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Die verblödete Republik: Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen
von Thomas Wieczorek Droemer/Knaur 2009-03-01
Broschiert 336 Seiten ISBN: 3426780984


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linker Verfolgungswahn

Wer, wie der Klappentext verspricht, eine Aufdeckung der Personenkreise, die subtil die öffentliche Meinung in bestimmte Richtungen lenken, indem sie die Verblödung des Volkes voranteiben erwartet sieht sich bitter enttäuscht.
Vielmehr scheint es dem Autor darum zu gehen für jedes gesellschaftliches Phänomen, von Alice Schwarzer über Mario Bart bis zur Tagesschau, "neoliberale Christennazis" verantwortlich zu machen. Linker Verfolgungswahn in Reinstform, nach dem Motto: Wer nicht meiner Meinung ist, ist entweder neoliberaler Verschwörer oder verblödeter Abschaum unserer Gesellschaft.
Das alles passiert in einer argumentfreien Polemik, die in ihrer Willkür daran erinnert wie schon im 3. Reich der Jude, je nach dem wie man es gerade brauchte, entweder als Bolschewik oder als Kapitalist gesehen wurde.
Aber vielleicht habe ich das Buch auch einfach nicht verstanden und es handelt sich um eine Art Realsatire, die jeden zufriedenen Leser als Teil der verblödeten Republik entlarven soll. (Autor/in)
Mündige Bürger?
    
Mündige und aufgeklärte Bürger braucht die Demokratie. Aber wenn die Bürger kompetent urteilen würden, würde mancher Fernseher auch mal ausgeschaltet, mancher Politiker nicht mehr gewählt und manches Produkt nicht mehr gekauft werden. Deshalb ist es einfacher, die Bürger zu verblöden. Systematisch, gründlich und auf jeder Ebene. Das Bildungsbürgertum bekommt Experten vorgesetzt, die Unterschicht ihre Fernsehsendungen. Wie dieses Verblödungssystem funktioniert, hat der Autor nachgezeichnet. Wie so die Demokratie zerstört wird, wird so deutlicher. - Man kann nur hoffen, dass das Buch nicht zu spät kommt und die größer werdenden Schäden reparabel sind.
(Autor/in)
Neues Standardwerk: Die Verblödung ist immer und überall
    
"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher." Dieses Zitat von Albert Einstein steht dem neuen Wieczorek voran, und in dieser inzwischen bekannten Mischung aus Sachinformation, Polemik und Satire geht es weiter - wo sich der Autor manchen Kaulauer nicht verkneift. Wer allerdings eine der zahllosen billigen und arronten Unterschichten-Reports befürchtet, wird angenehm überrascht: Wieczorek entlarvt gerade den Spott des "Halbildungsbürgertums" als "Angst der geistig-kulturell unteren Mittelschichten vor Absturz in die Unterschicht". So nimmt das Gehabe um "Pefektes Deutsch" ebenso aufs Korn wie das "TV-Quiz-Wissen." Man ist stolz, Goethes Vornamen zu kennen, aber das wars dann schon."
Am allerbesten aber gefällt mir den Hauptteil des Buches, wo es um unsere ach so objektiven Medien (und beileibe nicht nur das Privat-TV)geht. Was als "sachliche" Nachricht in Spiegel oder Tagesschau daherkommt, ist oft eine besonders freche Verblödung. Überhaupt ist das Fernsehen für Wieczorek (wie schon früher für Enzensberger)für ihn ein "Nullmedium".Dass Wieczorek in einer Art Fundamentalkritik vieles von unserem vermeintlich "selbstvertändlichen Alltagswissen" als Resultat von Verblödung, Propaganda und Aberglauben entlarvt, macht das Buch auch für anspruchsvolle Pädagogen bis hin zur Uni interessant. Und dass der Autor relativ leicht verständlich den "wissenschaftlichen" Neoliberalismus als ein intellektuell dürftiges Lögen- und Phantasienprodukt entzaubert, macht es eigentlich auch für Politiker, Medienleute und andere "Wahrheitsverkünder" zur Pflichtlektüre. Und: Das Buch ist ein Geschenk mit dem man sich auf keinen Fall blamiert :D
P.S. Der Autor dürfte sich jedenfalls bei seinen offenbar umfangreichen Recherchen wohl oder Übel ein derartiges Insiderwissen selbst über die flachsten und peinlichsten TV-Formate angeeignet haben, dass er nun selbst dort mitreden könnte ;)
(Autor/in)
Polemik hart an der Schmerzgrenze...
   
Wer hier eine seriöse Abhandlung über den Zustand unserer Republik erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden...der Autor startet hier einen gnadenlosen Rundumschlag gegen die Mißstände dieser Republik, dabei verschont er so gut wie kein Segment des öffentlichen Lebens; ob Politik, Bildungssystem, Fernsehen, Kultur, Presselandschaft, alle kriegen ihr "Fett" weg. Äußerst subjektiv nimmt Thomas Wieczorek den alltäglichen Stumpfsinn dieses Landes aufs Korn. Wird dieses Land von marktradikalen Kapitalisten mit billigender Inkaufnahme der politischen Eliten bewußt an den Rand des totalen Schwachsinns geführt, damit das gemeine Volk bloß nicht aufmüpfig wird ? Gehen öffentlich-rechtliches Fernsehen und die privaten Sender eine unheilige Allianz mit dem Springerverlag ein, um die kollektive Volksverdummung zu forcieren ? Wenn man das Buch bierernst nimmt, könnte man dies glatt glauben, manchmal bedarf es wohl der Groben Keule, um den potentiellen Leser aus seiner Lethargie herauszuholen. Zwischen den Zeilen wird dann jedoch eine gehörige Portion Ironie erkennbar, dadurch wird die Lektüre erst erträglich und gestaltet sich kurzweilig. Über den objektiven Wahrheitsgehalt läßt sich streiten, lesenswert ist dieses Buch auf jeden Fall. (Autor/in)
Ideologie des Sozialismus/Kommunismus

Nicht empfehlenswert. Sehr einseitig linksarrogant geschriebenes Buch. Es wird eine hanebüchene allumfassende Verschwörungstheorie der "Neoliberalen" unterstellt, die den einfachen Bürger durch Reformen und Sozialabbau unterdrückt und ausnimmt. Dabei wird vollkommen ausgeblendet, dass die BRD einen durch Sozialismus, dem der Autor offensichtlich frönt, vollkommen heruntergewirtschafteten Staat, die DDR, "übernehmen" musste. Bis heute, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, muss das Geld für den Osten im Westen mitverdient werden. Die Auswirkung der Globalisierung auf Deutschland wird ebenso ausgeblendet. Menschen die anderer Meinung als der Autor sind werden als "Bullshiter" verunglimpft. Sicherlich sind einige Ansichten des Autors richtig: z.B. die Medienkritik und die Machtlosigkeit bzw. die Unterwerfung des Staates gegenüber der Finanz- und der Großindustrie. Die linksideologische einseitige, durch Sozialromantik geprägte Ausrichtung lässt dieses Werk allerdings wenig realistisch erscheinen. (Autor/in)
Nicht nur diese Republik ist verblödet

sondern ich muss es auch gewesen sein, als ich mir dieses Buch gekauft habe...Eine abstruse Sammlung vollkommen zusammenhangloser "Zitate", der Einfachheit halber gleich so 1-2 pro Seite, damit die Seitenzahl zusammenkommt... Der Autor mus ganze Heerscharen von Lektoren beschäftigen, die für ihn die Quellen sichten....Das Buch ist mit heisser Nadel gestrickt, schnell hingekliert und auf "Blödzeitung"-Niveau und Stil. Der Autor bezeichnet dann mal so eben alles was ihm nicht so in den linken Kram passt als "neoliberal" und prügelt dann munter drauflos...Dabei kriegen alle ihr Fett weg...Alle???Nein, nicht ganz...da gibt es ja noch Gottseidank die Linkspartei, die wird von der allgemeinen Massenschelte ausgenommen...Hier wird in linkspopulistischer, ätzender Art eine abstruse Verschwörungstheorie entwickelt, die paranoide Züge trägt... Ich werde mir weitere "Werke" des Herrn W. bestimmt nicht antun...Dazu ist mir meine Zeit und mein Geld zu schade, um mir einen derartigen Mist anzutun...Schade, dass man hier keine "Minussterne" verleihen kann, hier wäre die größtmögliche Anzahl gerade genug gewesen...So muß ich 1 Stern "verleihen"... (Autor/in)
Sehr amüsant und lehreich!!!
    
Ich habe das Buch zu Ostern bekommen.Anfangs dachte ich naja,aber nach der ersten Seite war ich voll überzeugt.Der Autor schreibt mit einem erfrischenden Stil, und erinnert mit bissigen Beispielen an Bastian Sicks Erfolgsreihe "Der Dativ.....".
Jeder,der sich für Politik interessiert,sollte dieses Buch gelesen haben, da es mit Wortwitz und dem Inhalt auf jeden buildet und man die nächsten Nachrichten,Wahlkampfreden und TV-Duelle mmit anderen Augen sieht. (Autor/in)
Herz erfrischend!
    
Ich habe dieses Buch in der Hamburger Bahnhofsbücherei gekauft, als ich auf meinen Zug nach Hannover wartete und nichts zu lesen dabei hatte. Der Titel hat mich erst etwas irritiert, doch nach dem ich kurz reingelesen hatte, wusste ich, das wird eine interessante Lektüre! Ja, für halbwegs gebildete Bürger gibt es in diesem Buch nichts wirklich Neues zu lesen, doch es ist so herrlich polemisch und satirisch geschrieben, das ich so manches Mal lauthals lachen musste. Wieczorek ist es in seinem Buch gelungen, einen Rundumschlag zu verteilen und uns, dem Volk, aufzuzeigen, mit welcher Naivität wir durch die Medien, durch die Wirtschaft und die Politik tagtäglich für dumm verkauft werden sollen.
Zum Glück bin ich mir ziemlich sicher, das ganz viele Bürger in unserem Lande nicht blöd sind und die Manipulationen mehr und mehr durchschauen...Alleine, wenn sich Guido Westerwelle aufbläst und im Ton der festen Überzeugung hinaus trötet: Arbeit muss sich wieder lohnen...und wer dabei keinen Lachflash bekommt, der muss sich ernsthaft fragen, ob er möglicherweise einen Realitätsverlust erlitten hat.
Dieses Buch ist so herzerfrischend geschrieben, ich habe es nicht mehr aus der Hand gelegt und in einem Zuge durchgelesen!
(Autor/in)
Tolles Buch
    
Endlich mal ein Buch, das den Nagel auf den Kopf trifft, und aufzeigt, wie wir doch alle von Politik, Medien und Wirtschaft für dumm verkauft werden. Ich finde dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für jeden Bürger werden, damit mal ein Aufschrei durch Deutschland geht, und sich wirklich etwas tut. In den gut recherchierten Buch, wird an Hand von Beispielen aufgezeigt und belegt, was für Schauspieler unsere Politiker sind, wie sie ihr Fähnchen nach dem Wind drehen, wie die Politik von Wirtschaft und Lobbyverbänden beherrscht werden und somit die Politiker zu Marionetten monieren. Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit Fehlanzeige. Ich danke dem Autor für dieses Buch, das einem wirklich die Augen über diese Pseudodemokratie öffnet. (Autor/in)
Mit Vorsicht zu genießen...
  
Sicherlich sind die Ansichten des Autors nicht falsch und sicherlich ist alles was er beschreibt nachvollziehbar, logisch und sollte als Denkanstoß dienen. Seine Haßtiraden gegenüber Politik und Wirtschaft sind durch ein (überraschend ausladendes)Quellenverzeichnis einigermaßen fundiert und gut belegt. Seine Abhandlung der Medienlandschaft (von den Privaten über Öffentlich-Rechtliche, bis hin zum allgegenwärtigen Springer-Moloch) unterstütze ich sogar voll und ganz (auch ohne ausführliches Quellenverzeinis) und das ganze drumherum ist, wenn auch nicht unbedingt seriös, doch extrem unterhaltsam, intelligent und sarkastisch geschrieben. Man sieht den Autor beinahe vor sich...wie er literarisch Amok läuft. Zudem muß man dem Autor auch zugestehen, daß er wirklich ein breitgefächertes Wissen zu haben scheint. Abermals überraschend, da das Buch selbst eher aussieht und sich einem auf den ersten Blick darstellt wie ein Trashderivat der Bildzeitung.
ABER: so sehr man das auch gutfinden kann, so wichtig es auch sein mag sich mit dieser, von oben gesteuerten Verblödung auseinander zu setzen, so viel Balsam das Buch auch ist für den "armen Arbeiter", der hier jemanden finden wird, der ihn anscheinend Versteht...so unfassbar einseitig ist das Buch leider auch. Die Welt, oder besser gesagt die Chefs dieser Welt, bestehen einzig und allein aus neoliberalen, erzkonservativen Hardcorefaschisten. Der arme/unmündige/verdummte (laut dem Autor)Bürger wird von jedweger Verantwortung für nahezu alles freigesprochen. Warum? weil die neoliberalen Unterdrücker ihm ja sowieso keine Chance geben. Das diese Theorie durchaus auf die Unterschicht zutreffen kann ist sicherlich keine neue Erkenntnis, daß aber der gesamte Rest der Bevölkerung ebenso keine Möglcihkeit zum Aufstieg oder zur materiellen, geistigen Weiterbildung hat, halte ich dennoch für ein Gerücht. Was sich beinahe zwingend anschließt ist die damit verbundene politische Position. Auch wenn es Seitenhiebe gegen die SPD und PDS gibt, so unglaublich weit links außen positioniert sich das Buch. Folglich landet es schließlich und endlich doch beinahe auf dem Level der Bildzeitung; zumindest im Bezug auf laute Stimmungsmache bezüglich großangelegter Verschwörungen. Diese meine Aussage könnte mich allerdings selbst als neoliberales Mitglied der Herrscherklasse, daß einen aufrechten Kämpfer (den Autor)für den kleinen Mann mundtot machen will, outen....dummerweise bin ich es nicht.
Wie gesagt: Für neun Euro ein durchaus netter Denkanstoß. Da Thomas Wieczorek auch (in diesem Fall: Gott sei Dank!) keine hanebüchenen Lösungmöglichkeiten/Alternativen aus dem Hut zieht, sondern sich(anscheinend) nur seinen Frust relativ fundiert von der Seele schreibt, kann man sich das Teil durchaus mal geben.
(Autor/in)
gigantisch geil
    
"5 von 5" sind noch zu wenig
ich bin einer, der nie bewertungen für bücher schreibt, dennoch hat mich das buch dazu bewegt hier mal kurz zu loben.
Thomas Wiecorek hat die leidigen Themen sehr treffend auf den punkt gebracht. Schön zusammengetragen und mit quellenangaben versehen, jede quelle wäre für den mündigen bürger nachvollziehbar, wenn er sich doch nur dafür interessieren würde. Wer jetzt noch schläft ist selber schuld!!! (Autor/in)
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