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Mein langer Lauf zu mir selbst.
von Joschka Fischer Kiepenheuer & Witsch 2000
Gebundene Ausgabe 175 Seiten ISBN: 3462027948


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Eine interessante Persönlichkeit
    
Wie auch die persönliche Biographie von Joschka Fischer beweist, ist er eine interessante Persönlichkeit. Geprägt von einem unglaublichen Willen und Ehrgeiz für eine Sache. Das Buch ist gut geschrieben. Ich jedenfalls habe es in einem Zug gelesen. Fischer selbst geht ehrlich um mit seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Sie geben allen denen Mut, welche auch eine solche Veränderung erreichen wollen. Einfach Klasse.
Und er bewegt sich doch-Joschka Fischer macht Mut!
    
Endlich mal wieder ein Politiker, der einen Einblick in sein (Seelen-)Leben zulässt und für uns "normale Menschen" wieder erreichbar wird.Da ich selber seid einigen Monaten auf dem "Lauftripp"mit Zielvorgabe Marathon bin und mich auch in vielen Wesenzügen unseres Aussenministers wiederfinde, habe ich das Buch mit grossem Vergnügen gelesen. Wer den letzten "Kick" braucht, um selber wieder die Beine in die Hand zu nehmen, sollte dieses Buch unbedngt lesen (PS leider wirklich etws zu teuer).
Überzeugend und motivierend
   
Dieses Buch ist ein Muß für jeden, der schon länger versucht sein Leben komplett umzustellen. Herr Fischer zeigt daß es möglich ist.
OK jedoch für die Seitenanzahl zu teuer
    
Ich habe mich bereits seit langem auf dieses Buch gefreut und am verregneten Samstag komplett gelesen. Joschka Fischer hat erstaunliches geleistet, es ist kaum nachzuvollziehen, dass er diese Energie erbracht hat. Ich ziehe wirklich meinen Hut vor ihm. Nur eines möchte ich nicht unerwähnt lassen: ich finde, dass der Preis des Buches überteuert ist, gemessen an der Anzahl der Seiten und auch noch in grosser Schrift. Wenn Sie mir bestätigen könnten, dass Herr Fischer die Einnahmen als Spende z.B. in den Kosovo weitergegeben hat, kann ich mich damit wieder versöhnen.
Die Wiedergeburt des Joschka aus dem Geist des Langlaufes
   
"Die Fischer waren seit langem in männlicher Linie immer Bauern und Metzger gewesen," erzählt Joschka Fischer auf S. 61 des vorliegenden Buches. Trotzdem blieb er bis weit in seine Dreißiger Jahre ein flotter durchtrainierter Mann, denn "meine linksradikalen siebziger Jahre in der Frankfurter Sponti Szene und im Häuserkampf verlangten ein hohes Maß an körperlicher Fitness."(S.22). Dann aber lief irgendwas schief , der Sponti wurde Politiker und Umweltminister, der Stress nahm zu, Schlaflosigkeit und Herzklabastern stellten sich ein, und der Appetit sprengte alle Grenzen. Auch auf die Gefahr hin, dass es geschmacklos klingt: von der Kalorienmenge, die Joschka Fischer auf Seite 40 als sein normales tägliches Fresspensum auflistet, hätte gut und gerne ein afrkanisches Kinderheim eine Woche exisitieren können. So ging es Tag für Tag, Jahr für Jahr, bis der Frontmann der Grünen im im Jahre 1996 im Alter von 48 Jahren stolze 112 Kilogramm auf die Waage brachte.
Soweit die dunkle, die düstere Einleitung der Fischer-Saga, gegenüber der die staunenswerte Neuerschaffung eines Politikers aus dem Geiste des Langlaufes nur umso strahlender hervortritt: innerhalb von zwei Jahren reduziert Joschka Fisher sein Gewicht sage und schreibe von 112 auf 78 Kilogramm. Das klingt fast unglaublich, aber es ist wirklich geschehen, Hunderttausende haben im Fernsehen verfolgen können, wie Joschka Fischer zwischen 1996 bis 1998 Monat zu Monat immer mehr schrumpfte, bis sich schließlich fast ein Drittel seines ursprünglichen Körpergewichtes in Nichts aufgelöst hatte. Wie war das möglich? fragte das Volk daraufhin, und um darauf eine Antwort zu geben, hat Fisher dieses Buch geschrieben. Der erste und entscheidende Grund, gewissermaßen die Initialzündung für die radikale Entfettungskur, wird allerdings nur ganz zart angedeutet: Fischers dritte Ehefrau war 1996 auf und davon gegangen, was das "schwer atmende Fass" Fischer natürlich derart auf den Magen schlug, dass die ersten zehn Kilogramm gut und gerne dem ?Magermacher Liebeskummer? gutgeschrieben werden können. Aber das ist beileibe nicht die ganze Wahrheit, denn wie viele verlassene Männer aus leidvoller Erfahrung wissen, wird die erste Phase der Körperentschlackung durch Einsamkeit bald durch exzessives Saufen und Fressen in der zweiten Phase wieder mehr als kompensiert. Nicht so Joschka Fischer. Er beginnt ein gnadenloses Lauftraining, das in seiner Konsequenz ein wenig an die Exerzitien erinnert, mit den altchristliche Heilige sich von elenden Sündern zu religiösen Virtuosen entwickelten. Alles beginnt mit einem Lauf von 500m im Umkreis des Bundeshauses, ein heikles Untenehmen, denn "Mein Gewicht war trotz aller Anfangserfolge noch ganz erheblich, so dass durchaus die Gefahr bestand, dass die Bonner Erdbebenwarte mit ihren feinen Messgeraten reagieren würde, wenn ich losstapfte." ( S. 58). Dann aber werden, es fünf, sieben, zwölf Kilometer, und je mehr der Kalorienrenegat läuft, desto mehr genießt er die drei Geschenke des Joggens: die Sauerstoffdusche, die Stimulierung der gesamten Muskulatur und die ?meditative Haltung?, die das Joggen über längere Strecken mit sich bringt ( S. 80). So war es nur eine Frage der Zeit, bis Joschka die größte aller läuferischen Herausforderungen ins Auge fasste: einen Marathonlauf, den er dann auch tatsächlich nach ausgiebigem, geradezu furchterregendem Training ( siehe dazu die Trainingspläne auf S. 118f. ) am 18. April 1994 in Hamburg absolviert (Rang 4.179 von 10.134). Was für ein Triumph denkt man und ist nicht überrascht, dass der neuerschlankte Joschka sich selbst kurz darauf in die vierte Ehe und die Bundesrepublik zusammen mit dem pyknischen Antilangläufer Gerd in die erste rotgrüne Koalition auf Bundesebene führte. Hut ab, Herr Fisher und Dank auch an die dritte Ehefrau, der wir die Initialzündung dieses auch bundespolitisch relevanten Revitalisierungprozesses verdanken. Dass Joschka Fischer acht Jahre später nun fast wieder so dick ist wie früher, fällt demgegenüber nicht ins Gewicht, denn erstens hat er inzwischen zum fünften Male geheiratet und zweitens grübelt auf amerikanischen Elitehochschulen nun nicht mehr über das Joggen sondern über das Schicksal der Menschheit als solcher. Oder sollte das etwa das gleiche sein? Über diese Frage muss ich unbedingt nachdenken, wenn ich gleich losjogge.
(Autor/in)
Selbstinzenierung

Früher waren alle, die keinen Rotwein tranken und nicht gut gefressen haben für Fischer "bemitleidenswerte Menschen". Plötzlich war alles anders. Superjoschka entdeckt die Turnschuhe wieder (natütlich nur die teuresten)und läuft und läuft und wir sollen an der Strecke stehen und ihn beklatschen. Ja plötzlich gelten neue Gesetzt: Roweine nein danke, ich genieße Wasser wie Wein. Essen nein Danke, ich schmore mir fettarmen Fisch in der Pfanne.
Und heute: Der Bauch ist wieder da, Rotwein wird wieder konsumiert und und und.
Fazit: Unerträgliche Selbstbeweihräucherung und Selbstinzenierung. (Autor/in)
Ein Buch über die langweiligste Sportart der Welt
    
Sehr gutes Motivationsbuch zum Thema Laufen. Auf das politische Leben des Joschka Fischers wird hier so gut wie garnicht eingegangen. Außerdem wird man hier keine Insider Tipps übers Laufen erfahren. Und wie konkret eine Diät durchzuführen ist, wird auch nicht beleuchtet.
Es geht eigentlich nur darum, wie auch ein vielbeschäftigter Mensch die Lust an der vielleicht langweiligsten Sportart der Welt (aus Sicht eines Nicht-Läufers)entwickelt. Diese Geschichte hätte wahrscheinlich auch ein großteil der aktiven Läufer schreiben können.
Dieses Buch versucht auch eine Antwort auf die Frage zu finden die einen Nicht-Laufende Mitmenschen immer wieder stellen: Warum läufst du jeden Tag von A nach B um dann direkt wieder von B nach A zu laufen? Ist das nicht todlangweilig? (Autor/in)
Laufen für seinen eigenen Lebenswandel
   
Joschka Fischers Buch "Mein langer Lauf zu mir selbst" zeigt die Veränderung eines Menschen vom übergewichtigen, zum laufenden Politiker. Fischer schildert beeindruckend und ehrlich, wie ein persönlicher Schicksalsschlag zu einer Wende seines Lebenswandels führte.
Wie er tapfer und eisern sich auf den Weg machte, bis er schließlich fit für den Marathon war.
Das Buch liest sich wunderbar, gut verständlich, beschreibt es ihn vom ersten Schritt bis zu 42 km.
Im Rückblick finde ich das Buch auch einfach menschlich, denn wie viele von uns haben schon abgenommen und später alles wieder drauf gehabt, ...?!
Hr Fischer hatte aber durch seinen Bekannheitsgrad den Vorteil, dass sich ein Trainer wie H. Steffny bei ihm gemeldet hat und ihn unterstützte. Wer von uns "Normalos"hat so ein Glück? Niemand, und wenn, muß man tief in die Tasche greifen.
Den Punkt Abzug gibt es, weil mir das Ende zu plötzlich kommt, nicht rund genug ist. Auch das Nachwort von Steffny find ich inhaltlich dünn, aber im Vordergrund soll ja auch die Leistung von Fischer stehen und dies ist gelungen!!!
(Autor/in)
Mein Lieblingsbuch
    
Dieses Buch ist motivation Pur.Immer wenn ich einen schlechten Tag erwischt habe und mir das Wetter mal wieder zum Laufen zu schlecht ist,nehme ich mir dieses Buch aus dem Regal und besinne mich darauf,wie Joschka Fischer es auch geschafft hat.Durch dieses Buch bin auch ich zum Läufer geworden,und möchte es nie mehr missen.
Motivierend und amüsant!
    
Joschka Fischer beschreibt in seinem Buch authentisch seine Transformation vom dickbäuchigen Endvierziger zum athlethischen "Mann in den besten Jahren". Die Sätze sind im Buch genau so lang wie die, die man im Parlament von ihm zu Hören gewohnt ist. Dass man deshalb manche Sätze zweimal lesen muss, tut dem Lesevergnügen und der Motivation keinen Abbruch - ich habe das Buch gestern mitternachts angefangen und nicht mehr weggelegt, bis ich um zwei Uhr damit fertig war. Seine Geschichte über mentale Barrieren und deren Überwindung hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Film "Forrest Gump". Besonders gefällt mir an Fischers erfolgreichem Marathonprogramm, dass er ja als Aussenminister beliebig viele Ausreden hätte, die Disziplin zum Training nicht aufbringen zu müssen. Manfred Steffny, der Fischer beim Training zum ersten Marathon gecoacht hat, wird angemessen gewürdigt. Auch mir hat Steffnys Buch "Marathontraining" bei der Bewältigung der 42.195km hervorragende Dienste geleistet. Ein Buch, das Mut macht. Unbedingt lesen! (Autor/in)
Überzeugend
    
Klasse, Herr Fischer. Wer selbst läuft, weiß, wie authentisch dieses Buch ist. Herrn Fischers Homage ans tägliche Laufen überzeugt, denn hier hat jemand vorgelebt, was sich die meisten nicht (mehr)zutrauen. Ich wünsche mir, daß jeder, der dieses Buch liest, den richtigen Schluß daraus zieht: loslaufen, täglich aufs Neue. Tip: Ideale Ergänzung zu dieser persönlichen Erfahrung von Herrn Fischer sind die Bücher von Dr. Ulrich Stunz, der zeigt, wie es dann in den Mühen der Ebene wirklich funktioniert. (Autor/in)
Klein aber fein
    
Klein aber fein ist dieses Buch wirklich. Es hat zwar ca. 150 Seiten, ist aber so gross geschrieben dass man es locker in 3 Stunden durch hat. Man merkt auch oft dass dises Buch nicht von einem Profi-Schriftsteller geschrieben wurde, aber genau das macht den Reiz aus. Dies ist kein Buch dass sich irgendein Autor aus den Fingern gezogen hatte, nein dies ist ein Buch von einem ganz normalen Menschen. Zugegeben mit einem aussergewöhnlichen Beruf, aber trotzdem. Es ist faszinierend mit welcher Offenheit Joschka Fischer ueber seine Probleme schreibt, wie sein Leben am Abgrund war, und wie er es geschafft hat so zu werden wie er jetzt ist. Wer dieses Busch liest und danach kein neues Vorbild hat, hat es nicht richtig gelesen. Und wer danach nicht daran denkt das Laufen anzufangen erst recht nicht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Sehr motivierend und einigermaßen unterhaltend geschrieben
    
Joschka Fischer beschreibt seine Metarmophose vom übergewichtigen Politiker zum leichtgewichtigen Langstreckenläufer als einen Prozess voller Askese und Selbstdisziplin - sicher die extremere Art, eine persönliche Wende zu vollziehen und nicht für jeden nachvollziehbar. Nur wer selbst läuft, kann verstehen, was man beim Laufen verspürt. Doch wer mit sich bzw. seinem Körper im unreinen ist und sich beispielsweise mehr Sport und Bewegung verordnen möchte, wird durch Fischers Beschreibung motiviert: Erfolgserlebnisse sind vorprogrammiert, und man muss nicht gleich 33 Kilo abnehmen, um sich beim Laufen wohlzufühlen. Joschka Fischer schildert seine Erlebnisse wohltuend offen und mir der ihm eigenen Distanz zu sich selbst. Wer allerdings Interna aus Fischers politischem Alltag oder gar aus seinem Privatleben erwartet, wird nicht bedient. Thomas Steffens
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