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Der Schwarm
von Frank Schätzing Kiepenheuer & Witsch 2004-02-17
Gebundene Ausgabe 1000 Seiten ISBN: 3462033743


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Spannende Unterhaltung kombiniert mit spannendem Wissen
    
Lernromane, die spannend aufbereitetes Wissen mit einer ebenso spannenden Handlung kombinieren, finde ich generell ein sehr gutes Konzept - denn Lernen mit Unterhaltung und Entspannung zu verbinden dient so zwei wichtigen Lebensbereichen gleichzeitig. Zudem bringt man Bürger an Themen heran, die man anderweitig nicht dafür sensibilieren könnte. Frank Schätzing erreicht mit diesem Thriller beides auf glanzvolle Weise. Da erfährt man viel Interessantes über Meeresforschung, Ökologie, Wale und andere Wissenschaftssparten und lernt jede Menge über einen faszinierenden, weniger bekannten Bereich. Nicht etwa als Halbwissen im lockeren Plauderton, sondern in fundierten Dialogen, denen mit Sicherheit umfassende Recherchen zugrunde liegen und von grossem Engagement des Autors zeugen. Wie sich die Ökologiekrise immer dramatischer zuspitzt und eine Kettenreaktion auslöst, ist atemberaubend spannend geschrieben, allerdings auch bedenklich nahe an einer möglichen Realität... Die kapitelweisen Szenenwechsel, die verschiedenen Akteure und ihre Charakter, die von Seite zu Seite zunehmende Spannung sind exzellent und meisterhaft, ein Kompliment an den Autor. 1000 Seiten, dachte ich mir beim Kauf des Buches, dieser Wälzer wird mich aber fesseln müssen... Jetzt kann ich sagen: Wenn man so schreibt, könnten es problemlos 2000 sein... Also: Eine unbedingte Kaufempfehlung an alle, die Unterhaltung und Spannung mit Niveau mögen und Lebenspartner haben, die Rückzüge ins Sofa unter die Leselampe für einige Abende tolerieren... (Autor/in)
Widerstand ist zwecklos
 
Hut ab. Schätzing, dessen Kenntnisse um das Sujet aus der Hobbytaucherei stammten, hat sich mariannengrabentief in Recherche gestürzt, um einen Thriller abzuliefern, der gleichzeitig ein Sachlesebuch zu den Themen Genetik, Geologie, Informatik, Meeresbiologie und sieben, acht anderen Themen ist.Etwas Seltsames geschieht in den Ozeanen. Fischer ertrinken vor der südamerikanischen Küste. Mutierte Wattwürmer fressen die Befestigung der Küsten auf. Durchgeknallte Orcas greifen Boote an. Hummer explodieren auf Küchenarbeitsplatten und setzen biestige Killeralgen frei. Tiefseekrabben attackieren die Städte an der ostamerikanischen Küste. Heere von Muscheln überfallen Frachtschiffe und machen sie manövrierunfähig. Und gelegentlich wird ein flächiges, blaues Leuchten beobachtet. Schnell wird klar, daß ein Zusammenhang bestehen muß. Unter Federführung der Amerikaner wird ein Wissenschaftlerteam damit beauftragt, nach diesem Zusammenhang zu suchen. Sie finden einzellige Meereslebewesen, die über eine kollektive, hochgezüchtete Intelligenz zu verfügen scheinen (quasi die "Borg" der Ozeane: "Widerstand ist zwecklos!"). Die Menschen sind nicht länger Herrscher über den Planeten: Am Meeresgrund brillierte die Evolution mit der wirklichen Krone der Schöpfung, einem amorphen, brutalen Gegner, der dazu in der Lage ist, die Menschheit zu vernichten. Als der erste, künstlich ausgelöste Tsunami die Nordsee heimsucht, wird die kollektive Bedrohung faktisch. Hut wieder auf. Zwischen sehr informativen und ambitionierten Miniessays zu den obengenannten Themen und reichlich abgehobener Öko-Selbstkritik versammelt Schätzing eine Handvoll Protagonisten, die an Farblosigkeit den blinden Kraben in nichts nachstehen. Die sich sehr gemächlich und geschwätzig aufbauende Thrillerhandlung (etwa ab Seite 400 beginnt es langsam, spannend zu werden) folgt einem so simplen Schema, daß es gen Ende richtiggehend ärgerlich wird, als sich die machtgeilen Amerikaner outen und das Chaos in letzter Sekunde abgewendet wird. All die Recherche und die feine, durchaus intelligente Vorbereitung des Themas verpuffen im wenig originellen Strickmuster dieses deutlich zu langen, seiner eigenen, faden Auflösung kaum Rechnung tragenden Romans. Etwa ab Seite 800 ist die Schwarte nicht mehr zu genießen. Immerhin öffnet Schätzing den Blick für die Komplexität des Ökosystems Meer, aber es gelingt ihm nicht wirklich, Sensibilität für die Thematik zu schaffen. Die Bedrohung bleibt kühl und abstrakt, und leider ist es mit seinen stereotypen, auf eine Verfilmung hin kreierten Protagonisten nicht anders. Die Empathie wirkt aufgesetzt, wie die vielen, kleinen Konflikte, die wirken, als wären sie am grünen Tisch entstanden.
Interessante Aspekte zur Handlungsweise des Menschen
    
? Der Schwarm" spricht mich gleich auf zwei Weisen an. Erstens finde ich die Geschichte als Naturfanatiker einerseits höchst bewegend, zum Beispiel als man von den amerikanischen Delphinexperimenten liest, andererseits auch sehr spannend, besonders auf den letzten 100 Seiten wird die Spannung durch die abrupten Wechsel der Ansichten der verschiedenen Personen und Schauplätze gesteigert. Der eigentlich interessante und mitreißende Aspekt, der in diesem Buch aufgegriffen wird, ist die Position des Menschen auf der Erde. Die Handlungsweise der Yrr mag zuerst brutal und unberechtigt sein, aber vergegenwärtigt man sich, was der Mensch den Meeren durch labile Öltanker und radioaktiven Müll antut ( und nicht nur dem Meer), der wird dieses Handeln aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Das Buch ist außerdem zu empfehlen, weil die Geschichte dem Leser die verschiedensten Gefühle vermittelt, nämlich, was bei mir besonders intensiv war, die Wut auf die amerikanischen Soldaten, zum einem wegen ihrem Denken, das sich nur auf den nationalen Erfolg beschränkt, zum anderen wegen ihren Aussagen bezüglich ihrem Verhältnis zu Gott. Alles in allem ein sehr gutes Buch, was ich jedem empfehle, der sich für Natur interessiert oder ebenfalls der Meinung ist, der Mensch handelt falsch, denn die Geschichte zeigt, zu was dieses Handeln führen kann, womöglich ist der einzige Unterschied zur Realität, das hinter der Rache keine Lebensform, sondern Mutter Natur steckt. (Autor/in)
das meer schlägt zurück
    
Das Meer schlägt zurück - in Frank Schätzings meisterhaftem Thriller erwächst der Menschheit eine unvorstellbare Bedrohung aus den Ozeanen. Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss. Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur. Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein großartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit großer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung.
Die Sensation
    
selten ein so spannendes und fundiert recherchiertes Buch gelesen!! Man erfährt sehr viel aus dem Bereich der Wissenschaft, das ganze verpackt in eine superspannende Handlung ohne Leerläufe mit interessanten Charakteren. Das Buch regt auch zum Nachdenken an, was wir unserer Umwelt im vermeintlichen Überlegenheitswahn alles antun. Gar nicht soo unwahrscheinlich, dass Fiktion und Realität mal aufeinandertreffen. Endlich mal wieder ein Buch, bei dem man sich wünscht, es würde nie aufhören. Hoffentlich wird es nicht als Film vermurkst!!! (Autor/in)
Ein echter Hammer!!!!
    
Jepp!!! Ein Megahammer!!!
Auf den ersten Seiten hab ich mich etwas schwer getan. Ich dachte was ist das, sitz ich in der Uni und bekomm Vorträge über Peru, Ölplattformen ... Aber dann hat mich das Buch total gefesselt, nebenbei erfährt man echt viel. Was mich erst ein wenig gestört hat, fand ich dann doch sehr interessant und ist sehr gut recherchiert.
Ein echt spannender Thriller zu einem doch leider sehr aktuellen Thema (Umweltverschmutzung, Raubbau). Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen!!!! (Autor/in)
einfach klasse
    
ich find das buch von der ersten bis zur letzte Seite einfach nur klasse...muss man gelesen haben ! ! ! (Autor/in)
Kein Buch zum Schwärmen

Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem die Qualität der Idee und der Ausführung so weit auseinander klafften. Die Grundidee, die Herr Schätzing dem Klappentext zufolge geträumt hat, hat durchaus einiges an Potential. Eine intelligente Lebensform in der Tiefsee, die die Menschheit auslöschen will weil diese die Umwelt zerstört - daraus hätte ein gutes Buch werden können. Leider hat Herr Schätzing die Idee in einem Mischmasch von allzu detaillierten Erklärungen, schlechten Dialogen, und auf eine Verfilmung ausgelegte "Actioneinlagen" völlig zerredet. Weniger wäre hier mehr gewesen, zumal manche Teile nur sehr ungelenk in die Gesamtgeschichte eingefügt sind, wie die ellenlange und wenig sachdienliche Schilderung des Lebens der Inuit in der Arktis. Wo andere Autoren Mut zum Auslassen beweisen und dem Leser damit Freiraum bieten für Fantasie und eigenes Nachdenken, verliert sich Herr Schätzing in pseudointellektuellen Gesprächen und unnötigen technischen Details. Dialoge, in denen sich Wissenschaftler desselben Fachgebietes seitenweise gegenseitig ihr Wissen erklären, sind ungefähr zu glaubwürdig wie wenn sich zwei Automechaniker gegenseitig die Funktion eines Motors erklären. Und das Gespräch eingeblendet, hineingeschnitten förmlich, in eine wilde Verfolgungsjagd nach 007-Manier, sodaß sich beides gegenseitig stört.
Manche Leser mögen die Details interessant finden; oft sind sie tatsächlich interessanter als die Geschichte drum herum (aber dann lese ich sie lieber in einem guten Sachbuch nach). Mir drängte sich beim Lesen allerdings zu oft der Eindruck auf, sie haben den einzigen Sinn zu zeigen wie viele Einzelheiten Herr Schätzing recherchiert hat. Das kann man ein- zweimal pro Buch hinnehmen, bei Autoren mit besonderem erzählerischen Geschick vielleicht ein paarmal öfter. Aber die holprige Sprache Frank Schätzings und sein katastrophales Unvermögen eine Geschichte von unnötigem, störenden Ballast freizuhalten, nerven nach den ersten 200 Seiten nur noch - aber dann kommen nochmal 800 Seiten, in denen es nicht besser wird. Insgesamt hat man am Ende (das jedes Klischee bedient) das ungute Gefühl, die unglückliche Verquickung eines (nicht besonders guten) populärwissenschaftlichen Sachbuchs und einer Science-Fiction/Horror-Geschichte gelesen zu haben. Beim Spagat zwischen spröder, oberlehrerhafter Belehrung und platter Unterhaltung (samt Liebesgeschichtchen) hat sich Herr Schätzing gründlich übernommen - ich werde sicher kein Buch mehr von ihm lesen. Bleibt, dem Autor für die Zukunft bessere Träume zu wünschen, und uns, daß er sie nicht aufschreibt. (Autor/in)
Anfangs schwer, dann große Klasse!
    
Ich bin zufällig auf den Titel gestoßen und habe ihn ohne große Erwartungen gelesen.
Anfangs, dass heißt die ersten hundert Seiten, habe ich mich auch durchaus schwer getan in die Handlung einzutauchen, zu verstehen und mit Schätzings sehr genauem Beschreibungsstil klarzukommen.
Spätestens ab den ersten Walangriffen hat es mich dann aber gepackt.
Schätzing inszeniert Hollywoodaction, verbunden mit beispielloser Recherche, tollen Charakteren und einer sehr guten Handlung.
Nach den ersten 500 Seiten war ich geschockt wie genial Schätzing diese Vision beschreibt. Auch kommt es einem zu keiner Zeit vor, als würde man einen billigen Hollywoodstreifen lesen, obwohl Schätzing nicht gearde wenig Action und Pathos in die Story gepackt hat. Dazu ist/sind die Story und die Vorkommnise zu schlau, genial und logisch.
Nach den ersten 500 Seiten wechselt das Buch seinen Ton, wird ruhiger , was durchaus langeweile beudeten könne, hätte Schätzing nicht seine tolle Charaktere.
Das Finale hat mich, obwohl es sehr plötzlich kam, überzeugt.
Ich gebe zu, dass es hier und da Passagen gibt, die einfach zu detailiert sind und die man gerne überblättern würde.
Doch diese nahm ich dankend in Kauf, weil ich dafür mit einem der besten Bücher meiner Leserlaufbahn belohnt wurde.
P.S: Für Leute, die von solcherlei Wälzern abgeschreckt werden. Ich bin genauso und mir hat es trotzdem wahnsinnig gefallen. Von der Story her war es keine Seite zu lang. (Autor/in)
gut... aber nicht sehr gut!
   
Als ich das Buch zum allerersten Mal angefangen habe zu lesen, habe ich es dann nach etwa 150 Seiten wieder weggelegt. Es war mir schlichtweg zu langweilig geschrieben. Heuer im Urlaub habe ich es dann noch einmal angepackt und diesmal hat es mich dann tatsächlich in seinen Bann gerissen.
Ich habe es innerhalb von nur 5 Tagen verschlungen und es hat sich gelohnt.
Bis zum Ende des ersten Drittels hin steigt die Spannung ins Unermessliche und steigert sich dann in ein furioses "Finale". Danach wird die Geschichte leider wieder etwas flach und muss sich in den letzten 600 Seiten dann wieder langsam steigern, bis es schließlich wieder zu einem großen Finale kommt!
Fazit: Sehr gut recherchierte, spannend geschriebene Geschichte, mit Interessanten Protagonisten, aber leider allzuoft oberflächlich gestalteten Nebenrollen... Aber das Buch ist auf jeden Fall lesenswert! (Autor/in)
Spannung und Meer
    
Dem Inhalt muss ich nichts mehr hinzufügen, das Buch ist phantastisch! Hervorragend recherchiert, mehr als spannend erzählt, ein yrrer Science-Fiction-Thriller mit so viel realistischem Background , das er mich atemlos und mit Gänsehaut zurücklässt! Nebenbei lernt man, wie Meeresforschung betrieben wird. Unbedingt lesen !!! (Autor/in)
rache der natur
   
fischer verschwinden spurlos. wale werden aggressiv und zeigen unbekannte verahltenweisen. bei ölborarbeiten am norwegischen schelf entdecken forscher unbekannte würmer die viel zu groß sind und zu große beißwerkzeuge haben, die sie eigentlich nicht haben dürften. diese und weitere entdeckungen führen die forscher aud die spur einer natur die langsam zurückschlägt und sich für das ihr angetane rächt. schon lange nicht mehr wurden auf knapp 980 seiten so viel spannung und handlung dermaßen gut verpackt. eine absolute empfehlung !! (Autor/in)
schlaflose Nacht
    
Aber Hallo ! Seit Jahren!!!! wieder ein Buch auf einen Rutsch durchgelesen. Bei über 1000 Seiten ein Novum für mich. Dazu ging die ganze Nacht darauf, ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Abolute Spitze, sehr spannend und fesselnd geschrieben. Ein ""Ökokrimi" der einem noch lange beschäftigt. Die Aufarbeitung der Lektüre dauert immer noch an. Kein Buch zu einschlafen. E.S (Autor/in)
1000 spannende Seiten
    
Genauestens recherchierte wissenschaftliche Hintergünde werden, ohne das die Handlung darunter leidet oder langatmig wird, auch für den nicht vorgebildeten Laien bestens dargestellt. Die handelnden Charaktere sind stimmig und glaubwürdig. Der Autor entwirft ein derart realistisches Szenario über die Folgen der globalen Umweltverschmutzung und Ausbeutung das einem Angst und Bange werden kann. Wissensvermittlung und spannende Handlung schließen einander nicht aus. Der Autor hat das mit einem Roman der Sonderklasse bewiesen. (Autor/in)
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