|
Das DruidCraft Buch: Die Magie der Wicca und Druiden
 |
 |
 |
 |
Das DruidCraft Buch: Die Magie der Wicca und Druiden
von Philip Carr-Gomm Kamphausen 2010-03
Broschiert 211 Seiten ISBN: 3899012933


Kommentare und Bewertungen: Diskussion zu diesem Buch eröffnen
Anleitung zum Experimentieren
    
"DruidCraft ist kein Handbuch, sondern eine Anleitung zum Experimentieren", sagt Philip Carr-Gomm sinngemäß im Interview, das den abschließenden Teil des Buches bildet - und als solche kann man es wohl als gelungen betrachten. Das ursprünglich als Roman geplante Buch, aus dem dann doch ein Sachbuch wurde, sucht nach Wegen, die beiden wohl bekanntesten Ströme des Neopaganismus, Druidentum und Wicca, miteinander in Einklang zu bringen - daher "DruidCraft" als glreichberechtigte Kombination aus "Druidry" und "Witchcraft". Das ist besonders interessant, weil Carr-Gomm bisher wenig bekannte Zusammenhänge in den Ursprüngen der beiden Wege aufdeckt: so waren beispielsweise Gerald Gardner (der "Gründervater" des Wicca) und Ross Nichols (der Gründer des Order of Bards, Ovates and Druids) miteinander befreundet, arbeiteten teilweise auch zusammen, entschieden sich dann aber für unterschiedliche, aber dennoch einander letztendlich ergänzende Schwerpunkte in ihren jeweiligen Richtungen. Das wird klar im Verlauf der sieben Kapitel, die sich mit übergreifenden Themen wie dem Segnen, dem Jahreskreis, dem Heilen und dem Praktizieren von Magie auseinandersetzen.
Präsentiert wird das Ganze in einer sehr ansprechenden Struktur, denn "DruidCraft" hat sozusagen eine "Rahmenhandlung": Der Leser schlüpft in die Rolle eines Schülers der Druidenschule Avronelle. Jedes Kapitel beginnt, nach einem Vers und einer kurzen Einführung, mit einer "Bardengeschichte", meist ein nacherzähltes keltisches Märchen, das das Schlüsselthema des Kapitels vorstellt. Dann folgt ein "Zwiegespräch" zwischen Elidir, der lehrenden Druidin Avronelles, und ihren Schülern, in dem das Thema diskutiert wird - eine alte Form des Unterrichts, die man teils noch in keltischer Poesie wiederfindet. Als dritter Teil folgt eine Übung, also ein Vorschlag für ein Ritual, eine Zeremonie oder einen Segen, die man praktisch ausführen kann, wenn man möchte. Und als vierten und letzten Teil gibt es die "Historie", den theoretischen Unterbau oder Hintergrund des Themas, wo man dann auch einiges zur gemeinsamen Entstehungsgeschichte von Wicca und Druidentum erfährt.
Interessant sind auch die Schlußfolgerungen, zu denen Philip Carr-Gomm bei seinem Vergleich der beiden Richtungen kommt: der Kreis, in dem beide Gruppen arbeiten, ist bei den Wicca eher ein privater, nach innen gerichteter, während das Druidentum eher zum Öffentlichen, nach außen gerichteten neigt. Wicca beschäftigt sich in seinen Ritualen stärker mit dem Prozeß der Schöpfung selbst und der Polarität der Geschlechter, die dabei eine entscheidende Rolle spielt, während das Druidentum sich stärker der Kreativität zuwendet - also eigentlich dem "Kind" oder sichtbaren Ergebnis dieser Schöpfung, beispielsweise den Gedichten, Geschichten und Liedern der Barden. Und so ist der Unterschied zwischen Hexen- und Druidentum dann sozusagen die Wahl zwischen Emotion und Intellekt - oder, wie Carr-Gomm es mit subtilem Humor ausdrückt: "Druidentum ist das Wohnzimmer und Wicca das Schlafzimmer - und beide gehören zur gleichen Wohnung."
Das Buch hat ein gefälliges Layout, ist sorgfältig lektoriert und korrekt übersetzt. Wer hier ein fertiges Handbuch für eine neue Richtung mit fertigen Ritualen und Unmengen von Vorschriften erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein, es ist eher als Grundlage und Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen zu sehen - aber als solches ist es durchaus inspirierend zu lesen.
(Autor/in)
Neue Wege alter Traditionen
    
DruidCraft - das ist der Begriff für einen neuen Weg, die schöpferische, intuitive Kraft der Wicca und das überlieferte, intellektuelle Wissen der Druiden zu vereinen.
Anhand vieler Gemeinsamkeiten, aber auch der Unterschiede, erklärt Philip Carr-Gomm wie gut sich beide Traditionen ergänzen und einer lebendigen, wenig strukturierten Spiritualität Raum geben.
Nach einer Einführung und Darstellung der Wicca und des Druidentums, beginnt jedes Kapitel mit einer Barden-Geschichte zu einem bestimmten Thema. Im Anschluß folgt ein Dialog zwischen einem Novizen und seiner Lehrerin. Dazu werden Rituale aus beiden Traditionen vorgestellt.
Dieser Aufbau, sowie die bildreiche Sprache des Buches, die Gebete, Segen und Gedichte haben mich auf verschiedenen Ebenen erreicht. So kann jeder seinen eigenen Zugang zu "Druidkraft" finden.
Philip Carr-Gomm, das Oberhaupt des größten Druidenordens der Welt, hat die Begabung alte Weisheiten in die heutige Welt zu transferieren und er ermutigt dazu, sich nicht zu lange mit "vorgefertigter" Spiritualität zu befassen, sondern mit Intuition und Kreativität dem eigenen Weg zu folgen.
Die vermittelten Lehren und Rituale sind im heutigen Leben anwendbar und können schöpferische Kreativität fördern und Heilung bewirken.
Ein wunderbar lebendiges Buch für alle an Naturspiritualität Interessierten! (Autor/in)
eigenen Kommentar schreiben, bzw Diskussion eröffnen
|
 |
 |
 |
 |
|
Impressum
|