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Die Liebe in den Zeiten der Cholera
von Gabriel Garcia Marquez Fischer (Tb.), Frankfurt 2004-01-20
Broschiert 509 Seiten ISBN: 3596162513


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Jan
hat 5 Sterne vergeben
    
02.6.2006
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Die Menschheit teilt sich auf in solche, die oft vögeln und solche die nicht so viel vögeln. Beide Menschentypen misstrauen einander, und das ist das schlimmste Liebeshindernis.
Liebe nämlich ist geradeaus, im Sex aber siegen List und die weibliche rein formale Selektion - damit werden meistens die wertvollen Menschen unter den Männern blasse oder gar üble Frauen und die wertvollen Menschen unter den Frauen hohle Männer kriegen. |
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Liebe..
    
Für alle, die an Liebe glauben, sie gefunden haben oder noch suchen: Die schönste Geschichte, die je geschrieben wurde! Wer das Buch gelesen hat, wird mir recht geben!
Die Liebe des Lebens
  
García Márquez widmet sich in diesem Roman ganz der Liebe und orientiert sich dabei teilweise autobiographisch am Leben seiner Eltern. Er beschreibt die prickelnde jugendliche Liebe ohne Zukunft, die verbotenen Liebe zweier Kinder unterschiedlichen Standes. Er beschreibt die Liebe, die im Laufe der Zeit in einer Vernunftehe entflammen kann und zu vielen glücklichen gemeinsamen Ehejahren voller Sicherheit führen kann. Er beschreibt die rein sexuelle Liebe, das Bed-Hopping am Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen des Fin de Siècle, das für den Moment über alle Ängste und Sehnsüchte hinwegtäuscht. Und zuletzt zeigt Márquez, dass auch im hohen Alter noch geliebt wird. Man spürt die Hitze Kolumbiens, das staubige vergangene Jahrhundert mit all seinen kriegerischen Aktivitäten, der aufkeimenden Industrialisierung und der breiten Gesellschaftsschere, dem Drang der Menschen, sich zu emanzipieren. Ein anschaulich geschriebener Roman mit einem immer aktuellen Thema, die Liebe. Die einzelnen Situationen des Buches werden in literarisch kunstvollen Übergängen von den verschiedenen Romanfiguren beleuchtet. Teilweise ein wenig langatmig, aber auf jeden Fall lesenswert. (Autor/in)
Schmalz, Trief, Langweilig

In der Regel lese ich Bücher recht zügig, aber bei diesem Buch kostete es mich jedesmal Überwinden, es aufzuschlagen und die Geschichte von Florentino zu kämpfen. Florentino hat zahlreiche Liebschaften, und hängt immer noch an seiner verheirateten Jugendliebe, weshalb er nie heiraten und bis an sein Lebensende auf sie warten will. Wo gibt es denn sowas!! Es fehlt diesem Buch der nötige romantische Touch. Noch nicht einmal die Bettszenen, die mit einem Satz beschrieben sind, können über dieses Trauerspiel hinweg helfen.
Ich bin wahnsinnig überrascht!
    
Florentino Ariza wird von seiner Jugendliebe Fermina Daza abgewiesen. Erst 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage später, nach dem Tod von Ferminas Ehemann, erklärt Florentino ihr erneut seine Liebe. Der Roman beginnt mit dem Tod des eben erwähnten Ehemanns. Dies stellt also die Rahmenhandlung dar, denn nach diesem Beginn besteht das Buch nur aus Rückblenden die dann, gut 100 Seiten vor Ende bei der Rahmenhandlung weitermachen. In dieses Rückblenden erfährt man dann sehr viel über die sorgfältig ausgestalteten Charktere dieses Romans. Man begleitet Florentino, dessen Leben nur einem Zweck dient, nämlich irgendwann Fermina zurück zu gewinnen. Alles was er macht, macht er nur für sie. Er verliert einen guten Posten in der Firma seines Onkels, weil er keine vernünftigen, sachlichen Geschäftsbriefe verfassen kann, da sein gesamtes Denken durchtränkt ist von der Liebe zu Fermina. Was die eigentlichen Geschäftsbriefe beinahe zu Liebesbriefen werden lässt. Er stürzt sich von einem sexuellen Abenteuer ins nächste, in der Hoffnung so seine Herzensdame vergessen zu können...und noch vieles mehr. Man wird auch Zeuge von Ferminas Vernunftehe und ihrer, teilweise auftretenden, inneren Zerissenheit. Die Ehe beruht zwar auf gegenseitigem Respekt, von Liebe kann man dabei aber nicht sprechen. Nebenbei schweift der Erzähler immer mal wieder ab, man erfährt vieles über die geschichtlichen und kulturellen Gegebenheiten in der karibischen Stadt zur Zeit des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert. Und genau das macht das Buch zu viel mehr als nur einem Liebesroman!! Natürlich ist diese ewige Liebe, die soviele Jahre überdauert und sich auch im hohen Alter nicht vermindert die Basis dieses Romans, aber die ganze Geschichte drum herum macht es erst (für meine Begriffe) zu einem Gesamtkunstwerk. Gabriel Garcia Marquez ist ein grossartiger Erzähler, fängt man das Buch einmal an, legt man es so schnell nicht weg. Die Rückblenden sind nicht immer chronologisch, mache Sachen werde teilweise vorweggenommen (jemand stirbt, ist dann wenige Seiten später doch wieder lebendig) was die Sache für ungeübte Leser vielleicht nicht ganz einfach macht. Ich finde aber, dass man sich schnell in den Schreibstil eingelesen hat. Ich bin immer noch sehr überrascht von diesem Buch, habe ich es anfangs auch einfach nur für einen Liebesroman gehalten (und ich mag eigentlich keine Liebesromane!), aber dieses Werk ist überwältigend. Hätte Garcia Marquez nicht bereits 3 Jahre vor dem Erscheinen dieses Buches den Literaturnobelpreis bekommen - spätestens bei "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" wäre er fällig gewesen. Ein Klassiker! LESEN!! (Autor/in)
Ewige Liebe - ewiges Leiden
  
Dreiundfünfzig Jahre, sieben Monate und elf Tage und Nächste hatte er gewartet - erst dann konnte er sie sein nennen. Und er erschrak darüber, wie alt sie geworden war....
Florentino Ariza verliebt sich als junger Mann in das Mädchen Fermina Daza - sie ist geschmeichelt, fühlt sich zu dem Unerreichbaren hingezogen. Eine Romanze in Briefen beginnt, von der nur die Tante etwas weiß und sie beschützt. Nach langer Trennung sieht Fermina ihn wieder - und weiß, nein, er ist es nicht. Ariza kann mit der Abweisung nicht umgehen, beschließt auf sie zu warten, sein ganzes Leben lang. Er ist sich sicher, ihren Ehemann, den Arzt Juvenal Urbino, zu überleben um dann gemeinsam mit ihr alt zu werden.....
Das Buch beginnt mit einer langen Schilderung des Lebens und des Todes von Doktor Juvenal Urbino. Über 100 Seiten zieht sich diese - zugegeben nicht uninteressante - Schilderung hin, doch erwartet man als Leser nach dem Klappentext, der eindeutig nicht auf den Arzt als Liebenden hinweist, etwas anderes und ist mehr als irritert. Langsam entspinnt sich dann die Geschichte, in langen Episoden aus dem Leben der "Liebenden" wird erzählt, welche Entscheidungen getroffen werden, woher diese kommen und was sie damit bezwecken wollen.
Die Sprache des Buches ist nicht besonders fesselnd, doch man kann sich die Figuren gut vorstellen, wie sie reden, wie sie sich kleiden, wie sie alt werden - man hat das Gefühl, man altert selbst mit ihnen. Und am Ende fragt man sich:
Warum?
Ich würde dieses Buch nicht unbedingt weiter empfehlen, es liest sich nicht so leicht und mir hat es auch nicht unbedingt gefallen. Die Kultur Lateinamerikas zur Jahrhundertwende ist sehr gut beschrieben, aber die lange Handlungsbeschreibung nervt mit der Zeit.
Ewiges Lieben - ewiges Leiden - ewiges Lesen. (Autor/in)
Muss man haben
    
Wunderbares Buch!
Mein erstes Buch von Marquez und ich bin sehr begeistert!
zur "verpackung"
Das Buch ist sehr klein - ich weiß nicht, ob es in der Beschreibung stand (und ich es überlesen habe), jedenfalls ist es ein ziemlich kleines Buch, dafür ideal zum reisen oder für unterwegs. Das Papier ist es sehr dünn und daher recht anfällig. Der feste Einband und die Kordel hinterlassen trotz allem einen sehr hochwertigen Eindruck. (Autor/in)
"Nichts auf der Welt war schwieriger als die Liebe."
    
In dieser Liebesgeschichte wird ein ungewöhnliches Dreiecksverhältnis in geradezu epischer Breite erzählt (Erstausgabe El amor en los tiempos de cólera, 1985). Es ist jedoch nicht die gleichzeitige Beziehung der Liebenden, aus der die Dramatik entsteht, sondern die Synthese des sorgfältig getrennten Nacheinanders der Verhältnisse. Als Fermina Dazas Ehemann, der Arzt Juvenal Urbino, nach über 50jähriger Ehe mit 81 Jahren auf eher tragikomische Weise ums Leben kommt, taucht noch am Abend der Totenfeier Florentino Ariza auf. Über 50 Jahre hat der mittlerweile über 70jährige auf seine Jugendliebe Fermina gewartet. Damals hatte sie ihn, den jungen, romantischen Taugenichts abgewiesen und den begehrtesten Junggesellen der Stadt, den angesehenen Arzt Dr. Urbino geheiratet. Und nun wird Florentino auch von der Witwe Urbino hinausgeworfen. Damit endet das erste von sechs Kapiteln, die retrospektiv das Leben der drei Hauptfiguren schildern.
Fermina erlernt in der Vernunftehe mit einem Mann den sie nicht liebte, und die auf Drängen ihres Vaters zustande kam, in über fünfzig gemeinsamen Jahren die Liebe - oder zumindest einen der Liebe ähnlichen Zustand. Während dieser Zeit ist auch Florentino zu Geld und Ansehen gekommen, aber trotz vieler Affären ist er im Grunde seines Herzens Fermina immer treu geblieben. Sein erneutes Werben um die Witwe Urbino erstreckt sich über 140 unbeantwortete Briefe, in denen er sie über ihre Einsamkeit nach so vielen Ehejahren zu trösten versucht. Als die beiden sich endlich näherkommen, werden Florentinos Besuche Ferminas eigentlicher Lebensinhalt. Nach einigem Zögern lässt sie sich schließlich auf das Wagnis einer späten, von den eigenen Kindern als unappetitlich abgelehnten Liebesbeziehung ein.
Um der feindlich gesonnenen Welt um sie herum zu entkommen, begeben sich die Liebenden auf eine Schiffsreise auf dem Magdalena Fluss und lassen die gelbe Choleraflagge hissen, um sich ihre Zweisamkeit zu bewahren und bis an ihr Lebensende ungestört den Fluss auf- und abfahren zu können. Die Liebe und das Altern stellen den Inhalt dieses Romans dar, in dem ein politisch-historisches Umfeld für die über ein halbes Jahrhundert (etwa 1875 bis 1935) nur noch am Rande eine Rolle spielt. Keine Rede etwa von den Weltkriegen oder den ständigen Bürgerkriegen, die in vielen Romanen des Autors eine wichtige Rolle einnehmen. Diese Liebesgeschichte macht El amor en los tiempos de cólera zu einem unvergleichlichen Lesevergnügen.
(Autor/in)
Gewaltiger Schreibstil, schöne atmospärische Schilderungen,für meine Begriffe hölzerne und uninteressante Liebesgeschichte
  
Das Buch fiel mir in einer Bibliothek in die Hände und da es zu diesen Büchern gehört, über die man etwas gehört hatte lieh ich es aus.
Nach der Lektüre bin ich nun zwiegespalten.
Die langen Sätze und die bildgewaltige Sprache Marquez gefallen mir gut, auch so manche Lebensweisheit, die er in der Geschichte versteckt. Es war interessant etwas über die Lebensart im Kolumbien um die Jahrhundertwende zu erfahren und die Charakterportraits sind ausgefeilt und breitgefächert.
Nur leider konnte ich mit dem zentralen Inhalt, der Liebesgeschichte zwischen Fermina Daza und Florentino Ariza, nichts anfangen.
Er wird für meine Begriffe schon eher abstoßend bzw. skurril beschrieben, und die endlose Schwärmerei, ohne das anfangs nur irgendetwas passiert wurde mir bald langweilig. Völlig unverständlich ist auch, weshalb er Fermina liebt, die ihn offenbar nach der ersten Gefühlsaufwallung auch eher lächerlich findet und er in ihren Augen immer bemitleidet wird. Die unzähligen Liebschaften Florentinos sind ja amüsant, aber auch etwas abartig, wenn beschrieben wird wie er eine 14jährige entfernte Verwandte mit ca 70 Jahren zu seiner Geliebten macht...seltsame Fantasie.
Interessanter ist schon die Beziehung zwischen Fermina und Dr.Urbino, die beide nicht aus Liebe heiraten, sich aber im Lauf der Jahre trotz einer Affäre seinerseits so annähern und lieben, daß sie als altes Ehepaar fast symbiotisch sind.
Leider empfinde ich auch Fermina etwas steif und merkwürdig beschrieben, es war mir nicht nachvollziehbar, was die beien Männer an ihr finden sollen.
Gut, dann am Ende die Wiedervereinigung der beiden inzwischen alten Menschen, die sich eigentlich nichts zu sagen haben,kaum kennen und sich allein genährt durch die Obsession FLorentinos wieder annähern.Ich verstehe wirklich nicht, was daran romantisch sein soll, es wirkt eher verzweifelt und traurig.
Daher kann ich nur 3 Sterne geben, obwohl ich das Buch aus anfangs genannten Gründen sehr gut finde.
(Autor/in)
Großartig!
    
Ein wundervolles Buch über eine Liebe, die ein Leben lang warten kann. Klingt kitschig, ist es aber keineswegs. Die phantasievolle Sprache hat mich vollkommen bezaubert! Habe danach noch weitere Romane von Marquez gelesen, aber dieser bleibt für mich mit Abstand der Allerbeste! (Autor/in)
Wunderschön
   
Ein wunderschönes Buch, das sehr bewegend ist und einen noch tagelang fesselt, auch wenn es fertig gelesen ist.
Eine kolumbianische Perle
    
51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage wartet Florentino Ariza auf Fermina Daza, auf die große Liebe seines Lebens. Einst hat er um sie geworben, sie gewonnen und dann an Doktor Juvenal Urbino verloren. Florentino hat nie aufgehört, Fermina zu lieben. Fast am Ende des Lebens, das für beide reich an Höhen und Tiefen war, weiß er, daß er nicht vergeblich auf sie gewartet hat.Màrquez manifestiert dem Leser in diesem Werk unter der karibischen Sonne einer der schönsten Liebesgeschichten, die es in Buchform zu ergattern gibt. Und obwohl ich kein Anhänger von Romanzen-Prosa bin, zählt dieses Druckerzeugnis für mich zu den Pflichtlektüren jeder Leseratte... (Autor/in)
Ein kleiner Schatz
   
Durch die erste Hälfte des Romans musste ich mich wirklich quälen. Der zähe Stil und die langweilige Handlung stellten meine Geduld auf eine harte Probe. Aber vielleicht musste ich mich auch erst an den eigenwilligen Rhythmus, den verwinkelten Humor, die brutalen Zeitsprünge und die ungewöhnliche Erzähltechnik gewöhnen. Denn letztlich brachte mich der Autor immer öfter zum Schmunzeln (?Der Tee schmeckt nach Fenster!") und die ungewöhnliche Schärfentiefe seiner Beobachtungsgabe überzeugten mich dann doch. Vor allem sein respektloser Umgang mit Tabus beeindruckte mich. Ich weiß nicht, ob sich irgendwann der Roman änderte, oder ob es meine Einstellung war, jedoch machte mir dieses Buch irgendwann plötzlich Spaß. Sogar die Handlung, in die ich mich anfangs ganz und gar nicht einfühlen konnte, beschäftigte mich später sogar, wenn ich das Buch schon lange weggelegt hatte. ?Die Liebe in den Zeiten der Cholera" ist ein Roman, der dem Leser große Toleranz und Geduld abverlangt, der den Leser im Gegenzug aber mehr als nur erahnen lässt, was Liebe wirklich ist.
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