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Systemtheorie: Systemtheorie 1. Grundlagen: Eine Einführung in die Grundprobleme der Theorie sozialer Systeme: I (Uni-Taschenbücher S)
von Helmut Willke UTB, Stuttgart 2006-02-01
Taschenbuch 272 Seiten ISBN: 3825211614


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Einführung in eine Theorieschule
    
Die Systemtheorie hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einem hoch komplexen Theoriegebilde entwickelt. Einer ihrer Hauptvertreter, der Bielefelder Professor Helmut Willke, legt hier die Grundlagen dieses Modells dar. Zunächst referiert er die historischen Hintergründe der Theorie, um sich dann ihren grundlegenden Annahmen zuzuwenden. Zunächst steht das Grundprinzip der Systemtheorie im Mittelpunkt, das Verständnis der Welt als eine Konstellation von selbststeuernden Systemen. Ihre Selbstdefinition und ihr Verhältnis zur Umwelt werden ebenso beschrieben, wie die Idee der Selbststeuerung. Dann wendet sich Willke der Entstehung von Systemen zu und beschreibt, wie sich diese durch steigende Komplexität von quasi-Systemen ausgehend entwickeln. Schließlich wendet sich Willke den Unterschieden zwischen der Handlungstheorie und der Systemtheorie zu, zunächst grundsätzlich, dann am Beispiel der Steuerung. Das Buch wird durch ein Glossar der wichtigsten Begriffe abgerundet, was es auch als Nachschlagewerk sehr hilfreich werden läßt. Der Band ist insbesondere auch für Einsteiger sehr zu empfehlen, da er in knapper aber verständlicher Form an eines der zentralen Theoriemodell der Soziologie und Politikwissenschaft heranführt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Verständliche Einführung
    
In diesem dritten Band seiner einführenden Reihe zur Systemtheorie wendet sich Helmut Willke dem Problem der Steuerung komplexer Systeme zu. Zunächst beschreibt er die bekannten Steuerungsmodelle wie Demokratie und Markt, um dann hierarchisch organisierte Steuerung als generell ineffizient zu kennzeichnen. Im zweiten Teil folgen dann detaillierte Ausführungen zum systemtheoretischen Konzept der Medien. ?Medien" sind hier in etwa zu übersetzen mit ?Funktionslogiken", also als diejenigen Konzepte, die der Steuerung einzelner Systeme zu Grund liegen. So heißt etwa das Medium der Politik ?Macht": Ihr Einsatz ist erforderlich, um Ziele des Systems zu erreichen, Macht haben oder Macht nicht haben ist das zentrale Unterscheidungsprinzip im System Politik. Für das System der Wirtschaft heißt das Medium Geld, Wissenschaft steuert sich über das Medium Wissen. Ein zentraler Aspekt dieser Medientheorie ist es, daß damit auch gesagt wird, daß ein System nicht effizient in die Steuerung eines anderen eingreifen kann - die inkompatiblen Medien machen Kommunikation zu einem fast unmöglichen Unterfangen. Daraus resultiert dann auch die angesprochene Ablehnung hierarchischer Steuerung. Wie auch schon die beiden anderen Bände ist auch dieser gut lesbar und leicht verständlich und als Einstieg in die hoch komplexen Theorien Luhmanns und Willkes sehr hilfreich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Ein moderner Klassiker der Systemtheorie
   
Welche theoretische Differenz trennt die Begriffe Handlung und Kommunikation? Es ist schon interessant, mit welchen Mitteln sich die Menschheit in der Welt der Fiktion von ungeahnten Gewohnheiten unterjochen lässt. Helmut Willke stellt trennschaf eine Problemperspektive dar, um dadurch Orientierungen anzubieten, Dissens herauszufordern und damit insgesamt das endlose Geschäft von Wissenschaft produktiv und überraschend zu gestalten. Anders als andere Fantasy-Autoren wie J.R. Luhmann und Stanislav Habermas ist er dabei zwar kritisch, konstruiert aber trotzdem plastisch eine Welt zweiter Ordnung jenseits der Einschränkungen empirischer Wirklichkeit. Ich habe zwar sowohl LOTR, als auch David Eddings "The Belgariad" gelesen, aber das Buch von Willke hat mir am besten gefallen. Ein Must-Read und Must-Have für alle Soziologen, die neben der Wissenschaft offene Augen für Augenöffner haben.Ein Stern Abzug dafür, dass man manches im Buch so auch schon bei Luhmann gelesen hat.
Ausgezeichnet
    
Noch nie habe ich eine derart herausragende und scharfsinnig formulierte Einführung in die Systemtheorie Luhmannscher Prägung in den Händen gehalten. Der Text ist nicht nur problembezogen und empirisch reflektiert sondern ebenfalls begriffsscharf und theoretisch anschlussfähig formuliert. Obwohl diese Einführung didaktisch klug und somit für einen Erstkontakt mit der Theorie brillant konzipiert ist, mag sie auch erfahrene Systemtheoretiker zum Weiterdenken ermutigen. Zu Recht in der siebten Auflage! (Autor/in)
Schlimm schlimm

Der 1. Band dieser "system"-theoretischen Trilogie ist keinesfalls als eine gute Einführung in die moderne soziologische Systemtheorie zu gebrauchen! Das liegt primär am Unverständnis des Autors gegenüber dem Systembegriff Luhmannscher Prägung. Daß Willke nicht genau weiß, was ein System "ist" und wie es funktioniert, ist leicht erkennbar daran, daß er u.a. nonchalant, so aus dem Ärmel heraus, das Wort "Quasi-System" zaubert und eine wirre Vorstellung davon auf mehreren Seiten ausführt. Die Verwirrung manifestiert sich dementsprechend konsequent darin, daß Willke glaubt, man könne Systeme steuern. Um das dann auch noch zu plausibilisieren, werden verrenkenderweise Anleihen bei Akteurtheorien dahingehend unternommen, daß auch noch behauptet wird, Systeme seien Akteure. Vielleicht kann Willke ja mal bei Luhmann ("Einführung in die Systemtheorie, 2002) selbst nachlesen wie alles tatsächlich gemeint ist. Einen Stern (CreditPoint) gibts für die flotte Schreibe. (Autor/in)
Komplexe Theorie verständlich gemacht
    
Im zweiten Band der Einführung in die Systemtheorie beschäftigt sich Willke mit dem Problem der Intervention in komplexe Systeme. Die Systemtheorie konzipiert die Welt ja als ein Arrangement aus selbststeuernden Systemen, die basierend auf ihrer spezifischen Weltwahrnehmung ihre Aktionen steuern. Und da alle Systeme jeweils ihre Umwelt von ihrer inneren Logik her betrachten, ist die Intervention in ein System in ein anderes problematisch. Als Kernproblem arbeitet Willke zunächst die Beobachtung heraus: Sie dient dem Verständnis der Umwelt und liefert die Informationen, nach denen das System sich selbst steuert. Beim Beobachten, so Willke, muß das Beobachtende System allerdings einen blinden Fleck in Kauf nehmen. Denn zum Beobachten gehört das Unterscheiden, Informationen werden danach unterschieden, ob sie zu einer bestimmten Kategorie gehören oder zur gegenteiligen. Der blinde Fleck entspricht somit dem Maßstab, nach dem unterschieden wird, da dieser selbst nicht beobachtet werden kann. Da sich Systeme nach ihrem blinden Fleck unterscheiden haben sie differierende Informationen über ihre Umwelt - zu der ja auch die jeweils anderen Systeme gehören - und demnach wird die Übernahme der Informationen des einen in ein anderes System - was den Kern der Intervention ausmacht - zum Risiko der Inkompatibilität. Willke wendet diese Erkenntnisse dann auf sehr unterschiedliche Bereiche an: Auf die Psychotherapie, auf die Organisationsberatung und schließlich auf das politische System. Das Buch ist gut lesbar und ohne Vorkenntnisse in der Systemtheorie verständlich und gibt trotz der relativen Kürze einen umfänglichen Einblick in diese komplexe Theorieschule. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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