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Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben

Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben
von Timothy Ferriss
Econ
2008-03-01

Broschiert
320 Seiten
ISBN: 3430200512




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Ein Haben Sie den Mut sich mit sich selbst auseinanderzusetzen?
Ich bin normalerweise kein Freund der amerikanischen Business Literatur - vorallem da diese oft von tollen aber doch leeren Business -Phrasen strotzt und ich mich auch mehr belehrt als inspiriert fuehle.

Tim Ferris' Buch hat etwas geschafft was in der jetzigen Zeit vielleicht viel zu selten passiert : es hat mich inspiriert, Mut gemacht sich mit meinem 'status quo und Traeumen' auseinanderzusetzen und ganz wichtig (und zumindest fuer mich neu) Tim hat auch erwaehnt dass er Fehler gemacht,'versagt' hat und dass es daher manchmal vielleicht mehr als einen Versuch braucht seine 'Traeume' zu verwirklichen - man sich aber trotzdem nicht davon abringen lassen soll!

Nicht jeder wird sein Leben von heute auf morgen 100% umstellen, nicht jeder kann (und will) Extremsportarten ausueben und die ganze Welt bereisen aber fuer mich sind dies schoene Beispiele dass manchmal die extremsten 'Challenges' sich am Ende gar nicht als so schwer realisierbar herausstellen und dass man an den ungewoehnlichsten Plaetzen die meiste Inspiration findet.

Meiner Meinung nach kann Tim Ferris' Buch nicht als 'Kochanleitung' zur exakten Nachahmung gesehen werden aber vielleicht als 'verschriebene Medizin' wenn man einmal zu oft in der Frueh aufgestanden ist und sich fragt welche anderen Lebensalternativen es gibt.

Last but not least, einen extra Pluspunkt bekommt das Buch aufgrund der fuer Deutschland angepassten Internetseiten/Tips die doch auf einen ' kulturell - sensitiven' Autor schliessen lassen.

(Autor/in)


Das Leben in die eigenen Hände nehmen: Leidenschaftliches Plädoyer gegen die Fremdbestimmung
Manche Leser werden dies Buch nicht verstehen, denn sie sind der festen Überzeugung, daß der Mensch dazu geschaffen ist, zwecks Vermehrung des Profits Dritter (einschließlich eines ineffizienten Staates) seine Lebenszeit in einer mit netten Accessoires dekorierten Tretmühle aufzubrauchen. Das Leben wird auf zwei oder drei Wochen Urlaub reduziert und ansonsten auf den Ruhestand verschoben, den viele dann gar nicht erst erleben.

Wie ein jeder sich sein Leben gestaltet, muß er selbst entscheiden. Aber damit sind viele bereits überfordert.

Daß sie eine Entscheidungsfreiheit haben, ist vielen Menschen nicht mehr bewußt. Sie sind ihren eigenen Wünschen entfremdet, ihre Vitalität erstickt. Freiheit bedeutet, das zu tun, was für einen wesentlich ist. Das Leben selbst, das Entdecken der Welt und der eigenen Möglichkeiten und Grenzen: Weg und Ziel zugleich.

Geld ist eine Resource, die zur Freiheit verhelfen kann - oder die Sklaverei mit anderen Mitteln fortzusetzen. Für kluge Menschen ist Geld wie Benzin: ohne Treibstoff bleibt das Auto stehen. Ist es ein gutes Gefühl, im Auto zu sitzen und sich von anderen abschleppen zu lassen? - Ich finde nicht. Es muß nicht viel Geld sein, aber immer ein wenig mehr als genug.

Wenn man seine Bedürfnisse so weit reduziert, daß man überhaupt kein Geld braucht, kann man ins Kloster gehen als Mönch oder Nonne. Warum nicht, wenn man das will?

Wer auf das Materielle nicht verzichten kann, geht arbeiten, weil das die meisten anderen auch tun; hinterfragt wird das von der überwiegenden Mehrheit nicht. Und man arbeitet meist für andere, vor allem aber gegen sich selbst. Diese anderen arbeiten selbst genauso viel oder noch mehr, benutzen das verdiente Geld aber nicht zur Vermehrung ihrer Freiheit, sondern für ein erhöhtes Konsumniveau - bei den sogenannten Reichen sind die Gimmicks bloß teurer, nicht nützlicher. Der Drang gesunder Menschen nach Freiheit und Selbstverwirklichung wird kanalisiert und auf die Mühlen des verdummenden Konsums umgelenkt.

Es mag paradox klingen, aber ich bin zutiefst davon überzeugt, daß diese Welt ein besserer Ort für alle wäre, wenn möglichst viele Menschen einfach nur das tun würden, was sie WIRKLICH wollen, nicht, was ihnen eingeredet wird. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, das herauszufinden, und daher ist selbstbestimmtes Leben die seltene Ausnahme, denn selbständiges Denken wird in unserem System (mit institutionalisierter Bildung und Medien, die nur dem Profit und der Ablenkung vom Wesentlichen dienen) nicht gefördert, sondern gezielt verhindert.

Die Prioritäten des Lebens für sich selbst zurechtzurücken, seinen eigenen Weg zu finden, dazu ermutigt dies Buch. Wer zu feige oder fantasielos dazu ist, soll und wird es lassen und weitermalochen. Den anderen kann dies unkonventionelle Buch manche Anregung geben, auch wenn die vorgestellten Konzepte nicht für jeden und von jedem umsetzbar sind. (Autor/in)


Witzig-freches Simplify your life fürs Büro
Der Büromensch ist ein Zombie im Dreiteiler, der jeden Morgen zu seiner Arbeit im Hamsterrad schlurft. Er vergreist frühzeitig, bedingt durch Stress, viele Überstunden und zuviel Kaffee. Timothy Ferris verspricht Abhilfe durch einen Mini-Ruhestand und die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 4 Stunden. Nehmen Sie einfach mal ein Jahr Auszeit und besuchen exotische Städte wie Buenos Aires oder Berlin (!). Mehr als 300 $ braucht es dazu nicht. Der Flug ist durch Ihr Bonusmeilenprogramm ohnehin umsonst. Wenn Sie ausgeruht zurückkommen,kündigen Sie ihr Sklavendasein als Angestellter und machen sich mit irgendeiner Firma selbstständig. Bei ausreichender Automation und Outscoring kommen Sie locker mit einer 4-Stunden-Woche aus und verdienen trotzdem richtig viel Geld. Wenn Sie jetzt Zweifel bekommen, sind Sie auf der richtigen Spur. Das Ganze ist offensichtlich nicht ernst gemeint, wird aber mit viel Humor rübergebracht. Und das Buch enthält trotz der eher unrealistischen Grundaussage viele nützliche kleine Tipps, wie man das Büroleben einfacher und stressfreier gestalten kann. Dabei ist der Text richtig frech und witzig. Mir hat das Lesen des Buches viel Spaß gemacht, obwohl die 4-Stunden Woche für mich eine Illusion bleiben wird. (Autor/in)


ein interessantes Arbeitsbuch
Dieses Buch ist ein interessantes Arbeitsbuch für jene von uns, die mehr Zeit zur Verfügung haben möchten und weniger Zeit in 40-Stunden-Wochen verbringen möchten. Selbstredend ist dies nich generell möglich, auch wenn Ferriss vorschlägt, seinen langjährigen Job an den Nagel zu hängen, um Neues zu beginnen, so isit das wirklich nicht so einfach. Wenn eine kaufmännische Angestellte in leitender Position einen Full-Time-Job hat, der gut bezahlt wird und Spaß macht, wäre es fatal, hier auf eine Verkürzung der Arbeitszeit zu pochen, da die Ladenöffnungszeiten überhaupt keine Änderung zulassen. Für Büro-Angestellte und Selbständige ist es allerings eine wertvolle Lektüre, bei der man so einige Tipps und Kniffe bekommt, wie man sich abkömmlich macht oder das Geld sich auch ohne das eigene Zutun vermehrt. Zwar klappt das nicht immer, und erfolgreich über Leichen gehen nur abgestumpfte, sozialunfähige Möchtegern-Reiche, aber für den objektiven, welterfahrenen Geschäftsmann kann das vorliegende Buch durchaus helfen, mehr Zeit für sich und die ihn wichtigen Menschen zu nehmen.
Bei Ferriss erstaunt mich, welche Aktivitäten er mit seiner neu gewonnenen Zeit ausführt. Hier scheiden sich selbstredend die Geister nach der persönlichen Erfüllung und mich würde interessieren, wie das Privatleben bei dem ein oder anderen Erfolgsmenschen aussieht.
Eine Lektüre, die unterstützt und hier und da erkennbare Verbesserungen im eigenen Erfolgsleben herbeiführen kann. Sicherlich aber kein Allheilmittel für den Erfolg oder Reichtum, denn wenn das jeder auf der Welt so macht, wie es Ferriss beschreibt, wer wäre dann für das propagierte Outsourcing und Delegieren noch da? Reichtum baut sich demnentsprechend also immer auf das (Aus-) Nutzen fremder Arbeitskraft auf. Sicherlich nicht das perfekte System, einen guten Ansatz für ein besseres Zeitmanagement bringt das Buch dennoch.
(Autor/in)


Über den Tellerrand schauen ist manchmal sehr leicht ...
Ich habe das Buch gekauft, weil ich sehr viel im Internet darüber gelesen habe. Auch gab es schon Internetseiten, die sich mit dem Buch im Detail beschäftigt haben.
Tim Ferriss beschreibt eine Methode bzw. eigentlich mehrere Methoden, wie man mit wenig Zeitaufwand soviel Arbeit erledigen kann, damit man sich einen sehr angenehmen Wollstand damit schafft.
Nach meiner Meinung ist der Titel des Buches reißerische gewählt und verfälscht den Inhalt des Buches. Grundsätzlich geht es nicht darum, nur vier Stunden in der Woche so arbeiten! Es geht darum, dass man die Arbeitszeit soweit verringert bzw. dass man mehrere Miniruhestände während seines Arbeitslebens erleben kann. Tim hält nichts davon, dass man seine Wünsche bis zur Rente aufschiebt.
Die Bewertung reicht nur für vier Sterne, da das ganze Konzept von Tim darauf aufbaut, dass man einen Internetshop besitzt, der ohne recht viel Aufwand Gewinn abwirft. Woher aber den Internetshop bzw. die Idee nehmen? Ansonsten sind die Ideen und Konzept wunderbar einfach beschrieben, sodass man sehr viele Anregungen mit ins tägliche Leben übernehmen kann. Das Buch ist fesselnd und lässt sich sehr angenehme lesen.

Wie weit man nun aber geht, ob nun die vier Stunden Woche oder doch etwas mehr, jedem selbst überlassen ist.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der über den Tellerrand seines täglichen Arbeitslebens drüberschauen möchte.

Somit viel Spaß beim Lesen. (Autor/in)


Alles Lüge?
Da ich in Berlin lebe, konnte ich die Angaben des Autors, die er über Berlin macht, überprüfen. So billig ist es hier nicht und wars auch nie. Mir geht auch seine Selbstbeweihräucherung gewaltig auf den Keks. Ein paar nette Ansätze sind aber da. Ich habe für meinen Bürorechner endlich eine remote Desktop Verbindung eingerichtet UND ich nutze sie auch. Was er über einen Angestellten von HP schreibt glaubt jeder, der mal versucht hat mit der Buchhaltung vo HP Kontakt aufzunehmen Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr LebenVielleicht sollte ich auch mal so ein Buch wie Mr. Ferris schreiben und mich dann zum "Kultautor" hochloben lassen. Ich bezweifle, das der Mann alles was er schreibt so erlebt hat. Vielleicht ist es seine "gefühlte Wahrheit". Vielleicht ist Mr. Ferris auch nur ein Phantom... (Autor/in)


Visionär und motivierend
Tim Ferriss gibt in seinem Buch viele gute Tipps, wie man sich das (Arbeits-) Leben einfacher machen kann und wie man sein Leben automatisiert und nicht mehr viel zu tun braucht, außer das Geld auszugeben, das ganz automatisch verdient wird. Dieser Ansatz ist gut und funktioniert sicherlich in einigen Fällen. Allerdings wird im Schritt "L" (Liberation), also die Befreiung vom ortsgebundenen Arbeitsplatz, immer davon ausgegangen, das man Wissensarbeiter ist, der an sich von überall aus arbeiten kann. Personen, die für ihre Arbeit tatsächlich auf Maschinen und andere Elementarfaktoren angewiesen sind, die sie nicht mitnehmen können, werden bei seiner Methode nicht viel Erfolg haben. Auch seine Methode Meetings abzuschaffen bzw. auf ein Minimum zu begrenzen ist an sich eine gute Idee, jedoch oftmals schwer umsetzbar, wenn man nicht in der richtigen Position im Unternehmen ist.
Nichtsdestotrotz ein sehr unterhaltsam geschriebenes, inspirierendes Buch, welches viele Tipps für ein finanziell erfolgreicheres Leben bei gleichzeitig weniger Arbeitsaufwand gibt. Aus meiner Sicht empfehlenswert, wobei nicht alles all zu ernst genommen werden darf, was Tim schreibt. (Autor/in)


4 Stunden Woche auf Kosten anderer
Das Buch ist sicherlich interessant zu lesen. Manche Artikel in der BILD übrigens auch.
Ich habe es noch nicht durch, werde es zuende lesen, aber spätestens am Beispiel seiner Kickboxmeisterschaft wurde mir klar, das seine Philosophie stinkt.

Sind wir mal realistisch: wer eine "4 Stunden Woche" anstrebt, wird das nur auf Kosten anderer schaffen, die dafür bluten.
Im extremen Fall: über Leichen gehen, damit man seinen Stil leben und finanzieren kann.
Der Autor ist aus meiner Sicht ein ausgefuchster Egomane, der Pilot im Pilotenspiel.
Ein Kernproblem unserer Gesellschaft.

Als ich die Liste seiner erreichten Ziele las, dachte ich im ersten Augenblick wie die meisten: wie geht das alles? Meisterschaften im Kickboxen gewonnen? Cool!
Aber wie gewinnt er diese Meisterschaft? Mit Tricks und Unsportlichkeit. Tolles Vorbild.
Interpoliert bedeutet das: mit "Betrug", Ausnutzung von Schwächen im System und "Handel mit Drogen" kommt man weiter.

Wenn ich das Buch gelesen habe, überdenke ich nochmal meine Rezension. (Autor/in)


Motivation pur!
Habe das Buch als Hörbuch von einem Freund geliehen und war so begeistert, dass ich es mir noch einmal selber als Buch gekauft habe.
Fünf Sterne - nur zu empfehlen!



Nicht ganz realistisch
Sicher kann man dem Chef einen Telearbeitsplatz vorschlagen und dadurch von zuhause in weniger Zeit mehr Arbeit schaffen. Man sucht sich noch einen Assistent in Indien der 3 Euro pro Std. kostet und arbeitet dann selbst nur noch 4 Std.
Für einige geht das vielleicht, für alle aber noch längst nicht. Deswegen ist dieses Buch kritisch zu betrachten. (Autor/in)


Auch mit Witz kann man Ernstes meinen
Ferriss muss sich nicht um Verrisse kümmern. Denn als begnadetes Marketingtalent könnte er selbst Gebrauchsanweisungen für Kaffeemaschinen auf die Bestsellerliste setzen. Seine Verführungstechniken beginnen beim Titel und Umschlag, gehen über Sprachbilder, Spiel und Witz bis zu den mentalen Giveaways für Herrn Jedermann. Angriffsfläche bietet er nur denen, die mit seinem Glaubensbekenntnis nichts anfangen können oder aus Prinzip meinen, man dürfe ernst gemeinte Inhalte nicht originell verpacken. Selbstverständlich vertritt auch Timothy Ferriss die Meinung aller Ratgeber, dass menschliche Charaktereigenschaften so formbar sind wie politische Statements vor und nach den Wahlen. Aber da Ferriss durchaus Übungsmaterial mit Langzeitwirkung anbietet, scheinen kleine Veränderungen möglich. Nur sollte niemand enttäuscht sein, wenn er die Verhaltensmuster von Ferriss nicht übernehmen kann. Denn vieles wird uns eben doch in die Wiege gelegt. Und ebenso viel tragen dann zu Erfahrungen der ersten Lebensjahre zu unserem Charakter bei. Die Radikalität von Timothy Ferriss ist also kaum durch ein kleines Gewitter gekommen, das über sein Haupt hinwegzog. Wer sich trotz einiger Unpässlichkeiten in seinem Angestelltendasein wohl fühlt und gerne auf eine sichere Rente hinarbeitet, wird das Buch nach der Lektüre eher frustriert weglegen und Ferriss als Luftschlösserbauer zur Hölle wünschen.

Wer bereits über einige Anlagen zum ökonomischen Faulenzen verfügt, schon lange an Veränderungen herumbastelt und mit gängigen Lebensratgebern, Zeitmanagementbüchern oder Wolk-Life-Balance-Produkten wenig anfangen kann, gehört zur Zielgruppe von Timothy Ferriss. Was er humorvoll einpackt, ist durchaus ernst gemeint. Glaube ich zumindest. Denn so begeistert gibt nur jemand Rezepte preis, der seine Freunde auch wirklich verwöhnen will. Da Ferriss mehr Realist ist, als man zuerst annehmen könnte, bietet er einen Mix, der auch dann gelingt, wenn man nicht alle Zutaten griffbereit hat oder einschießen will. Viele Tipps lassen sich sofort umsetzen, andere hingegen brauchen Selbstüberwindung, Ausdauer und sehr viele Wiederholungen. Viele Leser diesseits des großen Teiches mögen sich daran stören, wie oft sie auf das Wort Reichtum stoßen. Aber nach Erfolg zu streben, ist in Amerika weder peinlich, noch außergewöhnlich. Und immerhin bringt Ferriss auch nicht monetäre Varianten von Reichtum ins Spiel. Noch näher auf den Spielplan und die Figuren einzugehen, erübrigt sich, nachdem schon andere Rezensenten diese Aufgabe glänzend gelöst haben. Mir bleibt daher nur, das Buch mit einer Fünfsternebewertung all denen zu empfehlen, die persönliche Weiterbildung gerne mit Spaß und Unterhaltung verbinden.

Mein Fazit: Ein Lebensratgeber, Zeitmanagementbuch und Wachrüttler für alle, die bei amerikanischem Infotainment nicht gleich in eine Daseinskrise geraten. Copy-Paste wird nicht funktionieren. Aber den einen oder anderen Anstoß wird man selbst dann bekommen, wenn man schon von Haus aus ein ganz anderer Typ ist als der pfiffige Autor.



(Autor/in)


Der "Arbeitnehmer" als Auslaufmodell
Tim Ferriss' Buch ist schwer verdaulich: weil die meisten Menschen nicht hoffen können, als Arbeitnehmer den größten Teil ihrer Arbeitszeit auf wirklich erfüllende Aufgaben zu verwenden, sollte man die Zeit fürs reine Geldverdienen auf das nötigste beschränken - daher der Buchtitel. De gewonnenen Freiheiten kann man dann in etwas investieren, was einen wirklich begeistert.

Anders als viele denken geht es also nicht darum, 4 Stunden / Woche zu arbeiten und dann am Stand zu liegen. Im Gegenteil: was man mit seiner Freiheit/Freizeit anfangen will, das herauszufinden und umzusetzen kann wesentlich anstrengender werden als ein Routinejob.

Tim Ferriss schlägt 4 Phasen vor, mit dem Merkwort DEAL:

*D*efinition: finde heraus, was Du (nicht) willst, was Du befürchtest und mit welchen Ängsten Du notfalls leben kannst

*E*limination: eliminiere beim reinen Geldverdienen alle Zeit- und Produktivitätsfresser, sonst kannst Du Deine reine Arbeitszeit nie vernünftig minimieren

*A*utomatisierung: konzentriere Dich auf Deine Stärken und lasse andere das machen, was Zeit kostet und worin Du selbst nicht gut bist und auch nicht gut sein willst; koordiniere alles so, dass Du es möglichst unabhängig von zeit und Ort managen kannst (Outsourcing ist nicht nur für Unternehmen gedacht)

*L*iberation: Nutze Deine neuen Freiheiten, finde preiswerte Möglichkeiten, neue Orte auf der Welt kennen zu lernen und investiere Zeit in die Dinge, die Dich wirklich begeistern; tu Gutes.

Das Buch ist nicht wirklich als Konsumgut oder Zwischendurch-Lektüre gedacht, denn Ferriss fordert seine Leser. Wer gute Geschäftsideen (Goldesel) oder ein Lobpreis des reinen Nichtstuns erwartet, wird sicher enttäuscht. Alle anderen werden anfangen, über das Arbeitnehmerdasein nachzudenken. Nicht nur über oft sinn-lose Arbeit, sondern auch über scheinbare Sicherheiten, die sich mehr und mehr in Luft auflösen.

Schönes Plus der deutschen Ausgabe, verglichen mit der englischen (habe beide gelesen): alle Online-Links (und es gibt viele!) wurden durchgesehen und wo immer möglich mit deutschen Äquivalenten ersetzt. (Autor/in)


Motivierend
Ferriss hat ein wirklich motivierendes und inspirierendes Buch geschrieben, das zum Nachdenken anregt.
Ein Punkt Abzug, weil er es gar nicht nötig hätte, so anzugeben - fast alle seine Heldentaten sind nicht belegbar; außer dem etwas matten Tangodreherrekord - das Buch überzeugt auch so. (Autor/in)


Viel heiße Luft
Ein schöner Abenteuerroman über einen Self-made-man, der durchaus Potenzial zum Sektenführer hat.
Wieder und wieder predigt er von der Notwendigkeit zum Anderssein und gibt konkrete Hilfestellung in Form von Übungen:
- Starren üben: Man soll fortan jedem Gesprächpartner nur noch in ein Auge starren
- Informationsflut beenden: Komplett auf Zeitungen und Information verzichten, Radiosender bei Nachrichten wechseln und TV 1 Stunde zur Unterhaltung. Genug Informationen kann man sich ja durch SmallTalk holen
- Mut entwickeln: Sich auf einem belebten Platz oder Bürgersteig zur Hauptverkehrszeit hinlegen und 10Sekunden liegenbleiben.

Das hört sich natürlich total verrückt an...aber ich mag es!
5 Sterne von mir für die Vision von einer Welt, in der Arbeit nicht nach Bürostunden, sondern nach ultimativ-effektiver Leistung bezahlt wird.

(Autor/in)


Ein Muss - Management auf der Überholspur
Es ist eins der Top Bücher in meiner Bibliothek. Habe mein Leben darauf umgestellt und nehme mir mehr Zeit für mich und meiner Frau, bei erhöhter Leistung meiner Firma. Unbedingt lesen. Dafür 1 Jahr Wirtschaftsstudium sparen. (Autor/in)


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