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Der Laden: Roman Trilogie
von Erwin Strittmatter Aufbau-Verlag GmbH 1999-05-10
Gebundene Ausgabe ISBN: 3746654203


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Hervorragendes Buch!
    
Strittmatters Sprache ist einfach und anschaulich; daß diese Sprache "ausreicht", um alles, was er mit scharfem Blick wahrnimmt, darzustellen, überrascht manchmal. Die zum Teil anrührenden und tiefgehenden Passagen, die niemals sentimental oder effekthascherisch wirken, wechseln sich ab mit derb komischen Szenen und nüchternen Beschreibungen der Lebensumstände auf dem Land in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Häufige Exkurse verstärken den Eindruck eines Panoptikums. Alle Bände lassen sich mühelos hintereinander durchlesen, weil man nie genug bekommt von der abwechslungsreichen Art des Autors: Man interessiert sich genausosehr für das, was er von den Dingen hält, wie für die Dinge selbst. Eins der besten und klügsten Bücher, die ich je gelesen habe. Meiner Ansicht nach viel zu gut, um verfilmt zu werden!
Einfach nur gut zu lesen.Sehr unterhaltsam geschrieben.
    
Strittmatter ist unbestritten einer der bedeutensten Autoren der deutschen Literratur des letzten Jahrhunderts.Die Trilogie "Der Laden" gehört zu den deutschen Werken die man einfach gelesen haben muß.Trotz des Umfangs von durchschnittlich 700 Seiten pro Band ist sehr kurzweilig und vergnüglich zu lesen, da Strittmatter's Sinn für Humor und seine Begabung eine bildliche Darstellung der Geschehnisse,Land und Leute auf das Papier zu bringen einen außenstehenden Betrachter unweigerlich involviert.Es mag abgegriffen klingen, aber es macht in der Tat Lust auf mehr.
Eine sehr schöne und lustige Lebensgeschichte des Autors.
    
Erwin Strittmatter einer der besten Autoren der ehemaligen DDR, schreibt hier seine Lebensgeschichte auf. Es ist ein sehr lustiges Buch. Sehr einfach zu lesen und gut verständlich. Würde ich nur jedem Leser empfehlen. Der 3-Teiler wurde auch verfilmt und lief zur Zeit auf ARD und ARTE.Mit eines der besten Bücher von dt. Schriftstellern.
Der Loaden
    
Was mich an diesen Büchern besonders fasziniert hat, ist nicht nur die mitreißende Erzählkunst Erwin Strittmatters, sondern besonders auch der Bezug zu meiner Heimat.
Bohsdorf (im Buch Bossdom) liegt nicht weit entfernt und man kann mits Rad zu den Orten der Kindheitserzählung trämpeln (siehe www.strittmatter-verein.de). Viele Orte kommen einem sehr bekannt vor, wie Grodk (Spremberg), Chosebuz (Cottbus), Däbern (Döbern)...
Insbesondere die Sprache hat es mir angetan. Für manchen mag es schwer sein, die wendschen Dialoge zu verstehen - ich habe sofort Menschen aus meinem Umfeld im Ohr, die heute noch genau so reden. Ob Loofen, ausheessen oder schloafen - meine Oma hat auch so gesprochen.
Beantworten kann man sich mit diesem Buch auch die Frage, warum denn damals keiner was gegen den aufkommenden Nationalsozialismus getan hat. Jeder lese selbst, wie die einfache Bevölkerung mehr mit sich selbst beschäftigt war, bzw. die politische Lage als verworrene Nebensache betrachtete. Meinungen, die man von jemandem, den man achtet, gehört hat, wurden als eigene Meinung übernommen und als bewiesen erachtet. Ich hoffe, wir sind da etwas weiter?!
Teilweise anstrengend zu lesen, insbesondere auch wegen der Länge, aber sehr empfehlenswert. Und nicht das Buch "Grüner Juni" verpassen! (Autor/in)
I c h
    
... habe vor Jahren alle 3 Bände mit Begeisterung gelesen. Bin vollkommen abgetaucht in diese vergangenen Welten und sie haben mich seitdem nicht wieder losgelassen. Strittmatter ist einfach ein toller Erzähler. Auch der Film hat mich nicht enttäuscht, was ja sehr oft der Fall ist. Im Gegenteil - obwohl stark gekürzt, gibt er sehr gut die Stimmung und Atmosphäre wieder, vor allem durch Esau Matt als Ich-Erzähler. Sehr berührend die Liebesszenen! Die Musik ist einfach zauberhaft sowie Licht und Kameraführung, nicht zu vergessen die Schauspieler. hier vor allem Jörg Schüttauf, Dagmar Manzel sowie der erwachsene Esau Matt haben mir sehr gut gefallen. Eine rundum gelungene Verfilmung der Trilogie. (Autor/in)
Neurotischer Niederschlesier erzählt gern vom listigen Augsburger
  
Seine Lebensgeschichte als Esau Matt ist 90% wahr und 10% erfunden - so der Autor. Strittmatter gibt hier autobiografische Schilderungen zum Besten, die durch humorvolle Formulierkunst das pralle Leben in der Lausitzer Heide zur Zeit seiner Jugend (Band I und II ca. 1917-1928) auf gut 1000 Seiten ausmalen.
Man taucht anfangs gerne ein in diese - nicht besonders heile - Welt mit den ihr zugehörigen, putzigen Dialektadaptionen.
Doch dieses deftige Bauernomelett erweist sich literarisch als Binsen-gespickte Magerkost. Der kleine Junge Esau hat damals seinen Gott gleichen Großvater angehimmelt, und nun mimt Strittmatter selbst den unanfechtbaren Bescheidwisser in derselben Rolle. Pseudophilosphische Lebensweisheiten durchwuchern die Handlung wie ein Pilzmyzel, was gewaltig nervt. Offenbar wegen dieser Eigenschaft hat ihm die "Lebensgefährtin" den Ehrentitel "neurotischer Niederschlesier" verliehen, den er mit Stolz fast ebenso häufig erwähnt wie seine Bekanntschaft mit dem "listigen Augsburger" Bert Brecht. (Besonders peinlich wirkt hier beider Verachtung des "weibischen Thomas von der Trave" = Th.Mann.)
Die für sein damaliges DDR-Publikum komponierte Lesekost geizt ferner nicht mit diversen onkelhaft-witzigen Seitenhieben auf die Zustände der Vor-Wendezeit; Schwafeleien, die wohl als beifallheischendes Ranschmeissen an eine Ziel-Leserschaft beabsichtigt waren, welche bereits eine innere Distanz zum Regime aufgebaut hatte.
Strittmatters Erinnerungen haben nicht den Charakter eines Entwicklungsromans sondern stellen aneinandergereihte Episoden aus Familie und dörflicher Umgebung dar. Die handelnden Personen werden trotz der Länge des Buches nie zu differenzierten Charakteren herausmodelliert, alle spielen ihre Rolle eher holzschnittartig. Dies gilt auch für den Ich-Erzähler, dessen eigentliche Befindlichkeit bis zum Schluss nie recht deutlich wird. Außer ihm und dem Großvater erscheinen im übrigen die Akteure grundsätzlich in ungünstigem Licht und erfahren eine spöttische Charakterisierung. Selbst die Eltern und Geschwister werden letztlich als stimmungsvolle Komparserie für seine Bauernbühne benutzt.
Alles in allem ein bisschen enttäuschend, aber die Fans von Asterix und Obelix mögen es wohl so ... (Autor/in)
Strittmater eben....
    
Das ist die Sprache der Menschen, die der Strittmatter da benutzt. Ohne Verschnoerkelungen und Hochsprache. Das hat mich schon immer an ihm fasziniert. Wie kann er nur so schreiben das man fuehlt er saesse er vor einem, mit einer Tasse Tee in der Hand und spraeche mit einem? Ich liebe seine Erzaehlungen, weil sie so nah an der Wirklichkeit sind. Dabei sind sie durchzogen von Ehrlichkeit und Direktheit. Er schreibt, wie die Dinge wirklich sind. Ich verschlinge schon seit ich 12 Jahre alt bin(Tinko und Pony Pedro) seine Buecher und lese sie immer und immer wieder. OLE BIENKOPP stellte den Inhalt meiner Abschlussarbeit meines Studiums dar und seine WAHRE GESCHICHTEN ALLER AR(D)T regen mich regelmaessig zum nachdenken an. Ich hoffe, eines Tages einmal alle seine Buecher mein eigen nennen zue koennen. Ein absolut brillianter Schriftsteller, Strittmatter eben! (Autor/in)
Wundervolle Erzählung, die einen nicht mehr los lässt.
    
Bis zur Wiedervereinigung war der Name Erwin Strittmatter nur eingeweihten Bücherwürmern ein Begriff. Er galt als Volksschriftsteller der DDR und wurde im Westen nur selten gelesen. Anders als Strittmatters enger Freund Bertold Brecht, der auch im Westen ein literarischer "Star" war und ist. Strittmatters Werk wurde oft als schlichte Belletristik abgetan und seine unpolitische Haltung sorgte dafür, dass er als Freund des Regimes galt. Seit 1990 denken viele Leser anders darüber. Strittmatter erzielte schon vor der Grenzöffnung Auflagen, von denen selbst erfolgreiche Schriftsteller nur träumen können. Seine Werke wurden in zig Sprachen übersetzt. Aus der Vielzahl seiner Veröffentlichungen ragt "Der Laden" noch ein Stück heraus. Die Geschichte von Esau Matt, seine Kindheit in Bossdom und Spremberg. Die Beziehung zu seinem sorbischen Großvater und den Eltern. Das Überleben des Krieges. Dazu Tausende von Mosaiksteinchen, von der ersten Liebe bis zu Schulerlebnissen, die ein Bild der Bevölkerung und der Lebenssituation in den Jahren zwischen den Kriegen und danach zeichnen, wie es so detailgetreu und liebevoll in kaum einem anderem deutschen Romanstoff zu finden ist. Immer wieder findet man Parallelen zur eigenen Kindheit. Es ist atemberaubend, festzustellen, wie sehr der Schriftsteller frühe Erlebnisse und ihre komplizierte Gefühlswelt derart fesselnd und genau wiedergeben kann. Strittmatter ist ein genialer Erzähler. Vielleicht der beste, wenn auch nicht bekannteste, deutsche Erzähler des 20. Jahrhunderts. Wer seine Geschichte liest und sich von ihr einfangen lässt, der legt die Bücher über den Laden nicht mehr aus der Hand. Strittmatter schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen glauben macht, man wäre selbst dabei gewesen. Ein Zauber, den nur die wenigsten Bücher vermitteln können. Würde heute eine derartige Romantrilogie erscheinen, sie wäre in kürzester Zeit zum "Kultbuch" avanciert. Die Geschichte Esau Matts fasziniert dabei nicht nur diejenigen, die sich noch an die Zeit zwischen den Kriegen erinnern können. Im Gegenteil: Wer nicht dabei war, der kann hier lernen und verstehen. Aber vor allem: Einfach nur zuhören. Denn wenn Strittmatter erzählt, dann blendet man alles andere aus.
Last not least ist die Trilogie ein Hingucker im Bücherregal. Bei mir steht sie da aber nicht immer komplett. Hin und wieder schnappe ich mir einen Band, lese ihn zum zweiten oder dritten Mal, und lasse mich von Erwin Strittmatter in eine andere Welt versetzen...
Die Verfilmung des Stoffs ist ebenfalls hervorragend gelungen und sehenswert. "Der Laden" und Edgar Reitz's "Heimat", das sind für mich die perfekten und unterhaltsamen Lektionen in Deutscher Geschichte, außerhalb der historischen und politischen Geschichte. (Autor/in)
Lieblingsbuch
    
Dieses Buch von Erwin Strittmatter ist nicht nur zu meinem Lieblingsbuch geworden, es ist auch seit Jahren das Lieblingsbuch meiner Grossmutter. Strittmatter ist es gelungen in der 'Familien-Saga' seiner Baeckerfamilie, die kleinen liebenswerten Fehler und Eigenheiten einer jeden Generation aufzuzeigen und jeden Leser damit zumindest zum Schmunzeln zu bringen. Ich hatte bereits nach den ersten Seiten das heimelige Gefuehl, als wuerde ich sein Dorf und die unterschiedlichsten Leute darin ewig kennen. Das ist wohl Strittmatters Art zu verdanken, Charactere in seine Buecher zu zaubern, die mit uns verwandt sind, oder nebenan wohnen oder mit uns in die Schule gingen. Ein grossartiges Buch, dass selbst in der besten Verfilmung nicht wiedergegeben werden kann. (Autor/in)
Ein brilliantes Zeitdokument
    
Ein lesenswertes Dokument aus der Sicht eines Jungen/Jugendlichen/Erwachsenen,der einfühlsam und zugleich niemanden schonend *seine* Welt mit all ihren Problemen und Umständen schildert.
Ein unterhaltsames Buch
   
Habe gerade den ersten Band der Trilogie beendet, musste einfach immer weiterlesen.Erwin Strittmatter schreibt einfach so "von der Seele runter",gibt wunderbar Einblick in die Lebensumstaende der Menschen damals,sehr hart und manches macht sehr traurig,es ist aber auch ein heiteres Buch,man laesst sich halt nicht so leicht unterkriegen.habe oefters Traenen gelacht.
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