Deutsch

Die Wand.

Die Wand.
von Marlen Haushofer
Dtv
1999

Taschenbuch
260 Seiten
ISBN: 3423125977




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Ich wünschte mir eine Fortsetzung...
Eines der wenigen Bücher, das ich immer mal wieder zur Hand nehme - und immer wieder neue Wahrheiten entdecke.Eine Erzählung, in der Marlen Haushofer eine tiefe Empfindung von Einsamkeit vermittelt, ohne letztendlich Trostlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufkommen zu lassen. Die Frau, die sich auf einmal durch Umstände, deren Hintergründe nicht eindeutig klar werden (aber dadurch der Phantasie Spiel lassen) unfreiwillig in einer Situation wiederfindet, die alle ihre körperlichen und geisten Fähigkeiten beansprucht, hat mich uneingeschränkt fasziniert. Ein zivilisationsangepaßter Mensch sieht sich plötzlich den Naturgewalten ausgeliefert und muß sich unter Mühen auf seine Instinkte besinnen. In einer wunderbar klaren, unverschnörkelten Sprache teilten sich mir die Ängste und Hoffnungen (wohl nicht nur) der Figur mit. Das Fazit für mich : Gefahr geht nur vom Menschen aus. Ein schönes Buch, das mich immer wieder nachdenklich macht, das mich keine Sekunde langweilt und das, obwohl doch schon vor gut 30 Jahren erstmalig erschienen, aktueller ist denn je. (Autor/in)


Durchaus lesenswert...
Die Wand von Marlen Haushofer ist ein Buch, das gut und spannend beginnt, gegen Ende jedoch sehr langatmig wird. Zu Beginn muss die Protagonistin ums Überleben kämpfen und sich selbst lebensnotwendige Dinge beibringen. Zum Ende des Buches werden diese Dinge wie Fischen, Jagen, Melken etc. zur Routine und den Leser erwartet nicht viel Neues . Doch nicht nur Negatives lässt sich über diesen Roman sagen. M. Haushofer verwendet eine einfache, gut verständliche Sprache, so dass das Lesen Spass macht und sehr leicht fällt. Außerdem lässt das Buch dem Leser genug Freiheit um seine "eigene" Intention der Autorin zu entdecken. Nicht jeder wird das Gleiche in diesen Roman hinein interpretieren. Haushofer schreibt in ihrem Buch über die tiefsten Ängste des Menschen: die Einsamkeit, die zum Teil verwüstende Kraft der Natur und auf sich allein gestellt zu sein. Sie schildert die wunderbare Beziehung zwischen Mensch und Tier und wie sich die Gefühle eines Menschen unter den Umständen der völligen Isolation ändern können.

Fazit: Ein Buch, das durchaus lesenwert ist und den Leser nicht in einen schon vorher überschaubaren Ablauf der Geschichte zwängt, sondern bei dem man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.


Die Wand; ein Abenteuer, ein Leben
In der Wand beschreibt Marlen Haushofer eine eigene Welt. Eine Welt mit allem was in unserer Welt auch passiert und geschieht. Die eigentlichen nebensächlichen, unnötigen Erscheinungen unseres Denkens und Handelns werden weggelassen andere (längst vergessene?) Aspekte werden addiert. Die Hauptperson ist nicht nur vollkommen isoliert von der Außenwelt, sie lebt ohne Außenwelt. Alles passiert im engsten Umkreis. Es gibt nichts außer die Tiere, das Jagdhaus, die Alm und die natürlichen Jahreszeiten. Dies erscheint uns vielleicht etwas wenig, auch die Frau hat anfangs einige Probleme einen Lebenssinn zu finden, bald aber blüht sie in diesem kleinen Universum auf. Bald wird ihr bewußt wie nebensächlich, unwichtig ihr früheres Leben war. Ihre Tiere werden ihre Familie, die ihr die nötige antreibende Kraft gibt. Sie gestaltet, plant, leidet und genießt mit ihnen. Marlen Haushofer hat einen Science-fiction Roman ohne Science geschrieben. Dafür werden zutiefst menschliche, nicht nur weibliche, Probleme behandelt. Wir können eintauchen in diese Seele+Welt, in dieses lebendige Abenteuer daß uns alle betrifft und nie endet.


Ein Buch fürs Leben
Ich habe dieses Buch im Lauf der Jahre mehrfach gelesen und auch verschenkt, allerdings nur an handverlesene Freundinnen / Freunde. "Die Wand" ist ein Juwel, ein einzigartiges Buch, das mich tief bewegt und mich während und noch lange nach der Lektüre nicht loslässt. Es ist ein absolut zeitloses Werk, ein Werk, das unter die Haut geht und in die Gedanken kriecht. Es geht ums Wesentliche, ums Überleben, um die Existenz schlechthin, ohne Schnickschnack, ohne Konfliktbewältigung, einfach nur ums Sein des völlig und absolut auf sich allein gestellten Menschen, hier der Ich-Erzählerin und der mit ihr auf Gedeih und Verderb verbundenen anderen Überlebenden. Dass es sich hierbei nicht um Menschen handelt, sondern um Tiere, denen jegliche Ambivalenz, jegliches Richten, Abschätzen, eben jene typischen, menschlichen Eigenschaften fehlen, machen die Introspektive und Erkenntnis der Protagonistin im Umgang mit ihnen noch eindringlicher. Es ist das Verbundensein ohne Fragezeichen mit der Natur und der Kreatur...
Noch eins, ich glaube dieses Buch spricht eher Frauen als Männer an, warum muss jede/r selbst herausfinden. Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen. (Autor/in)


Eine Offenbahrung
Wer diesem Buch nicht fünf Sterne gibt, der hat es leider nicht verstanden.
Schade, dass es nicht bekannter ist. Denn Haushofers Werk verdient es, als Klassiker bezeichnet zu werden. Es gibt so Vieles zwischen den Zeilen zu lesen und zu fühlen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, und selbst wenn ich es nicht gerade las, so musste ich doch ständig daran denken.
Es steht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsbücher und gehört zu den leider seltenen Perlen, die man unbedingt mehrmals im Leben lesen möchte.
Was eine genauere Besprechung des Buches angeht, halte ich mich lieber zurück, denn meinen Vorredner "weiser 111" kann ich ohnehin nicht übertreffen.
Ich wollte nur unbedingt meinen Beitrag dazu leisten, den hässlichen einen Stern Abzug zu entwerten, denn den hat das Buch wirklich nicht verdient.

P.S. Auch Haushofers andere Werke sind es unbedingt wert gelesen zu werden.
(Autor/in)


eines meiner Lieblingsbücher
Es gibt nicht viele Bücher, über die ich Wochen nach dem Beenden des Buches noch nachgedacht habe. Dieses ist eines davon.
Sollte jede(r) gelesen haben. (Autor/in)


Null Punkte
Leider muss ich mich in die Einsternpartei einreihen.
Das Buch ist übel langweilig. Man hofft immer das etwas passiert
aber leider passiert nichts..doch, zwei Seiten vor Schluss!?
Der Sinn dieses Buches bleib für mich völlig verschlossen.
Schade ist nur das ich bis zum Schluss durchgehalten habe.
(Autor/in)


Ich liebe dieses Buch!!
Es ist nun schon das zweite Mal, dass ich dieses Buch lese.
Das Faszinierende daran ist schwer zu beschreiben - es ist eine Mischung aus Überlebenswille, Nachdenklichkeit, Naturbewusstsein und Spannung bis zum Ende!

Volle Punktezahl - unbedingt lesen!! (Autor/in)


Ein Monolith in der literarischen Landschaft
Dem einprägsamen Klang und Rhythmus der Sprache von Marlen Haushofer kann man sich nicht entziehen. Ihr Buch "Die Wand" ragt aus der literarischen Landschaft wie ein Monolith. Einfachheit und Klarheit erzeugen eine Spannung, die selbst im Erzählen alltäglicher Tätigkeiten vorhanden ist.

Die Geschichte ist eingekeilt zwischen der Katastrofe am Anfang, dem plötzlichen Auftauchen einer Wand, die die Schreiberin von dem Land trennt, in dem jegliches menschliches und tierisches Leben erloschen ist, und der immer wieder vorangekündigten Katastrofe am Schluss, dem Tod ihres Hundes und des Stiers, den sie mithalf auf die Welt zu bringen. Über all den vordergründig geschilderten Verrichtungen und den bis ins Detail beschriebenen Empfindungen dieser mit ihren Tieren überlebenden Frau, schwebt diese dunkle beklemmende Wolke einer manchmal befreiend wirkenden Einsamkeit.

Mit ungeheurer Disziplin und Genauigkeit berichtet Marlen Haushofer mit derselben Prägnanz von existentiellen Krisen wie über die Himbeerernte oder den Blick des Katers. Ihre Kuh und ihr Stier, ihr Hund und ihre Katzen ersetzen ihr menschliche Wärme und bewahren sie vor der Verzweiflung.

Im Sommer übersiedelt sie von der Jagd- auf eine Almhütte. Dort verbringt sie die Nächte auf einer Bank vor der Hütte und macht tiefe sprituelle Erfahrungen. Bei aller stillen Euphorie ist sie sich der Vergänglichkeit und Nichtwiederholbarkeit dieser Augenblicke bewußt und beschließt wieder zurückzukommen ins handgreiflich Notwendige. In ihrer Verlassenheit, in dieser Angst vor neuer Liebe und Sorge um ihre Tiere, werden ihr Tun und ihre Gedanken kraft ihres Schreibens über jedes Hindernis getragen. Der Text ist von einer klaren, besonderen Unbestechlichkeit, die weit über den Tod der Autorin hinausreicht.


Tiefgründige Endzeitvision
Der Autorin gelingt es vortrefflich, die Gefühlswelt der Protagonistin glaubhaft und nachfühlbar darzustellen. Dieses Buch bietet keinerlei Langeweile. Selbst triviale Beschäftigungen, wie die tägliche Arbeit werden spannend erläutert. Die fantasievolle und ausdrucksstarke Sprache trägt dazu bei, dass der Leser eine klare Vorstellung vom Leben der Hauptperson hat. Leider ist der Schluss offen geblieben, was den positiven Gesamteindruck ein wenig schmälert.


beklemmend
"Heute, am fünften November, beginne ich mit meinem Bericht. Ich werde so alles genau aufschreiben, wie es mir möglich ist..." So beginnt Marlene Haushofers Roman - der Bericht einer Frau, die mir ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in ein Jagdhaus in den Bergen verbringt. Nachdem das Paar den Abend im Dorf verbracht hat, kehrt es nicht mehr zurück. So macht sich die Frau am nächsten Morgen mit dem Hund auf die Suche nach den beiden und als der Hund mit blutüberströmter Schnauze zu ihr zurückkehrt, muß sie eine ungeheure Entdeckung machen: "Verdutzt streckte ich die Hand aus und berührte etwas Glattes und Kühles: einen glattenkühlen Widerstand an einer Stelle, an der doch gar nicths sein konnte als Luft....". Fortan hält sie eine riesige gläserne Wand, durch die sie, der Hund, eine Katze und eine trächtige Kuh gefangen. Die Bericht darüber, wie sie mit der Situation fertig wird und weiterleben kann, ist spannend und macht stellenweise nachdenklich...ein empfehlenswertes Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


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