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Zazen oder der Weg zum Glück (sachbuch)
von Abt Muho rororo 2007-01-02
Taschenbuch 224 Seiten ISBN: 3499622033


Kommentare und Bewertungen: Diskussion zu diesem Buch eröffnen
Lebendige Darstellung des ZEN
    
Abt Muho ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen. Die Verbindung
zwischen seiner Biographie, sowie Praxis und Theorie des Zazen ist lebendig geschrieben und entbehrt nicht einer gewissen Selbstironie. Daher flüssig zu
lesen, zum Zurückblättern, zum Nochmallesen und gewiß nicht zur einmaligen Lektüre bestens geeignet. Das Buch macht Lust auf mehr, und dies werde ich auch tun. (Autor/in)
Ein (Glücks-)Meisterwerk!
    
Abt Muho schreibt modern illustriert und nicht in hoch philosophischen Zen-Metaphern. Diese überlässt er ausschließlich den alten Weisen des Zen, dessen Zitate er aber meistens umgehend und verständlich über sehr anschauliche Vergleiche aus dem normalen Alltagsleben erklärt. Was mir besonders gefallen hat sind vor allem seine textbegleitenden Zitate von allen möglichen Zeitgenossen aus Literatur, Philosophie, Politik und Kunst, die es ermöglichen die Suche nach dem Glück auch mit anderen, nicht unbedingt dem Zen zuzuordnenden Intellektuellen, in Verbindung zu bringen. Dadurch erreicht man einen sehr klaren Gesamteindruck von dem, was uns Muho versucht näher zu bringen. Des Weiteren liefert er eine zum Teil sehr spannende und authentische Biographie seines Mönchwerdens von seiner Kindheit und Jugend in Deutschland an, bis hin zur Berufung zum Abt im japanischen Zenkloster Antaiji, was mir hier und da auch mal ein Schmunzeln abverlangt hat. Wer die Zen-Philosophie aus einem bestimmten Blickwinkel u.a. mit einem Zitat aus einem Punksong der Sex Pistols von 1977 unterstreicht ist für mich persönlich sowieso ein ganz Großer. Zen bist Du selbst und Du selbst bist Zen. Abt Muho hat es mir näher bringen können. Dieses Buch ist für mich ein kleines (Glücks-) Meisterwerk. (Autor/in)
Lass los und sieh: Es füllt deine Hände !
    
Ich habe das Buch mit Genuß gelesen. Der Inhalt wechselt zwischen Kapiteln in denen Muho seinen eigenen Weg zum Zen und schließlich nach Japan und nach Antaiji erzählt und Kapiteln, in denen er sich dem Glück als solches widmet ab. Ein Weg zum Glück ? Muho gibt dem Leser seine eindeutige Antwort, die in diese Richtung führen könnte. Ich denke, dass das Buch für jeden Leser zu empfehlen ist, ob er bereits mit Zen in Berührung gekommen ist oder nicht. Muhos Antwort spiegelt sich in vielen Beispielen aus dem Leben wieder, in denen sich jeder in gewisser Weise wiedererkennen wird. Ich habe das Buch mit einem Lächeln und viel Respekt zugeklappt und ich finde, dass das Buch mich, und vielleicht auch andere Leser zum "Handeln" inspiriert hat. In dem Sinne eine absolute Lese-Empfehlung ! (Autor/in)
Kodo Sawakis Erbe und die Arbeit von Muho Nölke
    
Ein sehr schönes Buch. Autobioraphisch, sachlich und aus der eigenen Erfahrung von "Muho" Nölke geschrieben...
Wir leben alle unser eigenes Leben und die wichtigste Botschaft dieses Buches ist für mich, das Leben selbst in die Hände zu nehmen. All unsere Erfahrungen sind unterschiedlich, wenn auch die Kindheitserinnerungen in Beton gegossen sind - wir sind konditioniert ohne Ende.
Kein Meisterwerk aber allemal Lehrreich, für Die, die weiterlernen möchten (nicht in Lernfabriken).
(Autor/in)
Ein gutes Buch!
    
Ich habe Muhos Buch gelesen und fand es äußerst inspirierend und sehr gut lesbar. Seine Lebensgeschichte allein, die er ausführlich darstellt, liest sich wie ein spiritueller Roman, den man sich so nicht ausdenken kann, weil er authentisch ist. Seine Ausführungen über Themen wie Glück, Liebe, Leben, Familie, Arbeit, Zazen und Zen als Lebenspraxis sind intelligent auf eine natürliche und bescheidene Art und schöpfen ihre Weisheit wohl aus seiner Biographie, seinem radikalen Weg als Zenmönch und vor allem seiner Praxis. Ich habe Muho auf einem Sesshin erlebt und kennen gelernt als einen wunderbaren, authentischen Menschen und lese sein Buch gerade zum zweiten Mal mit großem Gewinn. Es wird nicht das letzte Mal sein, dieses Buch wird einer meiner absoluten Klassiker werden, so wie "Der leere Spiegel" vonn Janwillem van de Wetering oder "Reise nach Ixtlan" von Carlos Castaneda. Wer sich für Zenliteratur und Zenpraxis interessiert: Hier ist ein Deutscher ein japanischer Zenmeister geworden, er versteht Zen, Japan und uns und schreibt ein Buch - genau für uns, was will man mehr? (Autor/in)
Sehr hilfreich!
    
Das Buch hält, was der Titel verspricht wirklich zum Großteil. Der Autor schildert seinen Zen-Weg, der ihn schlussendlich nicht nur nach Japan gebracht hat, sondern auch dort sein Leben als Abt gestaltet. Kombiniert mit vielen Aussagen von Zen-meistern und Sprüchen liest sich dieses Buch sehr spannend. Ich habe selbst schon in Japan (Zazen-Erfahrungen eingeschlossen)gelebt und somit ist für mich vieles auch vertraut und nachvollziehbar. Er zeigt auch auf, warum es für in Europa lebende oft schwierig ist"glücklich" zu sein. Ebenso beschreibt er auch die Unterschiede in der Einstellung zu Arbeit, was mir sehr gut gefallen hat. Für alle, die sich mit Zazen beschäftigen, aber auch einen Japanzugang haben, kann ich dieses Buch nur empfehlen. (Autor/in)
Den eigenen Weg zum Glück finden
    
Ich glaube, dass das Glück ein Nebenprodukt ist, wenn wir auf die für uns richtige Weise leben - und so habe ich auch dieses Buch verstanden: Ein Grossteil wird darauf verwendet, dass wir von unserer irrigen "Glückssuche" ablassen und damit unserem Glück erst eine wirkliche Chance geben. Aber neben diesen generellen Betrachtungen gibt es auch sehr konkrete Anhaltspunkte in diesem Buch. Wie wichtig beispielsweise unsere Haltung (des Körper und des Geistes) für unser Leben ist und wie sehr sich alles um uns herum verändert, wenn wir unsere eigene Haltung verändern. Oder wie sehr Offenheit eine Bedeutung hat in unserem Leben. Beides sind natürlich sehr wichtige Themen beim Zazen, der Zen-Meditation. Durch sie verändern wir nach und nach unsere Haltung und entwickeln eine umfassende Offenheit dem Leben gegenüber.
Das Buch bietet auch eine Vielzahl klassischer Zen-Zitate aus der Feder von Dogen und Kodo Sawaki (beides bedeutenden Lehrer der Soto-Linie). Dazu kommen Anekdoten aus dem Leben des Autors, persönliche Erfahrungen, Gedanken über Unzufriedenheit und Zufriedenheit, auch das Thema Liebe wird ergründet, über Familie und Arbeit wird aus Zen-Perspektive philosophiert, und ganz zum Schluss wird noch kurz auf die Praxis des Zazen eingegangen. Es handelt sich also um eine Mischung aus persönlicher Biographie, Zen-Prinzipien, Gedanken zum praktischen Leben und Anleitung zur Praxis des Zazen (wobei die eher knapp ausgefallen ist und man da z.B. vielleicht zusätzlich noch zu "Zazen" von Taisen Deshimaru greifen sollte).
Alles in allem ein schönes und wohltuend undogmatisches Buch, das einem zeigt, wie sehr Zen das Leben bereichern kann.
Peter Steiner, Autor von "Weisheit für Minimalisten" und "Vom Glück der Stille" (Autor/in)
Interessant aber laienhaft geschrieben
   
Man hat etwas das Gefühl, den Aufsatz eines mittelmässig talentierten Gymnasiasten zu lesen "Meine Urlaubserlebnisse in japanischen Klöstern" o.ä. Das ist natürlich auch die Schuld der Herausgeber. Verschiedenes hätte glatt gestrichen werden können (der Teil aus der Jugendzeit etwa) anderes fehlt merkwürdigerweise (die Erfahrungen des Autors in (welchen?) Zengruppen in Deutschland, zum Beispiel). Sehr interessant natürlich, was der Autor so in Japan erlebte, eine schöne Veranschaulichung der verbreiteten Dekadenz des Zen dort, sowohl im Soto als auch Rinzai. Der kindische Streit der beiden Äbte von Antai-ji oder die Foltermethoden im Rinzai Tempel sollten allen die Augen öffnen, die immer noch glauben, das wahre Zen sei nur in Japan zu finden. Immerhin meint der Autor im Rinzai Tempel seinen Durchbruch erlebt zu haben, was vielleicht die angebliche mystische Verbindung des Gefolterten mit seinem Folterer illustriert. Eines Tages wird man erfahren, ob der Autor es dann als Abt in Antai-ji besser gemacht hat. Wer etwas sehr viel professioneller geschriebenes über Zen in Japan aus Sicht eines westlichen Mönchs lesen möchte, dem sei das Buch von David Chadwick (Schüler von Meister Shunryu Suzuki) "Thank you and okay, an American Zen failure in Japan" sehr empfohlen. Besonders dem, der mit dem Gedanken spielt, eine Zeitlang in einem japanischen Zentempel zu leben. (Autor/in)
Sensationell
    
Direkt und unverschnörkelt gibt Muho Einblicke in sein Leben und verknüpft diese mit der Frage nach dem Glück.
Es werden keine Dogmen aufgestellt und auch kein klarer Weg für jeden definiert sondern Denkanstöße vermittelt, auf welchen Wegen man zum Glück gelangen könnte.
Und doch geht es mehr um Zen als um Glück, auch für Laien und Zen Neulinge sehr interessant, da hier die Praxis und Lebenserfahrung Muhos im Vordergrund stehen.
Ein Buch das mich tief bewegt hat und welches ich ganz sicher mehr als ein mal lesen werde (Autor/in)
Gedanken über das Glück
    
"Je verzweifelter wir dem Glück hinterher laufen, desto weiter entfernen wir uns davon. Am Ende verlieren wir nicht nur das Glück, sondern auch uns selbst aus den Augen". Solche Gedanken über das Glück und die Unzufriedenheit, die uns nach dem Glück suchen lässt, regen zum Nachdenken an. Was fehlt uns eigentlich noch zum Glück, wo wir doch alles haben? Das Gefühl, glücklich zu sein! Und dass Unzufriedenheit ein Normalzustand ist (sonst gäbe es keine Weiterentwicklung) und wir uns wegen unserer ständigen Unzufriedenheit nicht schämen müssen, ist zwar nicht neu, lässt aber hoffen, irgendwann doch noch glücklich zu werden.
Seinen steinigen Weg vom Zen-Mönch zum Abt des Klosters Anttaiji beschreibt Abt Muho sehr eindrucksvoll. Das Buch schließt mit ein paar Kapiteln über Zen und Zazen, vor allem auch Gedanken darüber, was Zen (Zazen) uns bringen kann. (Autor/in)
Muho raubt dir deine schönsten Illusionen!
    
Das Buch ist ein Labsal für alle, denen esoterischer Hokuspokus wie steinharter Käse im Magen liegt. Doch Vorsicht! Das will nicht heißen, dass Abt Muhos Büchlein eine oberflächliche Angelegenheit wäre. Gerade weil er die Dinge ohne Herumgeschreibsel schnörkellos beim Wort fasst, fühlt man, dass er was zu sagen hat und sich daraufhin angesprochen. Die Paradoxien, die man zuweilen herauszulesen glaubt, sind aber weniger als Gehalt in dem Buch enthalten, denn vielmehr als Knoten zu erkennen, die einem der eigene Verstand in die Führungsleine durch den Nebel des Lebens hineinzaubert. Um sich nicht ständig selbst auf den Leim zu gehen, mahnt Muho immer wieder das Loslassen ein.
Seine Beobachtungen der japanischen Gesellschaft (Kinderliebe, das Verhältnis der Geschlechter zueinander, usw.) haben auch einiges für sich und regen an, so manchen eigenen Standpunkt zu überdenken.
In dem Buch, das kein weiterer Ratschläger a la "Wie werde ich glücklich ohne mir noch drei Dutzend andere Kompendien dieser Art reinziehen zu müssen?" ist, sagt Muho ganz offen, allerdings in anderen Worten, dass es in Japan eine Menge ominöser Zen-Lehrer gibt, die man über die Häuser schmeißen kann. Das rühre daher, dass manche Klostervorstände quasi wie in Erbpacht zu ihrem Job kämen und ebenso gut (oder besser) als Fliesenleger oder Barkeeper überzeugen könnten.
Im Gegensatz zu buddhistischen Mönchen in anderen Teilen Asiens ist es den Zen-Menschen nämlich durchaus erlaubt zu heiraten. Muho selbst, sein Name bedeutet so viel wie "keine Richtung" oder "jede Richtung", ist mit einer Japanerin verheiratet und Vater zweier Kleinkinder, die es voraussichtlich auch nicht auf Dauer sein werden. Auf der Homepage des Klosters findet sich der Abt mit seinen Kindern beim Baden und man fragt sich irritiert: Ist es wahr, dass in Japan die Wannen nicht größer als Handwaschbecken sind?
(Autor/in)
Was ist Glueck?
    
Abt Muho beginnt mit einer Frage, und es geht ihm weniger darum, eine Antwort zu geben, als den Leser dazu einzuladen, sich selbst und sein Leben in Frage zu stellen. Was ist Glueck? Warum sind wir unzufrieden? Was ist Liebe? Wie leben? Wie arbeiten? Und was ist mit der Familie?
Mit der Schilderung seines eigenen Lebens, die die autobiographische Haelfte des Buches ausmacht, gibt Muho viele konkrete Beispiele aus dem Alltag, die jedem, der sich selbst einmal die selben Fragen gestellt hat, weiterhelfen werden.
Auch fuer den fortgeschrittenen Zen-Praktizierenden gibt es in den Kapiteln ueber Zazen Denkanstoesse, wenn beispielsweise die in westlichen Zenkreisen verbreitete Praxis der "Aufmerksamkeitsuebung" hinterfragt wird. Darueberhinaus bietet das Buch einen wertvollen Einblick in das Leben des Abtes eines Zenklosters in Japan: Anders als bei Weterings "Leerem Spiegel" handelt es sich hier nicht um den Erfahrungsbericht eines Aussenseiters in Japan, sondern kompetente Schilderungen eines authentischen Zenmoenches, der seinen Weg bis ans Ende gegangen ist. Ein absolutes Muss fuer jeden, der sich fuer das Glueck im Allgemeinen oder Zazen im Speziellen interessiert! (Autor/in)
Zen oder Glück nebenbei
    
Warum es in diesem Buch im Detail geht beschreiben die anderen Rezensionen schon ausführlich.
Es ist keine (direkte) Anleitung zur Praxis des Zazen, davon gibt es eigentlich auch schon genug. Es ist eine wunderbar zu lesende Ausführung über die Zen-Philosophie im Leben des Einzelnen und eben auch im Leben von Muho, ohne dabei so schwer verdaulich zu sein wie manche andere zen-philosopische Schriften. Man kann es entspannt und konzentriert ohne Anstrengung, aber mit Genuss lesen und sich davon motivieren lassen. Gerade zu erfahren wie Muho zu Muho wurde wäre schon ein eigenes Buch wert.
Ich muss zugar zugeben, dass ich zuerst nur jedes zweite Kapitel gelesen habe, den im Buch wechseln sich immer Kapitel mit der Beschreibung des "Werdeganges" von Muho mit seinen Texten über Glück (oder Zufriedenheit, ganz allgemein gesagt) ab. Sein Leben ist schon extren faszinierend, ein Europäer, die die harte Schule des japanischen Kloster-Zen durchlaufen hat und sein ganzes Leben dem Zen widmete, und das schon in jungen Jahren und dafür sogar Japanologie studierte.
Den "anderen" Kapiteln tut man aber unrecht wenn man sie überspringt. Beim zweiten Lesen habe ich alle Kapitel chronologisch gelesen. Das, was Muho über Glück sagt, ist nichts außergewöhnliches, nichts, worauf man nicht auch selbst kommen könnte. Aber gerade deswegen lohnt es sich, es immer und immer wieder gesagt zu bekommen, vielleicht erkennt man dann ja tatsächlich eines Tages, dass das Glück nicht immer in der Zukunft oder weit entfernt hinter dem Horizont liegt.
Solche Ausführungen stellen zwar im "Nur-Sitzen-Zen" immer noch etwas eher ungewöhnliches dar, sie sind aber zumindest hier ein wahrer Genuss zu lesen.
Sowohl ein Anfänger, der noch nichts über Zen und Zazen weiß, als auch ein Praktizierender erfahren viel und verstehen vielleicht mehr.
Dies ist ein Buch, welches somit auch immer wieder dazu motiviert, sich wieder auf's Safu zu setzen und zu praktizieren.
(Autor/in)
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