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Die Nebel von Avalon

Die Nebel von Avalon
von Marion Zimmer Bradley
Fischer (Tb.), Frankfurt
1999-05-02

Taschenbuch
1117 Seiten
ISBN: 3596282225




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Phantastische Geschichte
Eine phantastisches Buch über König Artus, die Ritter der Tafelrunde und Avalon, das Land der Hohepriesterinnen, Druiden , Feen und Elfen. Spannend bis zum Schluß.


Unvergesslich
"Die Nebel von Avalon" ist die fesselnste Nacherzählung der Artussaga, die ich je gelesen habe. Seite um Seite zieht die Autorin Marion Zimmer-Bradley ihre Leser tiefer und tiefer in ihren Bann, mit jeder Zeile wird man mehr unsichtbarer Zuschauer in einer magischen Welt voller Zauber, Intrige und Religion, einer Welt, in der es noch wahre Ritter gibt. Selten hat mich ein Buch so sehr beeindruckt wie dieses! Die Autorin schildert ihre Figuren so lebensnah, echt und fernab von Glorifizierung und Kitsch, daß man gar nicht umhin kann, mal für diesen, dann für jenen Partei zu ergreifen und einfach mitzufiebern. Die Ich-Erzählerin erscheint so menschlich, ständig hin und her gerissen zwischen Wünschen und Pflichten, ihren eigenen Vorstellungen und den Erwartungen, die an sie gestellt werden, daß ich zumindest nicht umhin konnte, sie richtiggehend lieb zu gewinnen. So gewandt wird da mit Sprache umgegangen, so intensiv sind die Bilder, die beim Lesen entstehen, daß ich zum Schluß gar nicht von dem Buch lassen konnte und nur noch den Wunsch hatte zu lesen. Beim Beenden der letzten Seiten und dem Schließen des Buches hatte ich fast schon das Gefühl, ein paar gute Freunde zu verlieren.


Dieser Roman ist das Beste, das ich je gelesen habe.
Es gibt sehr viele verschiedene Auslegungen der Artus-Sage. Diese ist sehr außergewöhnlich und, wenn man sie gelesen hat, dann hält man sie für die einzig wahre. Wer sich gerne von mystischen & phantastischen Ereignissen verzaubern läßt, hat in diesem Buch ein großes Vergnügen gefunden. Leider endet der Roman sehr tragisch. Doch die Spannung läßt keinen Moment nach, und man kann sich wunderbar in die Erzählperson hineinversetzen.


Ich denke: lesbar ...
Denn ich halte es für völlig legitim und durchaus interessant die Artus Sage aus Sicht der agierenden Frauen zu erzählen. Wenn man die Zeit und die Lust hat, sich auf diese Art mit der Thematik zu beschäftigen (z.B. während kalter, dunkler Winterabende), wird man auch flüssig und halbwegs problemlos durch die mehr als 1000 Seiten kommen. Und mit einer lockeren und entspannten Einstellung (denn es ist ja nur ein Buch), ist auch die stereotype Darstellung der männlichen Einfalt und Plattheit gegenüber der allgegenwärtigen weiblichen emotionalen Intelligenz und Cleverness zu ertragen. Wie gesagt, die Idee ist gut und nachvollziehbar und ich denke, dass es Leserinnen gibt (vielleicht auch den ein oder anderen Leser), die sich darin wiederfinden und bestätigt fühlen. Denn es setzt sich durchaus mit Dingen wie Beziehungen von Menschen zueinander, Lebensinhalten und - zielen, sowie selbstverständlich auch dem Glaubenskonflikt auseinander. Auch spielt Sexualität eine wichtige Rolle. Vornehmlich natürlich die weiblich. Hier sind neben Ängsten vielleicht auch Wünsche und Sehnsüchte verarbeitet, denke ich.
Unterm Strich hat Frau Bradley mir dann aber doch nicht allzu viel zu sagen. Es werden zu viele Fragen aufgeworfen, die immer wieder mit dem gleichen Ansatz "diskutiert", aber nie zu Ende gedacht werden. So scheint es vielleicht unterhaltsam, bleibt aber dennoch belanglos. Auch lässt sich nicht so recht erkennen, wo die von ihr im Nachwort so umfassende Recherche im Buch zur Anwendung kommt. Es ist eine vollständig erfundene und eigentlich gar nicht recherchierte Geschichte, außer der Kenntnis der Artus Sage, ohne die sie sinnlos wäre.
Ich habe "Die Nebel von Avalon" zum Glück auch vor den 3 Büchern der Artus - Chroniken von Bernard Cornwell gelesen, sonst wäre mein Urteil vielleicht noch anders ausgefallen. Herrn Cornwells Verarbeitung der Thematik, so ganz anders wie sie auch ist, ist um ein vielfaches besser durchdacht und erzählerisch wesentlich ausgereifter, so dass jeder, den die Cornwell Bücher so begeistert haben wie mich, wahrscheinlich von "den Nebeln von Avalon" lieber die Finger lassen sollte.
(Autor/in)


Artussage mit Rollenwechsel und Wicca- Philosophie
Die Idee- eine Artussage aus sicht von Morgana, klingt gut. Doch es war nicht nur ein Sichtwechsel, es war ein Rollenwechsel, ein Charakterwechsel. Die Hauptperson Morgana darf natürlich nicht mehr für das Böse stehen. Sie wird zur Kämpferin für den keltischen Glauben, der in diesem Roman zu einem Grossteil aus moderner Wicca Philosophie besteht. Ihr Gegner ist das Christentum, welches einseitig, von seiner Frauenfeindlichkeit, dargestellt wird. Die Königin Guinevere wird zum unsicheren paranoiden Angsthasen stilisiert, ihr Ehebruch zum Magischen Unfall. Aus Merlin wird ein Verräter am Alten- Glauben.
Ich habe mich durch das Buch Gekämpft ohne aufzugeben.
Ja das Buch, gibt neue Perspektiven in die alte Sage. Jedoch nur zu empfehlen für Leser die Esoterik mögen und sich von ein bisschen Männerfeindlichkeit nicht stören lassen.
(Autor/in)


"Die Nebel von Avalon"
Für alle Fantasie- und / oder Avalon-Fans ein Muss. Dieses Buch ist überaus spannend und fesselnd. Und dazu ist es noch sehr dick, so dass man viel länger Spaß und Spannung hat. Fesselnd von Anfang bis Ende. Totale Begeisterung, obwohl ich nicht so der Fantasie-Fan bin. Kann ich nur weiterempfehlen, nicht zögern! (Autor/in)


Artus lebt!
Die Nebel von Avalon

Die Artussage einmal aus weiblicher Sicht erzählt: phantastisch im besten Sinn des Wortes. Prallten in "Die Wälder von Albion" noch römische und keltische Kultur zusammen geht es in "Die Nebel von Avalon" um die Christianisierung Britanniens vs. heidnische Mythologie. Das letztlich keinem der Protagonisten ein "Happy end" beschieden ist, tut der fesselnden Geschichte keinen Abbruch.

Die Insel Avalon droht im Nebel der Zeit zu verschwinden, einzig der alte Glauben der Menschen verbindet die Insel noch mit der Welt. Doch das Christentum breitet sich immer mehr aus und nur noch wenige verstehen sich darauf, die Nebel zu durchfahren. Die Herrin vom See, die Hohepriesterin und ihr Gefolge, setzen ihre ganze Hoffnung auf König Artus.

Die Legende wird aus der Sicht seiner (Halb-)Schwester Morgaine erzählt, eine ganz andere Sichtweise als die landläufigen Heldenepen. Marion Zimmer-Bradley entwickelt eine wunderbare Geschichte um Treue, Verrat, Betrug, Heldenhaftigkeit, Zauberei und verwebt dies mit geschichtlichem Hintergrundmaterial zu einem überaus spannenden Buch.

Die Charaktere sind hervorragend herausgearbeitet, man geht als Leser in der Geschichte auf, lebt und leidet mit den Helden ebenso wie mit den Nebenfiguren.
Das Buch ist so spannend, dass die Länge überhaupt keine Rolle spielt. Im Gegenteil, wenn man es ausgelesen hat bleibt man mit dem Gefühl zurück: ich würde jetzt gerne weiterlesen!

Was ich besonders gut finde ist auch, dass auf drastische Metzelszenen ebenso verzichtet wird wie auf bis ins kleinste Detail ausgwalzte Liebesszenen, wie es heute bei vielen Autoren üblich ist.
Alles in Allem ein sehr lesenswertes Buch.
(Autor/in)


Die Vernichtung des weiblichen Instinkts
Vergleicht man die mittlerweile vielen Gralsgeschichten ist diese hier "eigentlich" nur Mittelmaß. Aber der Schein trügt gewaltig. Bradley ist es auf beeindruckende Art und Weise gelungen die Zerstörung der Mutter Erde durch Vater Staat ( Rom und dessen römisch katholische Kirche ) in eine Gralsgeschichte einzubinden. Während Avalon als Sinnbild der Mutter Erde der Weiblichkeit und des INSTINKTES steht tritt Camelot als klarer männlicher Antipod Vater Staat auf, der auf reine LOGIK baut. ( wie pervertiert griechisch/römisch ??? )
Avalon die Insel der Apfelbäume steht hier dann auch symbolisch für den Adamschen Adamsapfel und den Sündenfall der Schuld an dessen Begrifflichkeit sich Naturreligionen
immer rieben, da sie die Welt unter dem Aspekt von Ursache & Wirkung sowie Impuls & Ort betrachteten ( Wie merkwürdig Heisenbergisch naturwissenschaftlich ).

Sie schildert eindrucksvoll den Kampf des in die Welt gebärendem gegenüber der männlichen Macht zum herrschen. Diesen Kampf gewinnen letztendlich scheinbar die Zölibatsfanatiker, die mit Ihrem ganzen Echnatonschen Ein Gott hokuspokus ein eisernes Zeitalter ( Kali Yuga ) einleiteten. Es ist ein trauriges Buch, dass den Niedergang eines keltisch/druidischen Glaubens schildert desssen Naturverbundenheit und Weisheitstiefe systematisch durch anscheinende Logik vernichtet wird. Es schildert den Untergang der weiblichen Spiritualität und die Entfremdung des Wesens Frau von sich selbst durch sich selbst. Bradley ist auch in Sachen Sexualität nicht zimperlich und benennt klar den Inzest am Beltane Fest zwischen Artus und Morgana sowie die königlich angeordnete ménage à trois zwischen Lancelot, Artus und Guinevere. Die sich daraus ergebenden menschlichen Verstrickungen im Zusammenhang mit dem eher männlichen Besitzdenken führen den Leser sanft und einfühlsam in ein Zeitalter wo noch begriffen wurde das weiblicher Instinkt gepaart mit männlicher Logik den Welteneinklang erbringen können. Den die Welt ist klang. (EIN KLANG)

Friedrich Nietzsche bedauerte diese Entwicklung dermaßen das er der Frau folgende Zeilen als erstes widmete.

Das vollkommene Weib
Das vollkommene Weib ist ein höherer Typus des Menschen
als der vollkommene Mann:auch etwas viel Selteneres
Die Naturverbundenheit der Tiere bietet ein Mittel
diesen Satz wahrscheinlich zu machen.

Durch den Wandel der Verehrung der Mutter Erde durch die "christliche" Marienverehrung
sind die Frauen in der heutigen Zeit aber an dem Problem nicht vollkommen, sondern eher verkommen zu sein. Die Begrifflichkeit Emanzipation bietet ein Mittel diesen Satz wahrscheinlich zu machen.

Alles in allem ein Top Buch, ohne das man zum Frauenversteher werden muss. ( oder doch ) ;-) (Autor/in)


Anders, aber besser!
Marion Zimmer Bradley ist mit diesem Buch ein großer Wurf gelunge. Bekannt geworden mit dem Zyklus um die Welt Darkover, hat sie sich in ein neues Thema gewagt, die Fantasy der Erde um das Jahr 400 n. Chr. und dort an die Stimmungen und Bilder der o. g. Werke angeknüpft, ohne ihre Wurzeln in diesem Genre zu negieren. Sie erzeugt in dem Buch eine dichte, stringente Athmosphäre, die sich durch alle Kapitel zieht ohne den Leser loszulassen, aber auch ohne ihn zu knebeln. Es ist schwer, nicht von diesem Buch gefangen zu werden, um die Rolle des Beobachters eines Dramas zu werden, welches sich auf den 1100 Seiten entspannt. Das Drama um Macht, Liebe und Freundschaft das all die Facetten enthält, die man so schwer in einem Buch unterbekommt.

Aus all diesen Gründen finde ich das Buch eines der Besten der vergangenen Jahre, leider wird es total unterbewertet.

1. Weil es "Fantasy" ist. (von Fantasy-Gegnern)

2. Weil es keine Fantasy ist (von Fantasy-Lesern)

3. Weil es zu "langatmig" ist

All diese Gründe kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, denn die Bilder und Gefühle die es in einem weckt, hängen vom jeweiligen Betrachtungsraum ab, in dem man sich befindet. Man muß sich nur drauf einlassen, dann wird es sehr, sehr schön


Einfach zauberhaft
Die Nebel von Avalon ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Man kann völlig abschalten und träumen. Man muß es einfach gelesen haben. Ich habe auch die 3 weiteren Bände gelesen und war einfach fasziniert. Schade, daß Marion Zimmer Bradley nich noch einen weiterführenden Roman geschrieben hat. Dieses Buch ist einfach weiterzuempfehlen.


Unbedingt lesen
die nebel von avalon - ein buch, das wirklich jeder gelesen haben sollte. wild-romantische erzaehlung um die artus-sage, ohne kitschigen zauber, die unerklaerlichen geschehnisse scheinen auf einer art entrueckten ebene zu schweben, decken die kraft des menschlichen vorstellungsvermoegens auf. ein romantisches auflehnen gegen die christenwelt mit ihrem 'toten' gott.


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