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Effi Briest
von Theodor Fontane Hamburger Lesehefte Verlag 2009-02-01
Taschenbuch 261 Seiten ISBN: 3872911708


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Insgeamt ein gutes Buch, allerdings mit zu vielen Details.
  
Ich finde, das Buch "Effi Briest" von Theodor Fontane ist eigentlich recht interessant. Doch meiner Meinung nach sind viele Sachen (z.B. Beschreibung des Hauses in Hohen-Cremmen) viel zu ausführlich beschrieben, was dazu führt, das einem das Buch schnell langweilig vorkommt.
Das Duell
    
Theodor Fontane wurde erst sehr spät in seinem Leben als Romanschriftsteller erfolgreich und bekannt. Am bekanntesten wurde er dabei wohl mit der Geschichte der ?Effi Briest". Die Fabel dieses Romans hat ihre Quelle in der Wirklichkeit. Fontane - der auch lange als Journalist gearbeitet hatte - griff eine Zeitungsmeldung aus dem Jahre 1886 über ein Duell zwischen einem preußischen Offizier und einem Amtsrichter auf. Der Anlass war die Liebesaffäre zwischen dem Offizier und der Frau des Amtsrichters, Elisabeth von Ardenne. Damit hatte Fontane sein Thema, wobei er den Schwerpunkt auf die Darstellung der Persönlichkeit der Hauptfigur - Effi - legt. Fontane gelingt damit eine der beeindruckendsten Darstellungen des Schicksals einer Frau in der deutschen Literatur. Der Inhalt sei hier nur kurz skizziert: Die 17-jährige Effi verlobt sich mit dem Landrat Geert von Instetten, der immerhin über 20 Jahre älter ist und früher ein Auge auf Effis Mutter geworfen hatte. Die lebhafte Effi langweilt sich im Haushalt Instettens tödlich, zumal er ihr auch nur wenig Aufmerksamkeit zukommen lässt. Auch die Geburt einer Tochter ändert an der für Effi betrüblichen Situation wenig. Erst ein schneidiger junger Offizier namens Crampas bringt ihre Gefühle in Wallung und Frauen, die sich langweilen, sind ja fast zu allem bereit. So hat sie eine kurze, aber heftige Affäre mit ihm und diese fast schon vergessen, als nach Jahren Instetten die Liebesbriefe von Crampas an Effi findet. Er duelliert sich mit Crampas, erschießt diesen und lässt sich von Effi scheiden, die Tochter bleibt bei ihm. Effi - die Ehebrecherin - gerät in gesellschaftliche Isolation und stirbt schließlich verzweifelt und schwermütig. Fontane gelingt im Roman eine Darstellung Effis, die sie sehr sympathisch macht u d sie eher als Opfer gesellschaftlicher Konventionen und starrer preußischer Ehrbegriffe zeigt, denn als ?Familienzerstörerin". Neben der sehr subtilen Gestaltung dieser Frauengestalt ist vor allem die Prosa Fontanes zu loben - nicht umsonst hat Thomas Mann von sich behauptet, seine literarische Grundbildung bei Fontane erhalten zu haben. Dieses Werk gehört meines Erachtens zum Kanon deutscher Literatur - man muss es gelesen haben. (Autor/in)
Lang, lang ist's her ...
   
Effi Briest ist ein Klassiker und es ist sicher gut und lehrreich, ihn gelesen zu haben. Doch die Zeiten und mit ihnen die Menschen ändern sich, das zeigt sich auch und besonders in der Literatur. "Madame Bovary" ist vergleichsweise spannender und in den erotischen Anspielungen frecher als die gute, sich in detailreicher Sprache hinschleppende Effi Briest. Über lange Strecken habe ich mich (ich muss es zugeben) gelangweilt, obwohl ich durchaus gerne Romane des 19. Jahrhunderts lese, schon aus zeithistorischen Gründen. Effis Leben, ihr Denken und Handeln, sind sehr weit weg von dem unseren, wenngleich das Problem der Untreue und Eifersucht, des Suchens nach einem anderen, einem aufregenderem Leben, durchaus nicht "veralten" kann. Ich gebe vier Punkte, weil ich einem so berühmten Klassiker nicht weniger zugestehen kann, ohne mich lächerlich zu machen. Aber ein so mitreißendes Buch wie die "Buddenbrocks" oder "Madame Bovary" ist es sicher nicht.
trauriges Buch
 
Die Geschichte einer jungen Frau, welche sich nicht allzugut entwickelt.
Damaliges Gesellschaftsbild wird gezeigt. Sehr trauriges Buch meiner Meinung nach. Irgendwie sehr deprimierend. (Autor/in)
Schullektüre, ausschweifend geschrieben und simples Thema.
  
Ich musste Effi Briest für die Schule lesen und kann sagen es ist eins der ausschweifensten Lektüren die ich je für die Schule lesen musste.Das Thema ist jedoch schnell schlüssig und ein guter Diskussionsansatz. (Autor/in)
Mein Beileid an alle die es lesen müssen

Ich kann nur jedem der es freiwillig lesen will, davon abraten. Das Buch ist sehr langweilig geschrieben, alles ist sehr langgezogen und während die beschreiberischen, drögen Passagen nicht aufhören wollen, sind die interessantere Stellen sehr kurz gekommen. Im allgemeinen ist die Story eher eine Alltagsgeschichte ohne wirklich besondere Vorkomnisse, die dieses Buch interessant machen würden.
Wer es dank Zentralabi lesen muss tut mir Leid. Ich musste dieses Schicksal auch erleiden. (Autor/in)
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Es gibt sicher bessere Ausgaben, aber die hier ist eben günstig. Der Inhalt...wenn mans nicht Lesen muss, sollte man es auch bleiben lassen ;) (Autor/in)
Wegwerfheftchen oder Lektüre??
  
Ohne näher auf die Inhalte des Romans eingehen zu wollen, muss ich unbedingt einmal eines über diese Ausgabe loswerden:
Das Papier ist totaler Mist!
Zurzeit lese ich Effie Briest in der Schule und wir haben diese Ausgabe angeschafft. Da wir mit ihr arbeiten und auch mal etwas anstreichen und wichtige Stellen markieren, hat sich gezeigt, dass man das mit diesem Büchlein wohl nicht machen sollte! Die Seiten sehen ziemlich schlimm aus und ich kann nur jedem raten:
1. Kauft euch die "Effie Briest" - der Roman ist wirklich äußerst interessant und genial abgefasst
2. Kauft euch auf gar keinen Fall diese Ausgabe!!!! Ihr habt an jeder anderen mehr Freude. (Autor/in)
Zuverlässige Ausgabe
    
Die Ausgabe der "Effi" in den "Hamburger Leseheften" bietet meines Wissens den günstigsten Text auf dem Markt.
Der Text ist klar gegliedert, das Schriftbild ist ausgesprochen angenehm und das Bändchen liegt mit seinen 264 Seiten und dem flexiblen Einband gut in der Hand. Dabei ist das Heft durchaus robust genug, dass es mehrere Schuljahre durchhält (selbst erprobt).
Außer einem knappen Nachwort bietet diese Edition eine Zeittafel zu Leben und Werk Fontanes sowie 10 Seiten Worterläuterungen, die durchaus ausreichen. Somit erfüllt dieses Heftchen genau das, was es verpricht: es stellt einen qualitativ hochwertigen, zuverlässigen und preiswerten Text für die Schule zur Verfügung. Leider ist nirgends vermerkt, welche Edition dem Text zugrunde liegt. (Autor/in)
Liebevoll erzaehlte Lebensgeschichte
  
Die meisten Jugendlichen werden den Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane wohl nicht freiwillig lesen, sondern in der Schule als richtungsweisenden Roman mit besonderer Erzaehlperspektive vorgestellt bekommen. Dementsprechend haelt sich meistens auch die Begeisterung in Grenzen. Der Roman erzaehlt die Geschichte der Effi Briest, die jung verheiratet wird und damit nicht klarkommt. Das Thema ist heutzutage sicherlich nicht mehr interessant, war zur Entstehungszeit des Romans jedoch hochbrisant. Dies stellt auch das groesste Problem dieses Buches dar. Viele Dialoge und auch Schilderungen wirken voellig veraltet. Szenen, die heute in jedem Kinderprogramm zu sehen sind, hat Fontane (aus Scham) weggelassen. So erschliest sich die Geschichte fuer viele Leser erst nach einigem Nachdenken. Genauso muss er wie ein Spuerhund Andeutungen nachgehen, um alles verstehen zu koennen. Erzaehlerisch wird Fontane zu Recht gelobt. Der Erzaehler wirkt nicht so aufdringlich wie in vielen heutigen Bestseller-Romanen, die Figuren werden sehr gut entwickelt, man kann sich ein Bild von ihnen machen. In gewisser Weise ist der Roman sogar abwechslungsreich. Mag man derartige Literautur, ist "Effi Briest" sicherlich empfehlenswerter als aktuelle "Kitschromane" a la Rosamunde Pilcher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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