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Kaiserschnitt. Wie Narben an Bauch und Seele heilen können

Kaiserschnitt. Wie Narben an Bauch und Seele heilen können
von Theresia Maria de Jong und Gabriele Kemmler
Kösel-Verlag
2003-02-13

Taschenbuch
208 Seiten
ISBN: 3466344611




Kommentare und Bewertungen:
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Kaiserschnitt Wie Narben an Bauch und Seele heilen können
Ich fand dieses Buch nur teilweise fördernd für meine innere Heilung. Im Grossen und Ganzen war das Buch eher sehr negativ, besonders der heutigen Medizin gegenüber, wobei die Autoren oft das Positive (z.B. das früher vielleicht alles auf dem natürlichen Wege gegangen ist, aber die Kinder- und Müttersterblichkeit extrem höher war) vergessen und dem Leser eher das Gefühl vermittelt, dass sie um eine natürliche Geburt "betrogen" wurden. Ich hatte 4Tage lang Wehen die den Muttermund nicht geöffnet haben und zum Schluss war das Köpfchen meines Sohnes Stecken geblieben. Ich habe erfahren, dass die Hebammen und Ärzte wirklich alles probiert haben, mich auf natürlichen Wege gebären zu lassen. Das es dann doch nicht geklappt hat war für mich sehr schmerzhaft und enttäuschend und ich hoffte, dass mir dieses Buch mit dem Umgang dieses Schmerzes helfen würde. Das hat es leider nur in einem geringem Masse. Ehrlich gesagt habe ich es nicht einmal zu ende lesen können, weil mich das "verteufeln" des Kaiserschnitts eher genervt hat. Ansonsten ist es von den Fakten sehr informativ. Nur der Ton wie gesagt ist nicht sehr heilungsfördernd, sondern eher angstmachend.


"Pflichtliteratur " für alle Kaiserschnittmütter ...
... und deren engere Angehörige!

Ich fand mich eindeutig wieder in den Aussagen und Empfindungen der Frauen.
Der Gedanke mit seinen "irren" Gefühlen und wirren Gedanken nicht allein zu sein, dass es viele traumatisierte Frauen gibt, hat mir Mut gemacht offener zu werden.

Sehr informativ, auch wenn man etwas den Eindruck erhält nur die Hausgeburt kann einen vor allem "Unheil" bewahren.
Dennoch - ich empfinde es als "Pflichtliteratur" für jede(n) Betroffene(n), denn es erklärt und läßt nachvollziehen.
Gerade die Mütter der jungen Mütter, die meinen "...sei doch glücklich...!" , werden dann die eigene Tochter hoffendlich besser verstehen können!!!


Für jede Schwangere zu empfehlen
Ich habe dieses Buch von einer Freundin bekommen, die selbst einen überraschenden Kaiserschnitt hinter sich hat.

Bei mir weiß ich, dass es ein Kaiserschnitt werden wird.
Das Buch war bis jetzt für mich sehr hilfreich. Ich kann mich im Vorfeld mit der Thematik auseinandersetzen, ich habe viele anregende Infos gefunden, die ich vorab noch im Krankenhaus klären kann. Werde mal sehen wie es wird.

Zumindest bin ich nicht unvorbereitet. Und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Jede Frau sollte sich mit dem Thema Kaiserschnitt auseinandersetzen, auch wenn man sich sicher ist, dass es eine natürliche Geburt wird, besser etwas Vorbereitung zu viel als zu wenig.

Das Buch ist leicht zu lesen und es werden meiner Ansicht nach alle Thema abgedeckt, die es in diesem Bereich gibt: von der psychologischen Komponente, über die medizinische Ebene, es gibt ein Kapitel über Väter und viele Berichte von betroffenen Frauen. (Autor/in)


Es trifft nicht nur die anderen!!!!!
Leider wird in kaum einem Vorbereitungskurs das Thema Kaiserschnitt überhaupt angesprochen. Kaiserschnittraten von bis zu 10-25% je nach Klinik zeigen aber deutlich, dass da was vernachlässigt wird.
Wenn sie ein Kind bekommen dann sollten Sie sich mit dem Gedanken beschäftigen, denn es passiert nicht den anderen sondern vielleicht Ihnen, ja Ihnen! Und wenn es einen eiskalt erwischt, dann ist es schlimm und Frau leidet unter Umständen Jahrelang darunter und niemand, der es nicht erlebt hat, versteht das.

Dieses Buch beschreibt alles Wichtige rund um den Kaiserschnitt (egal ob geplant oder ungeplant), es berücksichtigt medizinische Fragen genauso wie die Seelischen (für Mutter, Vater und Kind)


Wie soll mir das denn helfen?
Ein vollkommen versachtlichtes Buch, das mir mit seinen Statistiken auf die Nerven ging und mit seinen Texten nur noch mehr Kopfzerbrechen bereitet hat.
Ein glatter Fehlkauf! (Autor/in)


Unzeitgemäßes Buch, das seine Absicht verfehlt
Ich muss leider den negativen Rezensionen Recht geben, das Buch verfehlt nämlich leider völlig seine Absicht, Narben heilen zu lassen. Nachdem das Werk auf Seite 123 (von nur 190) endlich damit fertig ist, das Negative und Unnötige eines Kaiserschnitts zu verdammen, habe ich nun keine Lust mehr weiterzulesen. Meiner Meinung nach richtet sich das Buch an Mediziner indem es konsequent, wiederholend und streng auffordert, Kaiserschnittraten zu senken; den Müttern wird so nur vorgeführt, wie überflüssig ihr Kaiserschnitt war. Ich habe erfahren, dass sich das Buch an die Mütter richtet, die selbst in den 60/70ern geboren sind und dass die Autorinnen rooming-in, mehr stillfreundliche Kliniken und Familienzimmer fordern und dringend von einem Wunschkaiserschnitt abraten. Wer also wie ich in einer ganz tollen, stillfreundlichen Klinik mit Familienzimmer und rooming-in entbunden wurde und nicht die Schuld am Kaiserschnitt beim männlichen Personal (vgl. Kapitel 5.2 "Geburtshelfer Mann: Geschlechterrollenkonflikte bei der Geburt") sucht und trotzdem Narben hat, dem empfehle ich ein anderes Buch.


Wahrheitsgetreue Schilderung einer Sectio
Durch das Buch kann man sich bereits im Vorfeld auf die Kaiserschnittgeburt sehr gut vorbereiten. Die Schilderungen sind zwar verschieden, die emotionale Seite ist jedoch bei allen gleich. Hier wird nichts übertrieben sondern realitätsgetreu beschrieben, z.B. wie man sich vor dem eigentlichen Eingriff fühlt. Unsere Erfahrungen WÄHREND und NACH des Kaiserschnitts waren jedoch andere, da wir wussten, wer unsere Kleine auf die Welt bringt bzw. es - den Umständen entsprechend - sehr entspannt und ruhig im OP zuging. (Autor/in)


Alles wird gut!
Mir persönlich hilft dieses Buch wirklich das Geschehene zu verarbeiten.
Es ist angenehm geschrieben und durch die Erfahrungsberichte anderer "Betroffener"
fühlt man sich irgendwie aufgehoben, verstanden und nicht mehr allein. (Autor/in)


Auf keinen Fall zu empfehlen
Ich dachte, das Buch würde mir helfen, die beiden ungeplanten Kaiserschnitte, die ich hatte, zu überwinden und mit Tipps für eine mögliche weitere Schwangerschaft und Geburt geben. Insbesondere hätte mich interessiert, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Narbe reißt.

Statt meine "Narben" zu heilen, sah ich mich permanenten Vorwürfen gegenüber gestellt. Ich musste nachlesen, dass fast jeder Kaiserschnitt vermeidbar ist und ich Opfer der Ärzte geworden bin. Ist es das, was man Kaiserschnitt- Müttern an die Hand geben will? Kaiserschnitt vermeidbar oder nicht- im Nachhinein ist es nicht mehr zu ändern und da will man sich doch nicht anhören,wie falsch alles gelaufen sein soll.

Mit hat das Buch keinesfalls geholfen und ich würde es keinem anraten zu lesen, der schon einen Kaiserschnitt hatte.


Möglicherweise ist das Buch für die Befürworter der Wunschkaiserschnitte geeignet, keinesfalls aber für solche, die aus anderen Gründen einen Kaiserschnitt erleiden mussten.

Vorwürfe sind da das letzte, was man braucht! (Autor/in)


Ein tolles Buch !
Dieses Buch ist wirklich sehr informativ, es beleuchtet das Thema 'Kaiserschnitt' von allen Seiten, auch von jenen, an die man zuvor nicht gedacht hätte. Ich habe selber mein Kind mit Kaiserschnitt zur Welt gedacht und fand dies erst ganz o.k., doch nach einigen Tagen war ich plötzlich sehr uneins mit mir und der Geburt, zumal eine Vollnarkose notwendig geworden war und ich ganz stark das Gefühl hatte, ich wäre bei der Geburt meines eigenen Kindes einfach nicht dabeigewesen. Das Buch hat mir wirklich sehr dabei geholfen, das Erlebte zu verarbeiten und trotz allem die positiven Aspekte meiner Entbindung zu erkennen und zu würdigen. Auch konnte ich mithilfe des Buches den Grund für die Stillprobleme mit meinem Kind erkennen, was mich dann doch sehr tröstete, weil ich nicht mehr das Gefühl haben mußte, es würde an mir liegen. Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, hatte ich das Thema 'Kaiserschnitt' ziemlich gut verarbeitet und bin heute mit der Geburt und der Zeit danach im Reinen. Wirklich empfehlenswert !


endlich seine gefühle verstehen
ich habe meinen sohn mit einem notkaiserschnitt zur welt bringen müssen und konnte das erlebte lange zeit nicht verarbeiten. auf anraten einer bekannten kaufte ich mir das buch "kaiserschnitt-wie narben an bauch und seele heilen können". und hier laß ich schwarz auf weiß wie es mir lange zeit gefühlsmäßig ging. endlich erfuhr ich, daß es völlig normal ist nach einem kaiserschnitt negative gefühle zu sich und zu seinem kind zu entwickeln. ich war kein einzelfall, sondern die norm. nur wußte ich das vorher nicht. das buch beschreibt eindrucksvoll die einzelnen phasen der verarbeitung eines solchen erlebnisses und erklärt den kaiserschnitt selber sowie mögliche gründe hierfür. zudem geht es darauf ein, wie sich ein kaiserschnitt auf das weitere leben von kind und mutter auswirken kann.
dieses buch hat mir sehr geholfen, das erlebte einfach als das anzunehmen was es war: zu dem zeitpunkt die einzige möglichkeit ein gesundes kind zur welt zu bringen, und mit meinen gefühlen endlich ins reine zu kommen.


Danke
Ich habe dieses Buch nach meinem völlig ungeplanten, unvermuteten, überraschendem Kaiserschnitt gelesen. Ich hatte schreckliche Gewissensbisse meiner Tochter gegenüber und fühlte mich unendlich traurig. Das Buch sagt deutlich, dass der spontanen Geburt der Vorzug zu geben ist und nach zwei vorangegangenen spontanen Geburten stimme ich da eindeutig zu. Allerdings machen die Autorinnen auch deutlich, dass "der andere Weg" für Mutter und Kind auch ein besonderes, vielleicht sogar ein besondereres Ereignis ist, dessen Würdigung uns Frauen nur sehr schwer fällt. Mir ging es nach der Lektüre besser, da ich mich in dem Buch erstmalig als Gebärende anerkannt fühlte. (Autor/in)


Meilenstein bei der Verarbeitung meiner traumatischen Geburt
Für mich war das Buch ein Meilenstein bei der Verarbeitung meines traumatischen Geburtserlebnisses.
Nirgends wird die Arbeit der Ärzte und Hebammen und der Stand der heutigen Medizin als grundsätzlich negativ beurteilt. Es werden lediglich einige Erfahrungsberichte von Frauen abgedruckt, die lieblos vom Krankenhauspersonal behandelt wurden. Die Autorinnen beschreiben die unterschiedlichsten Empfindungen und Gründe für die negativen Gefühle von Kaiserschnittmüttern. Lieblose Behandlung durch das Personal wird lediglich als eine von sehr vielen Faktoren genannt. Sie kommt nun einmal im hektischen und personaleinsparenden Krankenhausalltag vor, und es wäre eine Negierung der Erfahrungen von Patientinnen, wenn diese Probleme nicht auch angesprochen werden würden.
Ich habe auch nie den Eindruck bekommen, dass mir die Autorinnen einreden wollen, ich sei um eine positive Geburtserfahrung betrogen worden. Das würde das Pferd von hinten aufzäumen: Denn das Buch richtet sich vordringlich an Leserinnen, denen es so ergangen ist, ein solches Gefühl wurde ihnen nicht eingeredet. Statt dessen ist es für traumatisierte Kaiserschnittmütter eine unglaubliche Wohltat zu lesen, dass es auch anderen Frauen so ergeht. Ich persönlich bin nämlich mit meinen Gefühlen überall auf Unverständnis gestoßen und hatte schon den Eindruck von mir selbst gewonnen, mit mir stimme etwas nicht und ich sei überempfindlich. Erst bei der Lektüre des Buches habe ich endlich die Bestätigung bekommen, dass derartige Empfindungen nicht falsch sind, sondern dass es auch vielen anderen Frauen so geht.
Das Buch war Balsam für meine Seele und gehört für mich zu den wertvollsten Büchern, die ich je gelesen habe. Ich bin den Autorinnen sehr dankbar, dass sie dieses Buch veröffentlicht haben!


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