Ähnliche Bücher:
|
Finderlohn und andere Stories
 |
 |
 |
 |
Finderlohn und andere Stories
von Susanne Henke Books on Demand 2008-10-08
Broschiert 88 Seiten ISBN: 3833465360


Kommentare und Bewertungen: Diskussion zu diesem Buch eröffnen
Im Netztwerk des Miteinander
    
Wie geht das zu mit uns in dieser schnellen Zeit? Sind wir noch einigermaßen da, oder treibt uns schon alle miteinander etwas um, das nicht zu fassen wäre, zu fassen ist?
Susanne Henke beobachtet ziemlich gut und genau und weiß zu berichten, abzuwägen, zuzulangen, wo es nottut. Und am Ende verblüfft meist der abgrundtiefe Abgrund einer abenteuerlichen Einbildung in ihren Erzählungen, oftmals erschrickt aber die Realität wie im Leben.
Da bräuchten wir nicht mehr zu lesen, denkt so manche(r) jetzt, wir müßten nur den Fernseher täglich (stündlich!) einschalten, das würde genügen?
Doch fehlgedacht, das hier birgt etwas mehr, denn alle Geschichten könnten ausgeweitet werden, hätten dann etwas mehr noch von unserem ganzen Leben, das übrigens wirklich immer hektischer zu werden droht (vielleicht wegen der Erwärmung?).
Erwärmen wir uns also wieder an den Kurzgeschichten voller Empathie und Beweglichkeit, voller Kraft, Wärme und Distanziertheit. Hier bringt eine junge Dame ihr Können zu Papier, der man wünschen möchte, daß ihr wahres Leben ebenso farbig, doch weiterhin relativ behütet sich gestalten mag.
Ein "Loslassen" und zur Ruhe kommen mag dann der Wunsch für eine spätere und gute Zukunft sein. (Autor/in)
Weitere bissige Kurzgeschichten
   
Susanne Henke bringt nach "Bissige Storys für boshaft Leser" weitere Kurzgeschichten auf den Markt. Wurde bereits das erste Buch in den Medien gefeiert, so fand ich die neuen Geschichten insgesamt sogar besser. Henkes Kurzgeschichten sind durch die Bank bitter böse Erzählungen, die die Ironie - um nicht zu sagen Boshaftigkeit - des Lebens demonstrieren. Der Vergleich mit Roald Dahl drängt sich bis zu einem gewissen Grad auf, wenngleich Dahl in einer anderen Liga spielt. Dennoch ist es ein unterhaltsames und kurzweiliges Buch.
Vom Stil erinnert Henke ein wenig an Martin Sutters "Business Class". Wer Sutters Buch mochte wird an Henkes Erzählungen seine helle Freude haben. Sie ist noch bissiger als Sutter und sprachlich steht sie ihm hier um nichts nach. (Autor/in)
nicht wirklich überzeugend
 
Als ich so die erste Geschichte gelesen habe, dachte, ich, wow, das ist doch mal originell. Aber leider fehlt es dann an Abwechslung, es ist immer das gleiche Muster, nach dem die Stories gestrickt sind. Man weiß einfach zu früh, wie das Ganze ausgeht und das ist dann auf die Dauer doch etwas langweilig, schade. Wer so was wie Roald Dahl erwartet, wird ziemlich enttäuscht sein. (Autor/in)
Sie hat es wieder getan!
    
Nach ihrem preisgekrönten Debut "Bissige Stories für boshafte Leser" stellt Susanne Henke mit "Finderlohn und andere Stories" erneut unter Beweis, dass sie eine Meisterin des bitterschwarzen Humors ist.
Ein Mann ist zu einer Mittwommernachtsfeier gefahren, während seine Frau mit Fieber allein daheim blieben musste. Nun überlegt sie, wie sie dafür sorgen kann, dass er bei seiner Rückkehr ein schlechtes Gewissen hat. Es gelingt ihr nur leider viel zu gut.
Schrecklich, was Thorsten beim Zahnarzt mitmachen muss, damit Verena ihn heiratet. Doch mit dem neuen Zahn kommt auch die Erkenntnis, was er von dieser Hochzeit wirklich hält.
"Loslassen", so der Titel eines Lebensratgebers, kann man nicht nur im übertragenen Sinne. Das stellt Hendrik fest, nachdem er von Frauke stundenlang über die Buchmesse geschleift wurde und mit den Nerven am Ende ist ...
Ganz bestimmt nicht "loslassen" werden den Leser die 13 bissig-pfiffigen Stories von Susanne Henke, in denen Schadenfreude der Extraklasse zelebriert wird. (Autor/in)
Wer andern eine Grube gräbt...
    
Das Schicksal lauert im Kaufhaus, im Immobilienbüro oder im Call-Center. Es wartet auf Loser und Möchtegerne und schlägt in einem knappen, lakonischen Satz zu. Mit diesem einen Satz vereitelt die Autorin wie im Vorübergehen Rachegelüste, Lebenspläne und Hoffnungen ihrer Protagonisten.
Susanne Henke versteht es, in ihren 13 bösen Geschichten auch beim Leser leise Mordgelüste zu wecken, wenn sie dicke Frauen vorführt, deren Kajalstrich im Teiggesicht markiert, wo einst die Augen waren, oder fade Männer, die aussehen wie zu oft gewaschene Pullover und in Männer-Selbsthilfegruppen waidwund ihren ungeliebten Namen in den Wald hineinrufen. Wer wissen will, was passiert, wenn man schwule Heiratsschwindler erpresst, nachtblind auf Einbrecher ballert oder Ratgeber mit dem Titel ?Loslassen? zu ernst nimmt, sollte sich schleunigst ?Finderlohn und andere Stories? von Susanne Henke zulegen, die bereits in ihrem ersten Buch ?Bissige Stories für boshafte Leser? bewiesen hat, dass sie den Alltag mit beißend-satirischem ?Zuckerguss? zu überziehen weiß.
(Autor/in)
eigenen Kommentar schreiben, bzw Diskussion eröffnen
|
 |
 |
 |
 |
|
Impressum
|