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Die Akte Astrologie
von Gunter Sachs Goldmann 1999
Taschenbuch 366 Seiten ISBN: 3442150329


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Gast
hat 5 Sterne vergeben
    
01.1.1970
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Die Akte Astrologie von Gunter Sachs ist ein Buch in dem zahlreiche statistische Beweise für die Astrologie zu finden sind. Dieses Buch liefert Fakten für all diejenigen, die sich einen mathematisch objektiven überblick verschaffen wollen wie groß der Einfluß der Sterne ist. |
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Gunther Sachs und seine Astro-Statistiken

Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und mir vom Cover ausgehend viel davon versprochen. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Jemand, der sich für Astrologie interessiert, erfährt so gut wie nichts. Das ganze Buch besteht lediglich aus einem Haufen Statistiken, die vielleicht für Leute interessant sind, die in der jeweiligen Branche arbeiten. Sagen wir Versicherungen überlegen sich, ob sie Stieren günstigere Policen verkaufen als Widdern, weil ja gemäß Herrn Sachs das Risiko geringer sein soll. Astrologie ist einfach der Kosmos in uns. Ob einer die Sonne in dem Zeichen stehen hat, sagt noch gar nichts darüber aus, wenn die anderen Planeten ganz andere Dinge aussagen. Also hätte Herr Sachs sich die Mühe machen müssen alle Aspekte der Astrologie zu untersuchen, d.h. Stiere mit allen 12 Mond, Azendent, Merkur... Konstellationen. Dafür hätte er sehr viele Geburtsdaten benötigt und säße an dieser Studie vielleicht noch in 100 Jahren, aber die wäre dann evt. wissenschaftlich. Jedes Horoskop ist einzigartig, d.h. jeder Mensch ist einzigartig, was dieses Buch ansich witzlos macht. Herr Sachs hätte sich und anderen dieses Werk ersparen sollen und lieber etwas aus seinem Leben schreiben sollen, welches sicherlich interessanter gewesen wäre. Ich bin davon überzeugt, daß dieses Buch bei 90% der Leser ungelesen im Wohnzimmerschrank steht. Ja, guck mal ich habe dieses "tolle" Buch von dem Sachs im Schrank. Wenn das Buch mir nicht geschenkt worden wäre, hätte ich es sicherlich weggeworfen - so steht es leider auch in meinem Regal als einzige Schmach!
Oh je!

Gunter Sachs versucht den Zusammenhang zwischen Sternzeichen und menschlichem Verhalten wissenschaftlich nachzuweisen. Lassen wir die Frage, ob das mit Hilfe der Statistik, derer er sich bei seinem Versuch bedient, überhaupt geht mal großzügig beiseite. Übersehen wir mal noch großzügiger, daß Sachs von Astrologie scheinbar nicht die Spur einer Ahnung hat, denn sonst hätte ihm auffallen müssen, daß sein Buch eher die Astrologie widerlegt, als stützt. Denn die einzelnen Zeichen verhalten sich gerade nicht so, oder nur teilweise, wie man es aus astrologischer Sicht erwarten dürfte. Warum heiraten Fische eher als Waagen, warum wird der Stier so gerne Arzt, das ist astrologisch eher ein Gegenbeweis. Astrologisch argumentiert ist allein die Betrachtung des Sonnenzeichnens oder Sternzeichens so dermaßen grobschlächtig, daß es allenfalls Zeitungshoroskopniveau besitzt und gar nichts beweisen kann. Wenn wir also all das beiseite lassen, was bleibt dann noch übrig von dem Buch? Ein bißchen, ebenso harm-, wie nutzloses Bescheidwissen. Alles, aber auch wirklich alles was man nur im entferntesten mit der seriösen Astrologie in Verbindung bringt geht diesem Buch völlig ab. Der Anhänger der Astrologie kann über Sachsens Selbstüberschätzung allenfalls den Kopf schütteln, aber kann das Buch Kritiker überzeugen? Wer zum erstenmal von der Astrologie hört oder ihr skeptisch gegenübersteht weiß hinterher, daß der Schützemann gerne Tiermedizin studiert oder Landwirt wird und gut Auto fährt, obwohl man ihm recht häufig den Führerschein entzieht. Aber was hat das mit Astrologie zu tun? Man wird vielleicht etwas über Statistik lernen, aber garantiert nichts über Astrologie. Wer gerne Statistiken liest (für Astrologen: merkuriale Typen), der kann das Buch lesen, wer etwas von Astrologie versteht und sich amüsieren will, der auch. Wer etwas über Astrologie wissen möchte oder sie gar bewiesen haben will, sollte sich im ersten Fall an seriöse Interpreten wenden (Greene, Klein, Dethlefsen, Dahlke, Döbereiner wären einige meiner Tips), im zweiten Fall selber forschen, vielleicht schreibt er oder sie ja dann ein besseres Buch.
Statistik-Fehler

die Ergebnisse sind nur deshalb "signifikant", weil das Alpha-Niveau nicht entsprechend der hohen Anzahl der Hypothesen angepaßt wurde (z.B. Bonferoni-Anpassung): das nennt man dann "Signifikanzenfischen" - mit einem korrekten statistischen Vorgehen zeigen sich keine Signifikanzen mehr! ein Fehler? wohl eher eine Marketing-"Unachtsamkeit".
Unverzichtbares Standardwerk
    
Es gibt wenige Themen, bei dem sich Meinungen so kontrovers gegenüberstehen wie bei der Astrologie. Sei es in Talkshows, wie unlängst bei 'Maischberger'
oder hier bei den Besprechungen zur 'Akte Astrologie' von Gunter Sachs.
Ausgeprägten Anhängern stehen ausgeprägte Gegner gegenüber, dazwischen scheint es irgendwie nichts zu geben.
Ich bekam das Buch vor einigen Wochen von meiner Schwester geschenkt, die eigentlich um mein geringes Interesse am Thema Astrologie wußte. "Sag mir, wie Du das findest." Bis dahin konnte ich mit dem Namen Gunter Sachs wenig anfangen und Statistik kannte ich allenfalls von Wahlabenden. Umso klarer fällt mein Urteil aus:
Das Buch beeindruckte mich zunächst durch seine Gründlichkeit: alle Daten (mit Fundstellen) kamen aus amtlichen Quellen, alle Berechnungen wurden von Statistikern wieder und wieder geprüft. Bemerkenswert, mit welcher Offenheit und Konsequenz der Autor und sein Team ihre Funde stets aufs Neue selbst in Frage stellten. Noch beeindruckender, wie die Resultate allen Gegenproben stand hielten.
Die 'Akte Astrologie' überraschte auch durch die Klarheit der Sprache und Erklärungen, was bei einem Buch mit Grafiken und Tabellen keine Selbstverständlichkeit ist und zweifelsohne eine besonderer Verdienst von Gunter Sachs. Zu den vielen Berechnungen gibt es einen Statistik-Grundkurs quasi gleich mitgeliefert, der selbst mir Spaß machte, der ich damit bislang wenig am Hut hatte.
Richtig überzeugend fand ich das Buch aus zwei anderen Gründen: die Mitwirkung von Elisabeth Noelle-Neumann, die mit ihrem Allensbach-Institut eine hundertseitige(!) Studie zu dem Projekt beisteuerte. Sie wird sich überlegt haben, warum. Und, quasi als Gütesiegel, die Bestätigung der Befunde durch zwei Wissenschaftler vom statistischen Bundesamt. Da kommt ein Mosaikstein zum anderen.
Gunter Sachs wollte, auf einen einfachen Nenner gebracht, einen wissenschaftlichen Beleg finden, daß "etwas dran ist" an der Astrologie. Das ist ihm, so denke ich, nachhaltig gelungen und macht das Buch zu einem unverzichtbaren Standardwerk für alle "Sterndeuter". Dabei war sein einfacher Ansatz die eigentlich geniale Idee: keine Horoskope, keine Deutungen, kein Kaffeesatz. Große Datenmengen aus offiziellen Quellen mit bekannter statistischer Methodik durchleuchtet und die Ergebnisse aufgeschrieben. Unterhaltsam, überraschend, aufschlußreich. Beinahe ist man neidisch, nicht selbst auf diesen Gedanken gekommen zu sein. (Autor/in)
Die Akte Astrologie

Das Buch hält für mich nicht was es verspricht, es besteht nur aus Tabellen und Zahlen, ich würde es nicht mehr kaufen.
(Autor/in)
sehr gute statistik einfuehrung und unterhaltsamm
    
dieses buch gib so ganz nebenbei eine sehr unterhaltsamme einfuehrung in statistische metoden. so erfasehrt man das die geburten zu unterschiedlichen jahreszeiten unterschidlich viele sind und wie man dieses bei statischtischen auswertungen wie dieser beruecksichtigt. das buch ist ganz besonders fuer alle die interessant die nicht an die sterne glauben. und wesentlich spannender ist es fuer studenten die rein matematisch kugeln aus einer urne ziehen muessen und nicht so recht wissen wofuer das eigentlich gut sein soll. (Autor/in)
der Unterschied ist signifikant
   
Ein wissenschaftlicher Nachweis des Zusammenhangs zwischen Sternzeichen und menschlichem Verhalten. Sicherlich so, wie es sich viele Leser denken würden, aber im Promillebereich sind signifikante Unterschiede bemerkbar. Wer heiratet wen, wer lebt allein, wer studiert was, wer arbeitet was, wer stirbt woran, wer wählt den Freitod, wer macht sich strafbar, wer fährt wie? Ich persönlich empfand das Buch als sehr interessant, weil auch die Fallzahlen sehr hoch sind und die Unterschiede zwar in einigen Bereichen signifikant aber dennoch klein sind. Dieses Buch ist kein Lebensberater und vermag auch keine Zukunftsprognosen zu geben, aber dennoch ist es interessant diese kleinen Abweichungen von der erwarteten Norm aufzunehmen und darüber nachzudenken. Für alle Astrologiebegeisterten sehr empfehlenswert. Aber Vorsicht, dieses Buch ist kein Horoskop. (Autor/in)
Gunter : Herzlichen Glückwunsch !
    
Für etliche Käufer dieses Buches könnte sich ein Problem daraus ergeben, daß Ihnen nur der Titel und nicht der Untertitel bekannt ist und dadurch eine falsche Erwartungshaltung besteht (s. Rezension der Leserin aus Köln). Der Untertitel "Wissenschaftlicher Nachweis eines Zusammenhangs zwischen den Sternzeichen und dem menschlichen Verhalten" trifft allerdings zu 100 % ins Schwarze ! Genau das ist Gunter Sachs in seinem Buch wirklich einmalig - und durch eine wissenschaftliche Expertise gestützt - gelungen. Nicht mehr, aber auch keinesfalls weniger. Eigentlich wundert man sich, daß sich des Themas nicht schon früher "Vollblut-Statistiker" angenommen haben. Dem Playboy, Photographen und ausgebildeten Mathematiker (!) ist wirklich eine wissenschaftlich beeindruckende Arbeit zum Thema gelungen. Einziger kleiner Krtikpunkt wäre aus meiner (laienhaften) Sicht, daß er in seiner Arbeit nicht deutlich genug betont - oder vielleicht sogar selbst übersehen hat - daß es nur um die Korrelation des menschlichen Verhaltens mit den Sternzeichen (d.h. letztlich nur um den Geburtszeitpunkt im Jahreslauf) geht. Dies stellt im Kontext der gesamten Astronomie vmtl. nur einen kleinen Teilaspekt dar und hat mit dem Einfluss der Gestirne - aus meiner Sicht - primär überhaupt nichts zu tun.Tip: In der nächsten Auflage den Untertitel zum Titel machen und den jetzigen Titel ganz weglassen, dann wird der Inhalt dem Anspruch voll gerecht - nicht mehr, aber auch keinesfalls weniger !
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