügen. Es wird keins merkte ich schnell, es wurde auch keins! Wenn man den Film sah und jede Person somit kein anonymer Akteur ist, man auf Szenen wartet, die man schon kennt, diese sich dann so dicht aneinanderreihen wie die Seenketten in einer Wüste, es nervt, weil es ziiieht sich, es kommt kein Lesefluss ,sondern eher Lesefrust auf. Ewiges, seitenlanges Philosophieren, Beschreiben des Kirchenportals, bla-bla, ...ich finde da nichts Spannendes dran. Nun schafft man es doch mit einigem Einfallsreichtum diese Passagen zu meistern. Pssst! ... ich muss zugeben, ich habe nicht alles gelesen, einfach diese ausufernde Monotonie überblättert. Dem anfänglichen Zitat nur zum Teil widersprechend, ...ich suchte die Ruhe vergebens, denn dieses ewige Hin- und Hergeblättere war das Einzige, was mich auf Trab hielt, der Rest zog wirkungslos durch mich hindurch.

Urteil: Der Film ist bei weitem besser, der Wälzer, der um mindestens die Hälfte dünner sein könnte, macht sich gut als Bücherstütze, mehr nicht! Enttäuschend, aber >einfach geil!< ich habe es bis zum Ende geschafft! (Autor/in)


(Hoerspiel) Jede Rose hat ihre Dornen
Das Hoerspiel besticht dadurch, dass es das fantastische Kriminal-Mysterium in dem italienischen Kloster sehr ausführlich und weitumfassend wiedergibt (immerhin 6 CDs!) . Äussern tut sich dies z.B. in den immer wieder vorkommenden (langgezogenen) Rückblenden, die immer dann auftauchen, wenn ein Mord geschieht und das bisherige Geschehen nochmals durch die Protagonisten (speziell Adson - der Ich-Erzähler) reflektiert wird. Der Ich-Erzähler setzt hierbei nocheinmal an einem früheren Punkt der Handlung ein und erzählt die Geschichte von diesem Punkt an etwas genauer oder setzt den Fokus auf einen anderen Aspekt. Das mag den einen oder anderen nicht so gefallen, da der Plot immer wieder ausgebremst wird. Dramaturgisch finde ich ist dies ein kluger Weg, da es wie eine "Atempause" wirkt und die Spannung hierdurch noch weiter aufgebaut werden kann. Ausserdem wird der Rezipient dadurch nochmals in die Lage versetzt, sein eigenes Bild von der Lage selbständig weiter zu ergänzen und blickt im Plot letztlich besser durch.

Ein anderes Beispiel mögen die vielen Exkurse sein, die in der Erzählung eingebettet sind. Diese sind thematisch oftmals philosophisch oder politisch (geschichtlich) angehaucht. Diese zahlreichen Exkurse mögen für so manchen Hörer mit dem Wunsch, nach einem ungestörten Fluss der (Kriminal-)Handlung, stark kollidieren. Aber nur durch solche gedanklichen Ausflüge eröffnet sich dem Zuhörer das Mittelalter lebendiger zu erfahren - es ist einfacher das ganze nachzuvollziehen, wenn man weiss, mit welchen Dingen sich das soziale und das politische Bewusstsein der Leute im Mittelalter beschäftigte.

Überhaupt wird in dem Hoerspiel allgemein sehr viel erzählt. Im Falle dieser Produktion finde ich das aber nicht im geringsten als ein Nachteil zu bewerten. Im Gegenteil, der Ich-Erzähler macht seine Sache so gut, dass man sich schnell im Wohlklang seiner Stimme in das Treiben der Handlung verliert.

Nun noch ein paar Worte zur Geschichte an sich: Jedem der unter "Der Name der Rose" einen Krimi a la Miss Marple oder Sherlock Holmes erwartet sollte gewarnt sein. Das Werk wurde nicht von Agatha Christie oder Arthur Doyle geschrieben sondern von Umberto Eco! und dieser wurde nicht durch Krimis bekannt. Er lässt seine eigenen Stile miteinfliessen. Wer sich aber darauf einlässt, wird einen hochspannenden Mittelalter Thriller erleben!

Ich finde Umberto Ecos (unter den Rezensenten nicht umumstrittenes) Werk und die darauf basierende Hoerspielproduktion sehr gelungen. Auch wenn die Rose ein paar Dornen hat, ist und bleibt sie eine schoene Rose. (Autor/in)


Langweiliger historische Kriminalroman
Das Buch ist wenig mit fesselner Spannung versehen. Für jemand, der die lateinische Sprache/Schrift nicht kann, dem rate ich von diesem Buch völlig ab. Es sind zu viele Sätze in Latein ohne Übersetzung eingefügt. (Autor/in)


Entsetzlich
Nach dem ich den Film mit Sean Connery des öfteren gesehen habe und davon mehr als begeistert war, habe ich mich dazu durchgerungen mir das Buch zu kaufen. Bei anderen Romanen hatte ich die Erfahrung das das Buch besser ist, wenn man den Film zuvor gesehen hatte.

Aber das hier stellt alle Regeln auf den Kopf! Das hat hier in meinen Augen nichts mit einem "Kriminalroman" aus dem Mittelalter zu tun, sondern eine um eine Weltanschauung eines Adson von Melk, der im ganzen Herzen zur Kirche steht. Endloses geschwafel über Gott, Kirche und Glauben wie sie ein Adson im 13. Jahrhundert sieht.

Nach den ersten hundert Seiten befinden sich William und Adson gerade mal in der Abtei, der Rest ist nicht mehr als langweiliges Geschwafel über die Kirche. Beispiel: Als Adson und William die Kirche in der Abtei betreten, sinniert der Autor sage und schreibe ACHT Seiten über die Fresken in der Kirche, oh gott... Und anschließend vier Seiten darüber was für ein toller Hecht Ubertin von Casale ist: "Wir standen vor Ubertin, dem großen Ubertin von Casale. Ich hatte schon viel von ihm gehört,..." und dann seitenweise eine Erguss nach dem anderen!

Ich habe es dann irgendwann aufgegeben, weil sich so überhaupt keine Story ergab... Bei diesem Buch fragt man sich wirklich, wieso so etwas grausames als Welterfolg gefeiert wird? Schade um das Geld.

Aber den Film liebe ich immer noch, weil der sich auf die eigentliche Geschichte des Buches beschränkt! (Autor/in)


DerKampf des Mittelalters um die Zeitlosigkeit der Zeit
Baskerville und Adson - letzterer ohne es zu ahnen und sein Leben lang, ohne es wirklich zu begreifen - haben sich aufgemacht, die Zeitlosigkeit des Mittelalters in Form einer dunklen Abtei zu besiegen. Der scheinbare Erfolg des Briten, der sich auf die Freiheit der Antike besinnt, um die Unfreiheit seiner Zeit zu überwinden, kehrt sich ins Apokalyptische und erst aus der Niederlage der Moderne vor der Brutalität des Mittelalters erwächst am Ende ihr eigentlicher Triumpf. Das Buch um das es (William)geht, verbrennt und ist verloren. Dennoch siegt sein Geist. Es ist ein totaler Sieg, wie immer wenn er total ist, keiner für die Menschen, sondern einer für die Sache. Baskerville muß scheitern. Er weis dies und ist dennoch unendlich traurig über den Sieg seiner Sache, denn diejenigen, die er überzeugen wollte, gehen im Feuer der Abtei gleichsam mitsamt ihren Ideen unter. So wird aus einem Krimi ein Dokument des Übergangs zur Neuzeit oder ist dieser Übergang vielleicht der eigentliche Krimi? Adson weis es nicht, Eco vielleicht, der Leser jedenfalls nur dann, wenn er nicht aufgibt und den Film (ein Blick durch das Schlüsselloch des Romans) nicht voranstellt. William jedenfalls genießt sowohl den Untergang, wie auch den Sieg und sein Leiden ebenfalls, denn es zeigt, die dumpfe Zeitlosigkeit ist besiegt.


Sehr verwirrend, dennoch spannend
Dieses Buch hält das, was sein Ruf verspricht. Ob vor oder nach dem Kinobesuch zur verfilmten Version, es liest sich ganz gut. Es ist nichts für diejenigen, die eben mal zur Unterhaltung leichte Lesekost suchen. Die Gedankengänge der Mönche sind scharf und zugleich verworren genug, um das Lesen teilweise zur Anstrengung werden zu lassen. Diese Anstrengung lohnt sich deshalb, weil die Geschichte trotz vieler Wirren irgendwie "rund" wirkt. Von den zeitgenössischen Auseinandersetzungen, die ins Mittelalter verbannt wurden (laut Einbandtext) bemerkt man jedoch erst beim zweiten Hinsehen etwas, doch erst dann bemerkt man überhaupt die feine Ironie, die hinter allem steckt. Dann rückt plötzlich auch greifbar nahe, was vorher schon längst Vergangenheit war. Aber zum Lesen sollte man gut ausgeruht und immer wachsam sein, sonst entgeht einem diese Seite der Geschichte. Dieses Buch gehört irgendwie zur Allgemeinbildung und das Lesen läßt sich auch hier nicht völlig durch den Kinobesuch ersetzen. Deshalb finde ich es sehr empfehlenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Einblick ins Mittelalter
Umberto Eco vermittelt in diesem Buch einen tiefen und glaubwürdigen Eindruck des Mittelalters. Nicht nur seine detaillierten Schilderungen von Gebäuden und Landschaft ziehen einen in den Bann. Man lernt auch viel über den ganz speziellen Wahnsinn des Mittelalters. Die Lebensphilosophie, die Symbolik und wie die Psyche der Menschen darauf reagierte. Bruder William, der Emittler im Mordfall, repräsentiert die langsam einsetzende Aufklärung. Er geht den Fall mit deduktiver Logik und gesundem Menschenverstand an. Wahrscheinlich ist seine eigentliche Rolle, die eines Vermittlers zwischen Leser und Mittelalter.

Aber eigentlich ist die Kriminalgeschichte drumherum gar nicht so wichtig. Die zwischenmenschlichen Verhältnisse im Kloster sind viel, viel interessanter. Die vollkommen andere Lebenseinstellung des Mittelalters kommt gerade in diesem Bereich besonders gut rüber.

Ich halte die vielen lateinischen Zitate nicht für einen Fehler. Ganz im Gegenteil. Ohne sie würde das Buch viel von seiner Authentizität einbüssen. Die lateinische Sprache war in dieser Zeit lebensbestimmend für einen Mönch. Man muss auch nicht unbedingt alles verstehen. Die meisten dieser Zitate sind nur würzende "weise Worte" oder die Bedeutung ergibt sich aus dem Kontext(genau wie früher im Lateinuntericht ;-)). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Sie haben den Film gesehen? Ein Grund mehr für das Buch!
Meist kommt der Film schlecht weg, wenn man das Buch dazu gelesen hat. In diesem Fall sieht es anders aus: Selten hat die Lektüre eines Buches so gut den Film dazu ergänz, vervollständigt, perfektioniert! Es macht Spaß mit dem Bild von Sean Connery im Kopf die Geschichte erneut zu erleben - und zu stauen in wievielen Punkten der Film nur beeindruckend anreißen konnte, was das Buch in aller packender Detail-Liebe ausführt. Nebenbei: William von Baskerville soll angeblich eine Anspielung an den wissenschaftshistorisch bedeutsamen Empiristen Francis Bacon darstellen, der versucht, Wege aus einer mittelalterlichen - wie die Aufklärung sagen würde - "Unmündigkeit" in eine aufgeklärte Neuzeit aufzuzeigen... Ein aus kriminologischer, geschichtlicher und theologischer Sicht atemberaubend spannendes Buch.


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