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Wer die Nachtigall stört...

Wer die Nachtigall stört...
von Harper Lee
rororo
1978-11-03

Taschenbuch
416 Seiten
ISBN: 3499142813




Kommentare und Bewertungen:
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Lesenswert
Ich hab das Buch nur im amerikanischen Original gelesen.Es ist ansprechend und interessant.die Geschichte zweier Kinder die in den Südstaaten der 20er aufwachsen zwischen Rassenhass,Selbstfindung und -verwirklichung und den Unterschieden der verschiedenen Klassen. Wie die Kinder heranreifen und die Welt um sich herum verstehen und merken wir sie sich verändert ist einfach großartig und wirklich lesenswert


Wer die Nachtigall Stört
I think this book should be reread as a guide to fatherhood. There is much to be learned about raising children in a less-than-perfect world.


Ein besonderes Buch: es wirkt glaubhaft.
Scout, die Ich- Erzählerin, Jem, ihr Bruder und Dill, der Junge, der immer seine Ferien in Maycomb County verleben muss, wollen Boo Radley zu Gesicht bekommen. Das ist der Sohn des Radley-Ehepaares, der seit Jahren das Haus nicht verlässt. Dieses gespentische Anwesen erweckt die Furcht und die Neugier der Kinder. Wie kann man ihn herauslocken? Dabei soll doch das Grundstück vergiftet sein. In einem Astloch finden sie Kaugummi und seltsame Figürchen, wer versteckt sie dort? Gleichzeitig ist der Vater von Scout und Jem in einen Prozess verwickelt. Es geht genau genommen um Inzest, der inzestuöse Vater jedoch beschuldigt einen Schwarzen, sich an seiner Tochter vergangen zu haben. Dieser Schwarze hat jedoch einen kaputten und gelähmten Arm, er kann es nicht gewesen sein. Atticus verteidigt beherzt den Schwarzen und zieht sich den Zorn von Bob Ewell, dem Asozialen des Dorfes und Ankläger zu. Aber können die Geschworenen tatsächlich einen Schwarzen für unschuldig erklären?
Bob Ewell wird vor Gericht lächerlich gemacht und schwört Rache....
Jeder dieser Handlunsstränge wird fortgeführt wie ein Arm des nahegelegenen Mississippi und fliesst doch wieder in den grossen Strom zurück. Die Gefühlswelt des 9 jährigen Mädchen ist darüber hinaus so zauberhaft und glaubhaft geschildert, eine echte Rose im Knopfloch eines Buches, für das ich dankbar bin. Ohne aufdringlich zu sein belehrt es den Leser sanft darüber, was Zivilcourage bedeutet, was Toleranz ist, was es heißt, mutig zu sein. Ich bin froh, dieses Werk entdeckt und gelesen zu haben, einen Pfeiler der Literatur des amerikanischen Südens. Immerhin ein Lichtblick bei den Top 50 von "DAS GROSSE LESEN"... (Autor/in)


Eines der besten Bücher, die je geschrieben wurden
Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch seit meiner Jugend gelesen habe - sowohl im englischen Original als auch in deutscher Übersetzung. Das Buch ist einfach wunderbar: lustig, traurig, spannend, melancholisch, zeitkritisch .... Aus der Sicht einer 6 - 8 Jährigen geschrieben. Unbedingt lesen !


Ein Meisterwerk über eine Kindheit in Alabama -> Senkrechtstarter in meine TOP-Lieblingsbücher
Wenn ein Roman mit viel Herzblut empfohlen wird, muss man ihn einfach lesen - so ging es mir mit diesem Buch.
Beschert hat es mir kurzweiligsten Lesegenuss, der mich gefesselt, berührt, manchmal amüsiert, manchmal erschüttert, immer auf's heftigste beeindruckt und sogar teilweise in meine Kindheit zurückkatapultiert hat - und das alles auf knapp 400 Seiten.

Viel ist schon gesagt und geschrieben worden zu Harper Lee's einzigem Roman, vom One-Hit-Wonder über "Buch der 1000 Bücher" bis hin zum "Must Have" für jedes Bücherregal. Fakt ist, dass das 1960 veröffentlichte "To Kill a Mockingbird" bereits ein Jahr später mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde.
Die bisher einzige Verfilmung stammt aus dem Jahr 1962 mit Gregory Peck in der Rolle des Atticus.

Erzählt wird die Geschichte der Kindheit der zunächst 7jährigen Jean Louise (genannt "Scout") und ihrem etwas älteren Bruder Jem, die bei ihrem Vater Atticus Fink in der Kleinstadt Maycomb/Alabama aufwachsen, aus Scout's Sicht. In den frühen 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind kleinbürgerliche Spießer, religiöse Fanatiker und Rassenhass genauso präsent im Süden der USA wie eben auch Großherzigkeit, Toleranz, Menschlichkeit und Güte.
All das in dem Mikrokosmos einer Kleinstadt bzw. sogar einer Straße und ihrer Anwohner unterzubringen, den Blick darauf aus den Augen eines Kindes zu präsentieren und damit in aller Einfachheit skalpellartig offenzulegen, ist der große Wurf dieses Buches:
Atticus ist in den Augen seiner Kinder anfangs nicht unbedingt das Ideal eines Vaters; er ist nicht mehr der Jüngste und somit auf keinem Baseball- oder Footballfeld zu finden, er verabscheut Waffen (obwohl die eigentlich vor allem nach Jem's Ansicht zur väterlichen Grundausrüstung gehören müssten), er ist im Stadtrat und Anwalt - und somit wenig verfügbar, wenn man ihn braucht. Den größten Schatten (oder das größte Licht) auf das Leben beider Kinder wirft jedoch Atticus' Einstellung zur Gleichberechtigung aller Menschen - denn die von ihm vorgelebte Toleranz und Menschlichkeit provozieren Engstirnigkeit und Mob spätestens zu dem Zeitpunkt, als er als Pflichtverteidiger den Fall des schwarzen Tom Robinson übernimmt, dem die Vergewaltigung einer Weißen vorgeworfen wird und dessen Unschuld überhaupt keine Rolle zu spielen scheint.
Doch das größte Geheimnis im Umfeld der beiden Kinder ist einer der Nachbarn namens Boo Radley, der das Dasein eines Gespenstes fristet und den seit Jahren keiner mehr zu Gesicht bekommen hat...

Und mein Fazit:
Die in dem Buch untergebrachte Vielfalt macht es so einzigartig, denn der Roman ist ebenso sehr ein Gerichtsdrama und ein Abenteuerroman, wie er das Flair der Südstaaten einfängt.
Die Tatsache, dass der Roman auch heute noch zu den umstrittensten Büchern in den USA gehört, zeigt einfach nur seine Zeitlosigkeit.

Und um das Ganze mit dem Zitat einer lieben Freundin zu beschließen, das es einfach am Besten trifft:

SCHADE UM JEDEN, DER ES NICHT GELESEN HAT. (Autor/in)


Amerikas Rassismus
Ein 7-jaehriges Maedchen schildert die Vorkommnisse in den Suedstaaten in den 30-ger Jahren des zurueckliegenden Jahrhunderts. Ein Schwarzer wird beschuldigt, ein weisses Maedchen vergewaltigt zu haben. Der Vater der 7-jaehrigen Scout und ihres Bruders Jem, Atticus Finch uebernimmt die Verteidigung und stoesst auf eine Welle von Rassenhass, Diskriminierung und Intoleranz, die sogar vor der Ermordung des angeklagten Schwarzen nicht Halt macht. Auf der einen Seite die weisse Bevoelkerung, deren Hass keine Grenzen kennt und der fuer den Leser nur schwer nachvollziehbar ist, auf der anderen Seite die Heranwachsende Scout, die noch vorurteilsfrei in ihrem Alter, das Erlebte kaum zu verstehen mag. Ihr offenbaren sich 2 Welten, die ihres Vaters, der Toleranz und Menschlichkeit als hoechstes Gut predigt und die Welt der dummkrimininellen weissen Suedstaatler, deren Verhalten nicht zu verstehen ist, weder von Erwachsenen und erst recht nicht von einer 7-jaehrigen. Ein Plaedoyer fuer Toleranz, Menschlichkeit und gegen jegliche Form von Rassismus. (Autor/in)


Wer die Nachtigall stört
Ein charmantes Buch, das zu Unrecht ziemlich vergessen ist.
Ich wurde auch nur durch einen Zeitungsartikel darauf aufmerksam.
Aus der Sicht eines kleinen Mädchens wird der ganz alltägliche Rassismus
in den alten Südstaaten der USA während der 30er Jahre beschrieben, die
Verlogenheit der vermeintlich "besseren", weil weißen, Einwohner
einer Kleinstadt in Alabama.
Wer sich nicht an deren ungeschriebene Gesetze hält, wird
ausgeschlossen oder bekämpft. Wer die falsche Hautfarbe hat, wird umgebracht.
Im Vater der Ich-Erzählerin erkenne ich meinen eigenen wieder...
Dieses Buch wird nicht im Bücherschrank dahindämmern. (Autor/in)


klasse
zurecht wird behauptet, haerper lee (dieses ein-buch-wunder) habe ein beachtliches und wunderbares buch vorgelegt. einfühlsam, detailreich und sehr authentisch schreibt sie über die kindheits- und jugenderlebnisse der kleinen heldin, durchzogen vom kruden rassismus im alabama der 1930er jahre. auch die figur des unbeugsamen und rechtschaffenen anwalts atticus fink hat mich überzeugt. lest dieses buch! (Autor/in)


Spannend, zu Tränen rührend, intelligent: Ein Meisterwerk
Dies ist der einzige Roman der Autorin. Angeblich hat ihr Freund und Nachbar Truman Capote einige Passagen geschrieben. Das könnte der Grund dafür sein, dass Lee danach nichts mehr veröffentlichte. Ein anderer Grund könnte sein, dass die Autorin hier ein echtes Meisterwerk verfasst hat und dass jedes weitere Buch in dessen Schatten stehen würde. Ganz zu Recht bekam sie für diesen Roman den Pulitzerpreis, und zu Recht wurde auch der nach dem Roman entstandene Spielfilm mit Gregory Pack in der Hauptrolle ein Riesenerfolg und mit drei Oscars ausgezeichnet. Der Roman spielt Mitte der 30er Jahre in einer Kleinstadt in Alabama. Erzählt wird die Geschichte von Scout Finch, der Tochter des Rechtsanwalts Atticus Finch und Schwester von Jemm - oder Jeremiah Finch. Scout und Jemm sowie ihr gemeinsamer Freund Dill erleben eine friedliche, fröhliche und unbeschwerte Kindheit, die auch nicht von dem geheimnisvollen Boo getrübt wird, einem angeblich geistesgestörten Mann, der im Haus neben den Finchs lebt und der dieses Haus nie verlässt. Doch dann verteidigt Atticus Finch einen Schwarzen, der beschuldigt wird, ein 19-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Das Mädchen, dessen Familie zum White Trash des Ortes gehört, wurde in Wahrheit von dessen Vater missbraucht, doch in Alabama ist es in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts noch unmöglich, einen angeklagten Neger freizusprechen. Doch der Zweifel an der Schuld des Angeklagten bleibt, und die Familie des Mädchens beschließt, sich an Atticus zu rächen... Spannend von der ersten bis zur letzten Seite ist dieser Roman. Langsam wird die Spannung aufgebaut, dann wird sie ständig aufrecht erhalten, und am Ende gipfelt alles in einem Showdown, der dem Leser eine Gänsehaut den Rücken hinunterlaufen lässt. Doch das Buch hat auch viele schöne, ans Herz rührende Momente, und ich empfehle, beim Lesen auch eine Packung Taschentücher dabei zu haben - man wird sie brauchen. Durch ihre intensive Erzählweise gelingt es der Autorin, den Leser zu fesseln. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen. Und wenn man doch mal eine Pause machen muss, wird man beim weiterlesen sofort wieder in den Bann der Erzählung gezogen. Das ist ein Meisterwerk, wie ich selten eines gelesen habe. (Autor/in)


Eine rührende Geschichte über die Kindheit
Wer die Nachtigall stört ist eine Geschichte über Vorurteile und Rassenhaß und provinzielles Amerika und darüber, daß die Guten es schwer haben in dieser Welt. Eine Moralpredigt sozusagen, aber das ist eben nur eine Ebene der Geschichte. Auf einer zweiten Ebene wird von Scout und Jem erzählt, die ihre Kindheit in dieser Kleinstadt verbringen mit all den Abenteuern und Gefahren und Freuden und Leiden, die so eine Kindheit so mit sich bringt. Auf der Jagd nach dem mysteriösen, sagenumwobenen Boo Radley werden die beiden langsam ein Stück erwachsen, während der Leser langsam ein Stück Kind wird. Sicher, die Geschichte ist sentimental und moralisierend und präsentiert uns eine romantische Kindheitsidylle. Aber am Ende bleibt ein leicht melancholische Stimmung und mit einem Lächeln denkt man an die eigene Kindheit. Also ein rundherum schönes buch für's Herz, übrigens auch hervorragend mit gregory Peck verfilmt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Ein (leider) immer noch aktuelles, phantastisches Buch
Obwohl schon über 40 Jahre alt immer noch ein brandaktuelles Buch zum Thema Toleranz, Zivilcourage und dem Umgang mit eindimensional denkenden Menschen. Sollte Pflichtlektüre in den Schulen werden (zumindest für den Teil der Schülerschaft, der des Lesens noch fähig ist).
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, oft gelesen und oft verschenkt. (Autor/in)


Eines der schönsten Bücher, die je geschrieben wurden!
Meiner Meinung nach gehört dieses Buch zur literarischen Allgemeinbildung! Harper Lee liefert eine Bestandsaufnahme der Südstaaten-Gesellschaft der 1930er Jahre, erzählt aus der Sicht der sechsjährigen Jean Louise ( genannt Scout). Gerade dieser manchmal naive Blick auf die damaligen Zustände verdeutlicht Doppelmoral, Rassenhass und Vorurteile besser, als es jeder Erwachsene beschreiben könnte. Nebenbei handelt es sich aber auch um eine wunderschöne Geschichte über das Erwachsen werden, über Liebe und Vertrauen...und Atticus Fink ist einer der herausragendsten Charaktere, der mir je in einem Buch untergekommen ist. Lesen, lesen, lesen!


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