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Deutsch

Das Eigentliche ist unsichtbar: Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet (HERDER spektrum)

Das Eigentliche ist unsichtbar: Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet (HERDER spektrum)
von Eugen Drewermann
Verlag Herder
2007-02-13

Taschenbuch
160 Seiten
ISBN: 3451058901




Kommentare und Bewertungen:
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jemand.der.gefühle.achtet

hat 0 Sterne vergeben


23.8.2008
traurig, dass herr drewermann

eine liebevolle geschichte wie den kleinen prinzen "zerlegen" muss um zu einem "namen" zu kommen.

charakter?
das werk eines toten zu "missbrauchen"!!!

ich lasse meine gefühle zu, auch beim lesen des kleinen prinzen. wozu muss man sie zerlegen? warum dürfen sie nicht einfach sein?!
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Große Leute brauchen ja immer Erklärungen
Ich habe diese Buch gelesen und finde es schlimm das immer alles auseinandergenomen, zerlegt, erklärt und analysiert wird. Warum kann man nicht mal die Dinge einfach sein lassen was sie sind?! Na ja, die große Leute brauchen ja immer Erklärungen. (Autor/in)


Nützlich - für die, die mehr wissen wollen
Ich habe das Buch als sehr nützlich empfunden, weil mich Der kleine Prinz interessiert hat, und dank Drewermann habe ich das Buch aus neuen Perspektiven sehen können. (Autor/in)


Und was löst Der Kleine Prinz in IHNEN aus?
Wer kennt ihn nicht, den Kleinen Prinzen, der unzählige Herzen schon im Sturm erobert hat und - nicht zuletzt tief bewegt. Um so mehr erstaunt es, wie lange wir auf ein Buch, daß sich mit solch liebevoller, intelligenter Sensibilität dem Phänomen des Kleinen Prinzen nähert, warten mußten. Eugen Drewermann eröffnet uns neue Blicke, nicht nur auf den Kleinen Prinzen, sondern vielmehr auf uns selbst!


Der "kleine Prinz" wird erwachsen
Mit diesem bereits 1984 herausgegebenen Buch wagt sich der Psychotherapeut und Theologe Eugen Drewermann an das wohl bekannteste Werk von St. Exupéry, "Der kleine Prinz", indem er eine tiefenpsychologische Deutung dieses modernen Märchens schreibt.

Und die hat es in sich! Obwohl die Sprache Drewermanns stellenweise gewisse intellektuelle Ansprüche an den Leser stellt, gelingt es dem Autor aber Spannung aufzubauen, so dass sich das Buch dennoch ziemlich gut liest, indem es nach und nach aufzeigt, was uns "Der kleine Prinz" aus tiefenpsychologischer Sicht alles über St. Exupéry verrät.

Nach der Lektüre dieser Deutung sieht man sowohl das Kultwerk "Der kleine Prinz" als auch den Kultautoren St. Exupéry aus einer anderen, aber durchaus einleuchtenden Perspektive, da Drewermann anhand von vielen Beispielen aus anderen Werken, meist von St. Exupéry selbst, eindrucksvoll belegt, dass der französische Schriftsteller eine höchst ambivalente Persönlichkeit war:

"Ohne diesen ständigen Widerspruch, gerade das am meisten zu leugnen, was er selbst am meisten ersehnte, und das am meisten zu ersehnen, wovor er selbst zunächst am weitesten zu fliehen suchte, versteht man nichts im Leben und Denken Exupérys ..."

Drewermanns Sicht der Dinge wird wohl den wenigsten Lesern von "Der kleine Prinz" bewusst geworden sein. Ich selbst habe das Märchen bereits ein paarmal gelesen, werde es sicher auch nochmals lesen, selbst wenn ich es dann mit anderen Augen sehen werde. Es stört mich nicht, dass "Der kleine Prinz" jetzt für mich "erwachsen" geworden ist, erwachsen werden gehört zum Leben. (Autor/in)


Genial
Ich bin Drewermann Fan. Dieses Buch ist eines seiner besten. Wenn Kirche so wäre, wie Drewermann sie wünscht, dann wäre die Welt besser. (Autor/in)


Bitte nicht
Wenn sie den kleinen Prinzen lieben (so wie ich),dann lesen sie dieses Buch lieber nicht.Es ist ein typisches Beispiel dafür,wie ein Buch,das unzählige Menchen verzaubert und berührt hat auseinanderpuzzelt und ja zerrissen wird.Leider passiert das immer wieder mit großer Kunst und führt selten zu einem hilfreichen Ergebniss.Die Geschichte des kleinen Prinzen sollte doch für jeden Leser den Zauber behalten den man beim lesen verspürte.Persönliche Interpretationen anderer solllte man gar nicht erst zu ernst nehem oder an die eigene Fantasie ranlassen. (Autor/in)


Der kleine Prinz - eine Bibel für Frustrierte?
Eugen Drewermann legt den kleinen Prinzen (und mit ihm natürlich den Autor Exupery) auf die Couch und analysiert ihn tiefenpsychologisch. Wie gewöhnlich bei solchen Fällen taucht alles Mögliche "Unerfreuliche", "Verdrängte" ans Tageslicht. Laut Drewermann leidet Exupery unter einem gewaltigen Ödipus-Komplex, sein gestörtes Verhältnis zur Mutter ist die Ursache aller Probleme.
Was bedeutet z.B. der Planet des kleinen Prinzen? Die Mutterbrust! In solch Freudscher Manier nimmt Drewermann die beiden auseinander. Das ist durchaus beeindruckend mit intellektuellen Schärfe ausgeführt.
Diese "Schärfe" droht leider immer wieder zu verschwimmen, wenn Drewermann in seine unerträglich überhöhte Sprache abgleitet wie "In diese Ewige und Unzerstörbare, das in den Augen der Geliebten aufscheint wie die Sterne des Himmels auf dem klaren Spiegel eines ruhigen Sees, gilt es hinabzutauchen bis zum tiefsten Grund."
Drewermann wird in seinen Büchern gerne "poetisch". Nur: Wenn ich gute!! Poesie lesen will, nehme ich Eichendorff zur Hand, in einem Sachbuch möchte ich von solch esoterischen Gesülze lieber verschont bleiben.

Biographen beschreiben Exuperys Kindheit als glücklich und idyllisch. Nichts da, Drewermann weiß es besser, Ängste habe der kleine Exupery ausgestanden und "überbehütet" sei er gewesen. Freilich hat Drewermann dies überhaupt nicht recherchiert, dafür hatte er wohl keine Zeit.
Das Verhältnis Exuperys zu seiner Ehefrau (welches Drewermanns These des Mutter-Komplexes belegen könnte) kommt nur ganz am Rande vor (das meiste davon in den Anmerkungen am Ende des kleinen Buches). Hier ein genaues (Quellen-)Studium zu betreiben fehlte Drewermann wohl ebenso die Zeit.

Nicht ohne Witz: ein anderer Autor, Adolf Heimler, versuchte sich ebenfalls an psychologischen Erklärungen zum kleinen Prinzen - und kam zu ganz anderen Schlussfolgerungen. Diese kritisiert Drewermann im Anhang scharf.

Mit Freudscher Psychologie steht der Autor auf "Du und Du". Mit dem anderen großen Psychologen C.G. Jung steht er aber auf "Kriegsfuß". Er führt zwar den kleinen Prinzen als Archetyp des "göttlichen Kindes" im Sinne Jungs an, ansonsten scheint Jungs Psychologie ein wahrer Graus für Drewermann zu sein: Anima, Animus, Schatten, Selbst - alles jungsche Begriffe und mögliche Erklärungsmuster, die der Autor tunlichst vermeidet. (Auch mit C..G. Jungs Gottesbild hat sich meines Wissens Drewermann nie ernsthaft auseinander gesetzt).
Ein typisches Drewermann-Buch: mit all seinen Stärken und Schwächen.

(Autor/in)


Keine Rezension!Achtung!
Ich habe das Buch des Herrn Drewermann nicht gelesen, darf es somit auch nicht schlecht reden oder gut reden.
Und noch schlimmer: ich werde dieses Buch auch nicht lesen.

Der kleine Prinz, wie er sich bei mir vorgestellt hat, mal leicht durch die Gespräche mit vielen großen Menschen aus den Augen verloren, aber nie vergessen- dieser kleine Prinz würde mich nicht mehr verstehen und meine Gedanken jener Erlebnisse in der Wüste würden ihrer Magie beraubt!

Ich habe dieses Buch mit Anrecht meiner eigenen Imagination erlesen- mein Kopf, mein Herz waren, Entschulden Sie, so frei, zu träumen und zu schwärmen und nun soll ich bewußt einen so schweren Sachverstand an diese beflügelten Träume heften?

Die Restnaivität, die ich mir verwahrt habe, wird es mir auch nicht erlauben!

Nach einem wundervollen anrührenden Film möchte im Kino auch nicht den Regisseur sehen, wie er stolz die Tricktechnik erläutert, die mich vorher so begeistert hat

Schade! (Autor/in)


Drewermann, Der Kleine Prinz u.a.
Die Lektüre v. "Der Kleine Prinz" des Saint-Exupéry hat in meiner Jugend eine traurige Stimmung bei mir hinterlassen, Drewermann hat vor gut 20 Jahren mir erklärt warum und seitdem lese ich ihn: den Magister der phil.-theol. Anthropologie
("Die Strukturen..."), den Seel-Sorger, der mich durch den Seelen-Innenraum führte ("Tiefenpsychologie und Exegese"), den Verkünder ("Bilder von Erlösung", "Bilder der Erfüllung" und jetzt "Bilder einer neuen Welt"), den Dichter, der mir die Welt der Märchen eröffnet hat.
Ich bin ein christlicher Agnostiker und wie der Dichter-Seher Dante in der Bibelillustration des gottlosen Dalí stehe ich da, nun von allen guten und bösen Geistern frei, bereit durch die gottlosen Seelen-Verwüstungen zu wandern. Drewermann hilft und hat mir dabei geholfen. António (am 19.06.2006) (Autor/in)


Ein sehr gutes Buch.
Natürlich ist es wahr, daß Eugen Drewermann als "Vertreter der Erwachsenen" dieses Buch "Der kleine Prinz" quasi zerstückelt, verstandesmäßig auseinandernimmt. Trotz allem halte ich sehr viel von diesem Buch und habe es fast lieber gelesen als das eigentliche Werk, worauf es sich bezieht. Eugen Drewermann besitzt meiner Meinung nach als einer der wenigen aktuellen deutschen Schriftsteller eine ungeheure Tiefe und ein sehr ausgeprägtes, unfehlbares Gefühl für Symbolik. Ein sehr gutes Buch.


Drewermann nimmt dem Märchen den Zauber
Eugen Drewermann hat dem "kleinen Prinzen" fast den letzten Zauber genommen. Trotzdem war es für mich sehr spannend diese tiefenpsychologische Deutung zu lesen. Dieses Buch hat mir viele offene Fragen, was die Rolle der Rose und was Saint-Exupery selbst betrifft, beantworten können. Dass Drewermann der Rose den Charakter der Mutter zugesteht und einen Ödipuskomplex aufdeckt hat mich sehr erleichtert. Denn die Beziehung zwischen dem kleinen Prinzen und der Blume kann keine gesunde Beziehung sein. Meiner Meinung nach sollte man einen geliebten Menschen nicht so sehr einschränken und schon gar nicht so schlecht behandeln wie die Rose es mit dem kleinen Prinzen tut. Was ich jedoch bedauernswert finde, ist der Umstand, dass ich nach dieser Deutung von D. die "Lust" am "kleinen Prinzen" verlohren habe. Denn für mich war dieses Märchen immer ein Hoffnungsschimmer im Alltag, heute sehe ich was dahinter steckt und bin enttäuscht, denn der "Schimmer" hat an Glanz verlohren. Zu empfehlen ist Drewermanns Deutung aber trotzdem, man darf sich jedoch nicht entmutigen lassen.


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