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Zen-Geist, Anfänger-Geist: Unterweisungen in Zen-Meditation (HERDER spektrum)

Zen-Geist, Anfänger-Geist: Unterweisungen in Zen-Meditation (HERDER spektrum)
von Shunryu Suzuki und Trudy Dixon
Verlag Herder
2009-10-05

Taschenbuch
160 Seiten
ISBN: 3451060809




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Form ist Form, und Leerheit ist Leerheit
Die Überschrift verweist auf einen elementaren Unterschied zwischen Zen-Buddhismus und dem westlichen Denken, welches auf Dualismus und Logos in Form von Definitionen aufgebaut ist.
Es ist eine der Grundvoraussetzungen für denjenigen, der sich mit Zen beschäftigt und den Weg durch Zazen (Sitzen im Sein) beschreiten will, obwohl die immer angestrebte Erleuchtung (Satori) vielleicht niemals erreicht wird.
Das vorliegende Buch von Shunryu Suzuki, dem Pionier des Soto-Zen in Amerika, beschäftigt sich mit diesen und anderen grundlegenden Fragen des Zen-Buddhismus.
Es ist in drei grosse Kapitel: Rechte Praxis (Körper), Rechte Haltung (Gefühl) und Rechtes Verstehen (Geist)unterteilt. In jedem Kapitel sind mehrere Lehrvorträge von 3 - 5 Seiten Länge zusammengefasst, die mit einer Überschrift und einem Leitsatz aus dem Vortrag versehen sind. Abschliesen folgt ein längerer Epilog "Zen-Geist".
Aufeinander aufbauend behandelt Suzuki wichtige Aspekte des Soto-Zen, die für den Anfänger wie für den länger Übenden unentbehrlich sind. Darum muss man das Buch immer und immer wieder studieren, ohne dabein seinen Anfänger-Geist zu verlieren.
Und man muss sich eines klarmachen: Zen erfährt man nicht durch Bücher, sondern nur in der täglichen Praxis des Zazen. Denn Zen kann man nicht erklären, sondern muss es erfahren. Zen ist, was es nicht ist, da es den Menschen in kleinen Schritten verändert.
Suzuki hilft dabei. Zumal die Vorträge Rücksicht auf die verschiedenen Kulturen nimmt, da man im Westen nicht wie in Japan Zen praktizieren kann.
Für den Anfänger und Fortgeschrittenen. Für den Suchenden und Interessierten uneingeschränkt zu epfehlen. Und zwar in dieser liebevoll gestalteten Ausgabe. Auch wenn sie etwas teurer ist. Aber wer Zen praktiziert, wird das Buch sein Leben lang zur Hand nehmen. (Autor/in)


"Im Anfänger-Geist gibt es viele Möglichkeiten ...
... im Geist des Experten nur wenige." Diese Aussage von Shunryu Suzuki lädt den Leser ein, inne zu halten, sich des Anfangs aller Dinge zu er-innern und keinesfalls auf den sich als fortgeschrittenen Experten gebärdenden Verstand herein zu fallen. "Das Ziel der Übung ist immer, unseren Anfänger-Geist zu bewahren." Es geht also darum, JETZT HIER zu SEIN und nicht durch einen vermeintlichen Weg, irgendwo hin zu gelangen. "Der Geist des Anfängers ist der Geist des Mitgefühls." Selbstverständlich kann ich nur mitfühlend sein, wenn ich mit allem am Anfang verharre, mir kein Urteil erlaube. Wirklich HIER & JETZT zu SEIN ist die Essenz des Mitgefühls. "Das ist auch das eigentliche Geheimnis der Künste: Immer ein Anfänger zu sein." Wenn eine Kunst, gleich welcher Art ihren Ursprung (den Anfang) verliert, wird spürbar, dass keine Kraft in ihr enthalten ist. Dieses Buch lehrt uns nach dem hier mehrfach zitierten genialen Vorwort in drei klar strukturierten Teilen (rechte Praxis, rechte Haltung und rechtes Verstehen) die Essenz des Zen und seiner Praxis. Der Epilog enthält schließlich diesen schönen Satz: "Wir müssen einen Anfänger-Geist haben, frei von jedem Besitz, einen Geist, der weiß, dass alles sich in fließendem Wandel befindet."

Seit Jahren mein absolutes Lieblingsbuch über Zen. (Autor/in)


Es besteht für uns keine Notwendigkeit zu verstehen, was Zen ist. (Shunryu Suzuki)
Wenn wir etwas lernen wollen, dann suchen wir instinktiv nach Büchern oder anderen Quellen, die uns das nötige Wissen vermitteln. Wir wollen uns die Begriffswelt des neuen Gebiets logisch erschließen. Genau so selbstverständlich ist es für uns, dass wir bewusst oder unbewusst alles bewerten und in vorgefertigte Gedankengerüste einordnen müssen. Statt die Dinge zu sehen, wie sie sind, nämlich im Fluss und in stetiger Wechselwirkung miteinander, trennen und sortieren wir sie statisch. Diese Vorgehensweise ist Teil unserer europäischen oder westlichen Denkweise und Alltagskultur. Es muss alles erst einmal durch unseren Verstand und danach in die entsprechende Schublade.

Dieses Verhalten ist paradox und von einem gewissen absurden Witz, wenn wir mit Methoden in Kontakt kommen, die aus einer völlig entgegen gesetzten Vorgehensweise entstanden sind und deren Ziel es obendrein auch noch ist, gerade den Verstand zur Ruhe zu bringen, seine Dominanz über uns zu brechen und ihm seinen wirklichen Platz in unserem Inneren zuzuweisen.

Auch dieses Buch ist auf den ersten Blick ein Versuch, etwas intellektuell zu erklären, was man nur durch die eigene Erfahrung erleben kann.

Nachdem der japanische Zen-Meister Shunryu Suzuki in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nach San Franzisko kam und dort ein Kloster gründete, gefiel seinen amerikanischen Jüngern die Idee, seine Anweisungen und Erklärungen schriftlich für die Ewigkeit aufzubewahren. Zen-Meister schreiben gewöhnlich keine Bücher über Zen, weil sie wissen, wie absurd das ist. Aber Suzuki verstand andererseits, dass er der völlig anderen Kultur, in der er nun wirkte, Rechnung tragen musste. Deshalb sollten wir dieses zwar von Suzuki autorisierte, aber nicht von ihm geschriebene Buch anders aufnehmen als wir das von Büchern gewohnt sind. Es ist keine theoretische Abhandlung über Zen oder den Buddhismus im Allgemeinen. Es sind nur die zu Papier gebrachten Unterweisungen und Erklärungen eines Zen-Meisters für seine Schüler.

Vor dem dritten Teil des Buches steht der einfache Satz: "Wahres Verstehen ist die wirkliche Praxis selbst." Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Doch wenn wir einen solchen Satz lesen, werden wir uns bemühen ihn zu verstehen. Das werden wir mit all den Weisheiten, die in diesem kostbaren Buch enthalten sind, versuchen. Aber wie wir uns auch anstrengen, es wird uns in letzter Konsequenz nicht gelingen. Denn alle Aussagen entziehen sich in Wirklichkeit einem intellektuellen Verständnis. Wir werden sie nur verstehen, wenn wir diszipliniert üben, wenn wir sitzen und uns ohne uns anzustrengen auf unseren Atem konzentrieren. Und das täglich und immer wieder. Alles andere kommt von selbst, wenn wir dies nicht selbstbezogen machen.

Leider scheitern viele von uns an dieser Stelle, denn wir müssen hier im wahrsten Sinne des Wortes über unseren Schatten springen, weil wir etwas nicht selbstbezogen (also ohne ein Ziel oder Zweck für uns) machen sollen, damit wir von unserer Selbstbezogenheit wegkommen. Eigentlich geht das nur mit Hilfe von außen. Wenn wir keinen Zen-Meister haben und es trotzdem lernen wollen, dann ist dieses Büchlein die beste Hilfe, die ich kenne. Und so ist es wohl auch nur gedacht.

Wer hingegen glaubt, er könne mit Suzukis Hilfe intellektuell begreifen, was Zen ist, der wird entweder enttäuscht sein oder keinen Zugang finden oder glauben, er hätte den Stein der Weisen gefunden, weil er nun über Leerheit und Form oder das Nichts philosophieren kann oder aber er wird einfach nur verzückt die Augen verdrehen und denken, er sei von jetzt an etwas Besonderes.

Das Buch enthält Suzukis Unterweisungen in drei Teilen (Rechte Praxis, Rechte Haltung, Rechtes Verständnis). Im Grunde geht es in jedem Abschnitt immer wieder nur darum, wie wir üben und welche Fehler wir dabei vermeiden sollen. Alles andere kommt sowieso von selbst. Noch einmal: Dieses Buch ist nach einem Zen-Meister das Beste, was einem passieren kann, wenn man es immer wieder liest und es damit so benutzt wie es gedacht ist. Nicht als intellektuelle, sondern als praktische Hilfe.

Suzuki spricht: "Wenn ihr diese einfache Praxis jeden Tag fortsetzt, werdet ihr eine wunderbare Kraft bekommen. Bevor ihr sie erlangt habt, ist sie etwas Wunderbares, aber nachdem ihr sie erlangt habt, ist sie nichts Besonderes mehr." Und: "Wenn ihr ihr selbst werdet, wird Zen zu Zen."




(Autor/in)


...einfach ein gutes Gefühl...
Wenn Menschen aus der "westlichen Welt" sich mit einer Materie wie dem Zen-Buddhismus auseinandersetzen, verstehen sie oftmals nicht was der wahre Kern der Sache ist, was das Geheimnis ist. Sicherlich kann man viele Wissenswerte Dinge über Zen aus dem Buch erfahren, doch darin liegt nicht sein eigentlicher Wert, Shunryu Suzuki vermittelt jedem Zen-"Anfänger" oder auch nur Interessierten mit diesem Buch, dass es nicht wesentlich ist den Kern zu kennen, sondern, dass nur der rechte Weg wichtig ist, das sitzen. Es ist ein beeindruckendes Buch, von einem interessanten Mann, dass einem Mut gibt und zum weitermachen animiert. (Autor/in)


ZEN Geist - eine Orientierungshilfe?
"Zen Geist, Anfänger Geist" veranschaulicht auf einfachste Weise, was wir schon längst wissen - es steht geschrieben, was wir als aufmerksamer Mensch tagtäglich in uns tragen. Ein kleines Stück Wahrheit, das keiner Religion angehört; ein Versuch, der Natur der Dinge, wie auch uns selber auf den Grund zu gehen, ohne eine in Worte gefasste Antwort zu liefern. Frage und Antwort stehen nebeneinander, weil es sie beide braucht und immer brauchen wird. - Zu sehr sind wir darauf trainiert, einen Weg in Zusammenhang mit einem greifbaren Ergebnis, einem Ziel zu gehen - ganz schön anstrengend. Dieses Buch hilft uns, die Dinge gleichwertig nebeneinander stehen zu lassen. - Mir persönlich hat dieses Buch, wie die ZEN-Thematik allgemein, geholfen, die Dinge ausserhalb einer Hierarchie zu sehen, wie auch Prioritäten, die sich nun plötzlich auf mein Inneres beziehen, neu zu setzen. (Autor/in)


daumen runter
ich war sehr entteuscht für mich war das buch nix nur rausgeschmissenes geld ist aber geschmackssache leider wenig grundsätzlichkeiten und deutlich zu kurz 78min zen hätte ich eigend. schon stutzig werden müssen. und dan zu dem preis!!!! (Autor/in)


Da fehlt es an Verständlichkeit - Nichts für Anfänger
Sicher war es anregend dieses Buch eines bekannten Meisters des Zen zu lesen. Vieles bleibt aber unverständlich und unbefriedigend. Ich denke der Autor verliert sich zu schnell in selbstgenügsame Behauptungen wie, das sei eben irgendwie paradox oder nur schwer zu verstehen und zu erklären um was es wirklich gehe. Andererseits stellt er dann wieder etwas sehr seltsame rückschlüssige Behauptungen auf wie z. B: "Wenn ihr den Bach entlanggeht, hört ihr das fließende Wasser. Das Geräusch ist kontinuierlich, doch ihr müsst in der Lage sein, es anzuhalten, wenn ihr es anhalten wollt." (S. 128)
Entweder hier wurde etwas seltsam aus dem Englischen übersetzt oder der Autor will durch Unverständlichkeit und Abgehobenheit beeindrucken und sich zum großen tiefgründige Lehrer hinaufstilisieren.

Viele Aussagen des sicher auch streckenweise guten Buches sind eben so wie die Aussage oben aus meiner Erfahrung schlichter Unsinn. Ärgerlich und auch vermeidbar, es geht auch verständlicher, wenn man wirklich verstanden werden will - oder erscheint man erst dann besonders schlau, wenn man nicht verstanden werden kann?
(Autor/in)


Die Zen-Bibel des Praktizierens
Shunryu Suzuki ist zweifellos einer wichtigsten Lehrer, die Zen aus Japan zu uns in den Westen gebracht haben, und "Zen-Geist, Anfänger-Geist" ist ebenso zweifellos eines der bedeutendsten Bücher über Zen, die heute bei uns zu erhältlich sind. In den 70iger-Jahren, als es erstmals erschien, hat es ordentlich für Furore gesorgt, aber auch heute ist der Geist des Buches frisch wie eh und je.

Dabei ist es kein theoretisches Buch über Zen. Es handelt sich um Unterweisungen von Shunryu Suzuki an seine Schüler und alles ist daher sehr praxisbezogen. Im ersten Teil geht es um die richtige Haltung, Atmung usw., im zweiten Teil um die grundsätzliche Einstellung gegenüber der Praxis und im dritten Teil geht es um ein vertieftes Verständnis des Übens.

Was dieses Buch so aussergewöhnlich macht, ist, dass man den Original-Ton von Suzuki zu vernehmen scheint und manchmal sogar das Gefühl hat, als würde man selbst im Zendo sitzen und die Atmosphäre da mitbekommen. Es ist ein Buch, aus der Haltung des Praktizierens geschrieben und nicht wie die meisten sonst mehr die Theorie oder den Hintergrund betreffend.

Allein schon der Satz "Wenn ihr Zazen praktiziert, versucht nicht, Euer Denken zu unterdrücken. Lasst es von selbst aufhören" ist Gold wert und beweist, dass hier nicht über Zen erzählt wird, sondern in gewissem Sinn Zen selbst stattfindet. Denn so geht es weiter: "Wenn Ihr versucht, Euer Denken zu unterdrücken, bedeutet dies, dass Ihr von ihm gestört seid. Lass Euch von nichts stören. Wenn Ihr Euch von den Wellen nicht stören lasst, werden Sie allmählich ruhiger und ruhiger."

Das ist wundervolles und so ganz selbstverständliches Zen. Ohne grosses Brimborium. Ohne grosse Theorien. Sondern genau so wie es ist. Und dieses Buch ist auf über 150 Seiten randvoll damit.

Und ganz zum Schluss heisst es: "Der einzige Weg, den einen Geist zu studieren, ist der Weg über die Praxis."

Dieses aussergewöhnliche Buch ist der beste Wegweiser dahin.

Peter Steiner, Autor von "Weisheit für Minimalisten" und "Vom Glück der Stille" (Autor/in)


Ein muss!
... für alle, die Interesse an Buddhismus bzw. Zen haben!

Klasse Buch!!! (Autor/in)


Klassiker und Highlight der Zen-Literatur
Das Buch ist seit über 30 Jahren Klassiker und Highlight der Zen-Literatur und hat an Aktualität nichts eingebüßt. Die amerikanische Originalausgabe Zen-Mind, Beginners-Mind erschien 1970. Shunryu Suzuki kam mit weit über fünfzig Jahren nach Amerika. In nur 12 Jahren gelang es ihm, international bekannte Zen-Zentren aufzubauen und die Zenpraxis einem breiten Publikum bekannt zu machen. "Sein Leben brachte den Soto-Weg so vollkommen zum Ausdruck, dass Mensch und Weg miteinander verschmolzen", schreibt Philosophie-Professor Huston Smith. Dieses Buch beinhaltet den Geist Suzukis, die Essenz seiner Unterweisung und es ist ein Beispiel dafür, wie ein Zen-Meister lehrt und spricht. Suzuki gibt ganz explizite Anweisungen für die Körperhaltung in Zazen, der praktischenen Übung des Zen, und während des Gehens, bis ins kleinste Detail. Während der Abschnitt Rechte Haltung sich eher auf die innere Haltung bezieht. Er klärt auf über rechtes Verstehen, das nicht nur intellektuelles Verstehen ist, sondern erst durch die Erfahrung in der Praxis möglich wird. Es ist ein Buch der Unterweisung, wie man Zen praktiziert, über das Zen-Leben und die innere Einstellung und die Einsicht, die Zen-Praxis möglich machen.

Mit Hilfe einer einfachen Sprache: "Trink eine Tasse Tee.", und Situationen des täglichen Lebens soll der Schüler sich selbst lehren. Im Zen gibt es keinen Dualismus, das Buch dient nicht der Wissensvermittlung, sondern ist Lehre jenseits der Worte, soll Anregung zum Nachdenken bieten, anstoßen, anecken, unbequem sein, ähnlich den traditionellen Sutren, die ein Werkzeug der Transformation sind und deshalb auch immer wieder gelesen werden können und Neues bewirken. Vieles erschließt sich nicht auf den ersten Blick und bedarf des genauen Hinschauens oder wirkt zunächst widersprüchlich. Das ist ganz typisch für die Zen-Lehre und gehört zu ihrem Wesen.

Das vorliegende Buch enthält einleitende Vorbemerkungen von Huston Smith und eine Einführung von Richard Baker, dem langjährigen Schüler und Nachfolger Suzukis. Es ist ein wertvoller Begleiter für Praktizierende der Zen-Praxis, kann aber auch dem breiten Publikum wertvolle Anregungen zum Nachdenken geben.

(Autor/in)


Schult nicht nur Zazen....
...., sondern die Haltung fürs ganze Leben. Rundheraus empfehlenswert, da keine ZEN-Kenntnisse oder innere Voreinstellungen für das Verständnis erforderlich.


Für alle,die auf dem Zen-Weg sind......
Shunryu Suzuki - wer ihn noch nicht kennt, ist mit diesem Buch über Zen mehr als gut beraten und sollte es unbedingt lesen! Suzuki ist in den 60ern von Japan nach Amerika ausgewandert und hat dort über Jahrzehnte hinweg junge und alte Amerikaner als Zenschüler angenommen und unterrichtet.Unter anderem hat er auch das erste Zenkloster im Westen gegründet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.In den vielen Jahren in Amerika hat er die "westliche" Art zu leben und zu denken kennengelernt.Dies macht sein Buch besonders zugänglich und gut verständlich.Besonders für den "Anfänger" ist das Buch hilfreich,gibt es doch Einsicht in den Zen-Gedanken genauso wie Anleitung für die Praxis.Wer sich alleine in Zazen übt und im Alltag versucht Zen zu leben ,wird dankbar die vielen Impulse ,die das Buch bzw. Suzuki Roshi gibt, annehmen.Suzuki spricht nicht viel von Erleuchtung oder Satori oder anderen Glückszuständen, die viele Übende so oft anstreben - einfach "sitzen" ...! Das Buch ist auf Initiative einiger seiner Schüler entstanden,die erfolgreich seine Vorträge zusammengefaßt haben.Es ist in kurze Kapitel gefaßt,wohl den Vorträgen entsprechend,aber aufeinander aufbauend,so daß sich dem Leser mit jedem Kapitel etwas mehr erschließt. Dieses Buch ist mehr als ein Ratgeber oder eine Anleitung;es enthält den Geist Suzukis - zumindest für den,der es aufmerksam zu lesen versteht. (Autor/in)


Eine Schwingtür geht auf und zu...
Bücher, die das Thema "Zen" behandeln, werden oft der schwierigen Aufgabe nicht ganz gerecht, etwas zu beschreiben, was sich einer deutlichen Beschreibung entzieht. Shunryu Suzuki schien sich darüber sehr bewusst zu sein, zudem geht er sehr darauf ein, daß seine Schüler (hier: in den Staaten) "verwestlicht" sind und er findet eine Sprache, die für die Schüler einen Zugang zu seiner Gedankenwelt ermöglicht. Das Buch vermittelt nicht nur Wissen über Zen, sondern hinterlässt den Leser auch mit einem starken "Gefühl" für das Thema. Die Kapitel-Einteilung finde ich gelungen: das Buch ist in drei Teile gegliedert: a. rechte Praxis b. rechte Haltung c. rechtes Verstehen. In jedem Kapitel gibt es kleine Teachings von Shunryu Suzuki, die jeweils ungefähr zwei bis drei Seiten lang sind. Dies reicht auch aus, da sich in diesen eher kurzen Texten sehr viel Stoff zum Nachdenken (und Nachfühlen) befindet. Eine weitere schöne Sache ist die tolle Aufmachung und das Material dieser Ausgabe - das Buch nehme ich immer wieder gerne zur Hand. Als ich es das erste Mal gelesen habe, brauchte ich ungefähr drei Jahre dafür...... und jetzt kucke ich ab und zu rein - es ist ein "Guide" für mich geworden...
Was ich noch erwähnen möchte und ich seit gestern weiss: Shunryu Suzuki ist in dem Doris-Dörrie Film "How to cook your life" zu sehen, da der Zen-Mönch, um den sich der Film dreht, ein Schüler von Shunryu Suzuki war. Es gibt einige schwarz-weiße Passagen, wo Shunryu erzählt...das fand ich ganz toll, ihn leibhaftig zu sehen und sprechen zu hören, und ich freute mich, da er in den Film ebenfalls diese ruhige, gütige, kluge und gleichzeitig etwas humorvolle Seite verkörperte, die ich aus seinem Buch kenne! (Autor/in)


Auf den Punkt gebracht
Ich beschäftige mich nun seit längerem mit Zen.
Keines der Bücher die ich zuvor gelesen habe (vorallem nicht "Zazen - Die Praxis des Zen"), brachten so gut wie dieses auf den Punkt, was Zen eigentlich "ist".
Es ist leicht nachvollziehbar, dass um eine Praxis, die Verwirrung lösen soll, sich wiederum viel Verwirrung ansammeln kann - denn wenige Zen-Meister machten sich bisher die Mühe, sich mit den üblichen dualistischen Denksystemen auseinanderzusetzen.
Auch die Fährte zur eindimensionalen Natur der Religion wird aufgenommen, für ein tieferes Verständnis wird aber auf die Praxis verwiesen.
Fast wären es fünf Sterne geworden, doch mich stört hier noch, dass Suzuki immer wieder einen kleinen Abstecher zum Buddhismus macht und ein wenig dafür wirbt (POV). Nicht nur den Buddhismus versteht jemand, der mal in Versenkung saß, auch z.B. christliche Anschauungen kann man dann verstehen. Andererseits erklärt er sehr gut, wie man den Gedankenfluss an ein Ende bringt, was sich interessanterweise mit indianischen Anschauungen deckt. (Autor/in)


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