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Finde deine Lebensspur

Finde deine Lebensspur
von Anselm Grün und Maria-Magdalena Robben
Herder, Freiburg
2002

Gebundene Ausgabe
188 Seiten
ISBN: 3451275163




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Ein weiterhelfendes Buch für Eltern - Kind - Beziehungen
Anselm Grün stellt in seinem neuen Buch 4 biblische Geschichten vor, die Mutter - Tochter, Mutter - Sohn, Vater - Tochter und Mutter - Sohn Beziehungen zum Thema haben. Daneben steht jeweils noch ein Märchen, in welchem er zusammen mit seiner Mitautorin die "Beziehungsgeschichten" deutlicher herausarbeitet. Es geht darum, Vater - und Mutterwunden wahrzunehmen und sie zu betrachten, ohne sich von ihnen gefangennehmen zu lassen. Ein sehr hilfreiches Buch für alle, die an ihrer Beziehung zu ihren Eltern bzw. auchg Kindern arbeiten wollen, die dazu bereit sind, sich einzulassen sowohl auf eine Begegnung mit ihren Verletzungen als auch sich einzulassen auf eine Begegnung mit Jesus. (Autor/in)


Familientherapie
Dieses Buch ist allen wärmstens zu empfehlen, welche die Probleme Ihrer Kindheit aufarbeiten möchten, um sich mit ihnen zu versöhnen. Es ist aber auch eine hervorragende Hilfe für eine Familientherapie. Dabei bringen die Autoren die Probleme von Eltern und Kindern in einer verblüffenden Exaktheit auf den Punkt. Die Autoren unterscheiden hier zwischen Vater- und Mutterwunden. Diese werden dann ...?anhand von biblischen Beziehungsgeschichten und in der Auseinandersetzung mit einigen Märchen"... näher betrachtet. Es wird hier jeweils die Beziehung Vater- Sohn, Vater-Tochter bzw. Mutter-Sohn, Mutter-Tochter näher beleuchtet. Als Lösung der Probleme bieten die Autoren dann Therapiemethoden an, welche uns von Jesus gegeben wurden. Hier erkennt der wache Leser welche wunderbaren Botschaften in der Bibel wirklich enthalten sind. Man lernt mit den Wunden der Kindheit durch Gottes Wort umzugehen und sie positiv für sich und sein Leben zu nutzen. Es tut einfach gut dieses Buch zu lesen, wie es bei allen Büchern von Anselm Grün der Fall ist. Er scheint einer der Engel zu sein, von denen er in anderen Werken so herrlich erzählt. (Autor/in)


Wunden heilen - Quellen fließen
Wer an den Wunden seiner Kindheit rührt, kann dabei schmerzvolle Erfahrungen machen. Die Autoren Anselm Grün und Maria-M. Robben nähern sich diesem Prozess einfühlsam über biblische Geschichten und Märchen.
Da wäre z.B. die Vaterwunde, hervorgerufen durch überzogene Strenge in der Erziehung. Der Sohn scheint wie von einem stummen Geist besessen. Er zieht sich zurück in sein Inneres, bildet um sich herum einen stacheligen Panzer. Im Märchen ?Hans mein Igel" befreit die Liebe eines anderen Menschen von der Stachelhaut. Die Interpretation einer biblischen Geschichte zeigt auf, wie sowohl der Vater als auch der Sohn in den Heilungsprozess einbezogen werden.

Der Praxis zweier erfahrener geistlicher Berater entspringen zahlreiche Wegweiser für Söhne, Töchter und Eltern zur eigenen Lebensspur. Das Autorenteam beschreibt hilfreiche Impulse, Hürden im Lebensfluss zu überwinden und verborgene Quellen zu entdecken. Ist das Leben erst im rechten Fluss, weitet sich auch das Blickfeld. (Autor/in)


Spirituell, psychologisch, tiefgründig
Der Benediktinerpater Anselm Grün und die dipl. Sozialpädagogin Maria-M. Robben arbeiten in der geistlichen Begleitung. Anselm Grün ist ausserdem als geistlicher Berater und Kursleiter für Meditation, tiefenpsychologische Auslegung von Träumen, Fasten und Kontemplation tätig und Maria-M Robben fungiert in der Leitung von Meditationstagen.

Durch die Gespräche von Hilfsbedürftigen begegneten die Autoren oft Menschen, die im Gespräch das Thema der Elternbeziehung thematisierten. Den Autoren ging signifikant auf, wie offensichtlich viele Menschen von Vater- und Mutterwunden stark geprägt sind und im Erwachsenenalter weiterhin darunter leiden. Unter diesem Eindruck entstand die gemeinsame Idee, diese Erfahrungen in den Gesprächen zu verknüpfen, zu vertiefen und durch die Lektüre von Büchern zu reflexieren.

In seinem sehr hilfreichen und beliebten Buch "Verwandle deine Angst" hat Anselm Grün aufgezeigt, welche vielfältigen Ängste den Menschen im Leben einschränken und hemmen, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, diese zum eigenen Wohlbefinden zu verwandeln. Es wurde desweiteren beleuchtet, wie Jesus Christus in der Bibel diesen Ängsten entgegnet ist und wie er den Menschen den Weg gewiesen hat, gesund mit der Angst umzugehen.

In "Finde deine Lebensspur - Die Wunden der Kindheit heilen" greift Grün verschiedenste Fälle von Vater- und Mutterwunden ins Auge. Obwohl Anselm Grün psychoanalytische Theorien von namhaften Forschern wie etwa Carl Gustav Jung zu seinen Ausführungen heranzieht, verweilt er nicht im psychologischen Bereich, sondern betrachtet die Probleme durch die spirituelle Perspektive der Bibel, welche er zusätzlich durch seine Ansichten aus der Philosophie bestätigt und ergänzt. Es sind die vier klassischen Beziehungsgeschichten aus der Bibel, welche er zum Thema auslegt. Die Vater-Tochter-Beziehung, Mutter-Tochter-Beziehung, Vater-Sohn-Beziehung und Mutter-Sohn-Beziehung. Dabei zeigt er auf, wie Jesus bei ähnlichen Problemen seine stützende Hand ausgestreckt hat und mit welchen Worten dieser den Leidtragenden den Weg wies.

Sehr interessant sind Grüns Interpretationen traditioneller und altertümlicher Märchen. Mit "Schneewittchen und die sieben Zwerge" beleuchtet er die biblische Heilungsgeschichte" und deutet es als symbolischer Heilungsweg von den töchterlichen Mutterwunden. Grün beschreibt Lebensmärchen als ein Weg, auf dem die Mutterwunde geheilt werden kann. Gerade wenn man in der Bildsprache eines Märchens versucht, sein Leben zu erzählen, wird man die inneren Zusammenhänge der eigenen Lebensgeschichte in einem neuen Licht sehen. Dazu schrieb er ein wunderbares Beispiel. "Der gläserne Sarg".
Zudem ist auch sehr erhellend, dass Grün verschiedene geistliche Therapie-Methoden schildert, welche er selbst bei Begleitungen anwandte oder anwendet. Manchmal wird eine Frau darum gebeten, einen Brief an ihre Mutter zu schreiben. Dabei schreibt sie alles auf, was ihr spontan in den Sinn kommt. Eine andere Methode ist es, die Frau zu einem Rollenspiel einzuladen. Dabei stellt sie sich vor, dass auf einem Stuhl ihre Mutter sitzt, an welche sie nun die Worte aus sich heraus richtet.

Anselm Grüns Intention des Buches ist es, sich von den heilenden Kräften der biblischen Texte anstecken und inspirieren zu lassen, dass man im Licht der Texte die eigenen Vater -und Mutterwunden anschaut und erkennt, eine Verwandlung dieser in Perlen erleben darf. Dass man mit den strömenden Quellen im Innern in Berührung kommt und sich mit den Verletzungen aus der Kindheit aussöhnt. Dass man sich auf keine Spur begibt, auf der man andere und sich verletzt, sondern man seine Spur findet, auf der man in sich und das Leben anderer weckt und es zur Blüte bringt. In der Tat ein wunderbares Anliegen.

Fazit: Ein lebensrettendes Büchlein.


(Autor/in)


grün, finde deine lebensspur
die autoren verhelfen anhand von vier wunderheilungen und passenden märchen dazu, die eigene kindheit aufzuarbeiten, als vater/mutter sich zurecht rücken zu lassen und seine verhaltensweise zu überdenken. alle eltern, pädagogen sollten diese weisheit lesen und verarbeiten für sich und im umgang mit den mitmenschen. (Autor/in)


An diesem Buch sollte man besser vorbeigehen...
An diesem Buch sollte besser vorbeigehen, wer Interesse an der eigenen Gesundung hat.

Zwar soll den Autoren nicht die liebevolle Absicht abgesprochen werden, die Auswirkungen von Kindheitstraumen im Erwachsenenalter zu erkennen und ernst zu nehmen. Mit dem Verweis auf den ?eigenen Willen" lassen sich diese jedoch nicht einfach weg wischen.

Die Erlebnisweise des Kindes ist geprägt durch die Erwartung liebevoller Zuwendung seitens seiner Eltern. Wird ihm diese verweigert, wird es den Grund für die Versagung immer bei sich, nicht jedoch bei den Eltern suchen. Es ist ihm schlicht un-denk-bar, dass die Versagung der liebevoller Zuwendung der von ihm geliebten Eltern ?grundlos" sein könne. Diesen ?Grund" wird es daher stets bei sich selbst suchen. Um die Liebe der Eltern dennoch zu erlangen, wird es versuchen, sich zu ?bessern", zu ?funktionieren", sich um jeden Preis anzupassen. Dieser Preis besteht in der Verleugnung der eigenen Gefühle, in Scham und ?Schuld", die es fortan bei sich sucht, und in der Verdrängung der realen Begebenheiten. Gerne wird es später als erwachsener, ?rationaler" Mensch nach einem Rezept wie dem hier vorgestellten greifen, welches sein Leiden zu lindert verspricht.

Für eine echte Verarbeitung der ?Vater-" bzw. ?Mutterwunde" reicht es hingegen nicht aus, ihm eine rein rationale Erklärung zu liefern und ihm mit den Worten zu begegnen: ?Heilung heisst, dass ich die Eltern in ihrer Eigenart würdige, dass ich die Verletzungen, die sie mir angetan haben, bei ihnen lasse und für das danke, was sie mir gegeben haben" (S.48/49).

Diese Aussage ist dem Grunde nach nicht falsch, doch wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Hier fehlt der ?wissende Zeuge" wie ihn Alice Miller in ihren Werken beschreibt, der unumwunden zugunsten des traumatisierten Kindes Partei ergreift, indem er Schmerz, Wut, Verzweiflung und Ohnmacht des Kindes ernst nimmt, diese bezeugt. Wie sonst soll es lernen, diese selbst ernst zu nehmen.

Auch die Aussage der Autoren, es gäbe keine Eltern, die ihrem Kind überhaupt nichts gegeben hätten, befremdet. Hier wird verdeckt an das tief verwurzelte Bestreben des traumatisierten Kindes appelliert, nach Gründen zu suchen, die Ursachen der erlittenen Verletzung sich selbst zuzuschreiben, nicht jedoch den Verursachern.

Der Versuch, auf die hier beschriebene Weise seine Lebensspur finden zu wollen, wird - aufgrund des tief verwurzelten aber verdrängten kindlichen, alles verzeihenden Wunsches nach Liebe - in den Teufelskreis des Rationalisierens und ?Funktionierens" zurück führen. Der traumatisierte Erwachsene wird die Schuld wie gewohnt bei sich selbst suchen, weil er nicht wie erwartet ?funktioniert". Sollte der Trost und der Beistand auf der geistigen und nicht auf der realen Ebene verbleiben, dann wird die Lebensspur wieder und wieder in die Leere laufen.

?Wenn ich die Erlebbarkeit und Artikulierbarkeit der frühen Traumen als therapeutisches Ziel ansehe, muss ich dem Patienten helfen, [...] seine verlorene Fähigkeit zu fühlen wiederzugewinnen, denn nur auf dem Wege der Gefühle kann er seine Wahrheit finden." - Alice Miller in ?Du sollst nicht merken" (Autor/in)


Interessanter Blickwinkel
So hatte ich vor der Lektüre die Wunderberichte Jesu noch nie betrachtet: Heilung der Eltern-Kind-Beziehungen, Jesus als verständiger Therapeut. Ein Buch, das Versöhnung als Ziel hat, nur innere oder auch geäußerte, das ist im Endeffekt egal. Sogar praktische "Übungen" werden angeboten, das Buch verharrt nicht in der Theorie. Gut zu lesen, gut zu beherzigen. (Autor/in)


An diesem Buch kann man nicht vorbeigehen ...
An diesem Buch kann man wirklich nicht vorbeigehen, ja darf man nicht vorbeigehen, wenn man sich mit dem Thema Eltern-Kind Beziehungen nachhaltig auseinandersetzen will. Wer den Glauben an Kirche und damit verbundener Geistlichkeit verloren hat, kann ihn hier wiederfinden. Man erfährt, es geht auch ohne Druck und schlechtes Gewissen in so hervoragender Einfühlsamkeit und Verständlichkeit wie ich es selten erlebt habe. Verständlich für jedermann geschrieben ohne belehrend zu sein; noch dazu so spannend, dass man sich kaum trennen möchte und erstaunt ist, wenn die letzte Seite umgeblättert wird. Ich hatte das Gefühl und den Wunsch, so ein wunderbares Buch dürfte nie zu Ende sein. Ein herzliches Dankeschön an die Autoren. Ohne Einschränkung weiter zu empfehlen! (Autor/in)


Sich selbst in der Bibel entdecken
Dieses Buch fand ich sehr tiefgreifend und nachvollziehbar zu lesen. Die dort beschriebenen ELtern-Kind-Konstellationen, untermauert mit entsprechenden Heilungsgeschichten aus der Bibel, gaben mir ein tieferes Verständis für mein Leben. Ein wunderschönes Werk! Sehr zu empfehlen an Menschen, die ihre Elternthemen verstehen und vielleicht sogar dadurch heilen wollen.


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